Von dem Starkregenereignis am 2. Mai 2024 war mit dem Bethanien-Krankenhaus und dem Markus-Krankenhaus auch kritische In
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Zusammenfassung
Das Starkregenereignis am 2. Mai 2024 führte zu erheblichen Wasserschäden in den Agaplesion Krankenhäusern. Um zukünftige Schäden zu vermeiden, wurden umfassende Schutzmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt, darunter die Trennung von Abwasserleitungen und der Einsatz mobiler Hochwasserschutzsysteme. Diese Maßnahmen sollen die Sicherheit der kritischen Infrastruktur gewährleisten und die Patient:innenversorgung nicht gefährden.
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Im Prüfling — 5 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 18.08.2026.
- Erneuerung des Straßenabschnitts Im Prüfling vor dem Bethanien-Krankenhaus18.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Weiterer Behindertenparkplatz Im Prüfling vor der Bornheim Apotheke18.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Bäume an vorhandenen Baumstandorten nachpflanzen27.07.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Im Prüfling per E-MailFrage an den Magistrat
Von dem Starkregenereignis am 2. Mai 2024 war mit dem Bethanien-Krankenhaus und dem Markus-Krankenhaus auch kritische Infrastruktur der Stadt betroffen. Zwar soll keine unmittelbare Gefahr für Patient:innen und Personal bestanden haben, dennoch gilt es solche Ereignisse in Zukunft möglichst auszuschließen. Daher frage ich den Magistrat: Konnten die Ursachen für die Probleme im Bethanien-Krankenhaus und dem Markus-Krankenhaus ermittelt und Maßnahmen zum Schutz der Gebäude vor Starkregenereignissen eingeleitet werden?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner,
sehr geehrte Frau Stadtverordnete Gebhardt,
meine Damen und Herren!
Beide Standorte der Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken, sowohl das Agaplesion Markus Krankenhaus als auch das Agaplesion Bethanien Krankenhaus, waren am genannten Tag vom Starkregen der Stufe 3 massiv betroffen und hatten aufgrund von Wassereintritten Schäden zu verzeichnen.
Da die Ursachen für die Wassereintritte und deren Auswirkungen unterschiedlich waren, werden diese nachfolgend getrennt nach Standort geschildert:
Agaplesion Markus Krankenhaus - betroffene Gebäude: Häuser A + E - Wilhelm-Epstein-Straße 4, 60431 Frankfurt am Main
Am Abend des 02.05.2024 wurde die Krankenhauseinsatzleitung durch den Geschäftsführer darüber informiert, dass im Untergeschoss der Häuser A und E ein Wasserschaden mit größerem Ausmaß drohe. Daraufhin wurden gemäß des Krankenhauseinsatzplanes die Krankenhauseinsatzleitung, der Krisenstab und das K.O. Team, Koordinierungsteam, aktiviert.
In einer sich direkt vor dem Gebäude befindlichen Baugrube - Baumaßnahme zur Errichtung des dritten Linearbeschleunigers - staute sich Regenwasser an den (Terrassen-)Fenstern des Untergeschosses und drückte in das Gebäude. Das Kellergeschoss wurde daraufhin im Bereich der Strahlentherapie weitläufig geflutet.
Ursache für das sich in der Baugrube aufstauende Wasser war eine zu gering dimensionierte Entwässerungsleitung und eine unsachgemäß umgeleitete Regenwasser-Fallleitung sowie eine unsachgemäß umgeleitete Druckleitung einer Bestandshebeanlage. Aus diesen Gründen konnte keine adäquate Entwässerung der Baugrube erfolgen.
Das sich aufstauende Wasser wurde bis in die Nacht hinein durch die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk aus der Baugrube und im Gebäude durch Mitarbeitende der Technischen Abteilung abgepumpt. Durch die koordinierte Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Technischem Hilfswerk und deren unverzügliches Eintreffen vor Ort und schnelles Eingreifen konnte der Schaden begrenzt werden. Während des Ereignisses kamen weder Patient:innen zu Schaden noch waren sie gefährdet. Die Patient:innenversorgung konnte - abgesehen von einer verspäteten Wiederinbetriebnahme der Strahlentherapie am Folgetag - regulär weiterlaufen.
Im Nachgang des Schadensereignisses mussten weite Teile der Strahlentherapie getrocknet, abgebrochen, desinfiziert, feingereinigt und wieder aufgebaut werden. Die Kosten für die mittlerweile weitestgehend abgeschlossene baulich-technische Sanierung belaufen sich auf circa 65.000 Euro.
Gemeinsam mit den Baustellenverantwortlichen wurde umgehend ein Starkregenschutzkonzept für die Baugrube erarbeitet, um einem weiteren Wassereintrag vorzubeugen. Die daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen wurden kurzfristig umgesetzt. Zu nennen sind hier die Verkleidung aller bodentiefen Fenster im Untergeschoss mit mobilen Hochwasserschutzsystemen - Prefa-Dammbalken - sowie die Korrektur der Entwässerungsleitungen in der Baugrube. Darüber hinaus wurde das Entwässerungskonzept für die besonders für Starkregen anfälligen Gebäude in Gänze überarbeitet und der bauliche Hochwasserschutz optimiert. Fester Bestandteil des Hochwasserschutzkonzepts sind neben dem Einsatz von Schutzbarrieren auch die Herstellung künstlicher Geländegefälle, um Wasserströme frühzeitig vom Gebäude wegzuleiten sowie das Aufbetonieren von Schwellen vor abschüssigem Gelände und Treppenabgängen.
Agaplesion Bethanien Krankenhaus (betroffenes Gebäude: Haus C) Im Prüfling 21-25, 60389 Frankfurt am Main
Im Agaplesion Bethanien Krankenhaus kam es am betreffenden Tag zu einem Wassereintritt auf der Intensivstation, da sich Abwasser aus den Sanitäreinrichtungen herausdrückte. Die Krankenhauseinsatzleitung wurde umgehend alarmiert und konstituierte sich vor Ort.
Ursache für den Wasseraustritt war die Tatsache, dass die städtische Kanalisation die Wassermassen nicht hinreichend aufnehmen und abtransportieren konnte. So kam es zu dem Rückstau.
Die Feuerwehr war unverzüglich vor Ort und konnte durch das schnelle Eingreifen den Schaden begrenzen. Während des Ereignisses kamen weder Patient:innen zu Schaden noch waren sie zu irgendeinem Zeitpunkt gefährdet. Es gab keine Auswirkungen auf die weitere Behandlung. Alle Patient:innen der Intensivstation konnten in andere, technisch gleichwertig ausgestattete Patient:innenzimmer umziehen, sodass die Therapie ohne Unterbrechung weitergeführt werden konnte. Externe Verlegungen waren nicht erforderlich.
An den Tagen nach dem Schadensereignis mussten weite Teile der Intensivstation getrocknet, desinfiziert, feingereinigt und wieder aufgebaut werden. Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich auf circa 75.000 Euro.
Bei der Analyse des Starkregenereignisses stellte sich die Frage, welche weiteren Schutzmaßnahmen vonseiten des Krankenhauses ergriffen werden können, um den Problemen der städtischen Kanalisation zu begegnen. So wurden im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes zwei präventive Maßnahmen eingeleitet. Erstens wurde die bislang gemeinsame Abwasserleitung von Schmutz und Regenwasser im betroffenen Gebäude voneinander getrennt und erst an der letztmöglichen Stelle zusammengeführt. Zweitens wurde für die besonders gefährdeten Hauszugänge und Bereiche ein Hochwasserschutzsystem der Firma Prefa beauftragt. Dieses arbeitet mit fest in oder vor den Türlaibungen verbauten U-Profilen, in die im Ernstfall Dammbalken eingesetzt und verschraubt werden. Die Montage der Profile wird voraussichtlich in der Kalenderwoche 38/2024 erfolgen, die Herstellung der Dammbalken erfolgt nach Montage der U-Profile, wenn deren exaktes Maß feststeht. Der Abschluss dieser Maßnahme ist noch für dieses Jahr geplant.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich anhand dieses Ereignisses gezeigt hat, wie wichtig das Bestehen von Krankenhauseinsatzplänen und verlässlichen Krisenstäben ist. Als Einrichtung der kritischen Infrastruktur mit jährlich mehr als 31.000 stationären Patient:innen sind sich die Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken ihrer Verantwortung bewusst und können dank ihrer funktionierenden Strukturen ihre Rolle jederzeit gerecht werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. September 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.