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Nach dem Auftakt vor der Paulskirche waren die Pavillons der Demokratie dieses Jahr bereits in vier Stadtteilen - Norden

Vorlagentyp: F
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Zusammenfassung

Die Pavillons der Demokratie wurden in mehreren Stadtteilen Frankfurts eingeführt, um den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Kultur zu fördern. Die Bürger*innen haben aktiv an Diskussionen teilgenommen und ihre Anliegen zur Stärkung der Demokratie geäußert. Der Magistrat plant, das Projekt im kommenden Jahr in weiteren Stadtteilen fortzusetzen.

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Frage an den Magistrat

Nach dem Auftakt vor der Paulskirche waren die Pavillons der Demokratie dieses Jahr bereits in vier Stadtteilen - Nordend, Rödelheim, Bockenheim, Höchst - und werden ihre Reise durch Frankfurt 2025 fortsetzen. Die Pavillons der Demokratie bringen die Paulskirche als Symbol der Demokratie zu den Menschen in die Stadtteile Frankfurts und fördern den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Kultur. Sie ermöglichen durch ein vielseitiges Programm Diskussionen sowie Teilhabe und gestalten die Demokratie vor Ort.

Ich frage den Magistrat:

Wie wurden die Pavillons der Demokratie von den Bürger*innen angenommen, und welche Themen zur Vision und Stärkung der Demokratie vor Ort waren ihnen besonders wichtig?

Antwort des Magistrats

Mit dem Pavillon der Demokratie konnten wir zeigen, dass niedrigschwellige dialogorientierte Formate großes Potenzial haben, unterschiedliche Menschen in den Frankfurter Stadtteilen für das Thema Demokratie zu begeistern. Der Magistrat wird das Projekt fortsetzen und im kommenden Jahr weitere vier Ortsbezirke aufsuchen.

Die Idee entstand zum Paulskirchenjubiläum im vergangenen Jahr. Mit über 200 Bürger:innen wurde im Ratskeller eine Charta der Demokratie erarbeitet. Bei diesem Prozess entwickelten die vielen zivilgesellschaftlichen Akteur:innen den Wunsch, den Geist der Paulskirche in die Stadtteile zu tragen.

Dieser Forderung sind wir nachgekommen. Der Pavillon der Demokratie feierte seine Premiere und seinen Abschluss an und in der Paulskirche. Dazwischen lagen Stationen am Luisenplatz im Nordend, am Bahnhofsplatz in Rödelheim, vor dem Bockenheimer Depot und am Ettinghausenplatz in Höchst.

Die Schwelle sollte bewusst niedrig sein - sowohl in Bezug auf die Architektur, als auch auf die Fragen, die den Passant:innen gestellt wurden. "Was ist Demokratie für dich?", "Was bedeutet für dich Teilhabe?", oder auch "Was wünscht du dir für deinen Stadtteil?" Insgesamt hat der Magistrat über 1.000 Antworten gesammelt und ist derzeit dabei, diese auszuwerten und auch an die Verwaltung und Gremien wie Ortsbeiräte weiterzuleiten. Aus den ersten Analysen lässt sich ein differenziertes Abbild der Stimmungen der Bürger:innen sowie deren stadtteilspezifischen Bedarfen ableiten. Neben diesen Ergebnissen haben wir zusammen mit der Zivilgesellschaft vor Ort fast 40 Veranstaltungen durchgeführt und dafür knapp 90 Kooperationspartner:innen gewonnen. Darüber hinaus haben wir die Vernetzung untereinander angeregt und gestärkt.

Die Partner:innen spielen als Multiplikator:innen eine große Rolle in den jeweiligen Stadtteilen. Themen waren unter anderem der gesellschaftliche Zusammenhalt, das Entwickeln einer Streitkultur oder ganz konkrete Projekte, wie zum Beispiel das Haus der Demokratie, das der Magistrat ebenfalls plant und das in einigen Jahren die Schwelle zur Paulskirche ebenso senken soll wie es der Pavillon jetzt in den Stadtteilen für die Demokratie leistet.

Besonders erfreulich war die Beteiligung der breiten Zivilgesellschaft über Generationen hinweg: von den Omas gegen Rechts bis zu Jugendlichen und jungen Schüler:innen sowie Kindergartenkinder, die sich mit großem Engagement und Interesse auf die Angebote im Pavillon vorbereitet hatten. Die Liste lässt sich weiter fortsetzen mit Initiativen wie in Höchst, die sich für den Ettinghausen-Platz engagieren und mit Rabbiner Soussan ins Gespräch über Erinnerungskultur kamen, über "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus", die eine "Brandmauer gegen rechts" aufbauten, bis hin zu vielen Schüler:innen, etwa jenen der Liebigschule, die eigens für den Auftritt im Pavillon ein Theaterstück zum demokratischen Miteinander entwickelt und aufgeführt hatten. Das sind nur wenige Beispiele für herausragendes Bürger:innenengagement.

Im kommenden Jahr wird der Pavillon in Bergen-Enkheim, Sachsenhausen, Fechenheim und im Gallus Station machen. Auf die Ortsbeiräte und die Initiativen im Stadtteil wird der Magistrat zugehen. Denn: Nur mit den politischen Expert:innen, der Zivilgesellschaft und den Schulen vor Ort wird der Pavillon zu einem Erfolg.

Wie gut der Pavillon inzwischen in der Stadtgesellschaft angekommen ist, lässt sich auch an den vielen Anfragen aus anderen Stadtteilen ablesen. Diesen wird der Magistrat in den kommenden Jahren weiter nachkommen.

Viele Passant:innen mit denen die städtischen Mitarbeiter:innen sprachen, waren geradezu überrascht, dass die Stadtverwaltung auf öffentlichen Plätzen präsent ist, auf Menschen zugeht und sich die oftmals sehr konkreten Probleme nicht nur anhört, sondern auch mitnimmt. So trat der Pavillon der Demokratie auch dem Gefühl entgegen, dass Staat und Verwaltung etwas Abstraktes und Unnahbares seien.

Einen ausführlichen Bericht wird der Magistrat den Stadtverordneten noch vorlegen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 5. Dezember 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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