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Im Bericht B 69/24 „Überreste Stadt NIDA“ wünscht der Ortsbeirat 8: „dafür Sorge zu tragen, dass keine Baugenehmigung er

Vorlagentyp: F
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Zusammenfassung

Der Ortsbeirat fordert, dass vor der Erteilung von Baugenehmigungen auf dem Ausgrabungsfeld NIDA ein finales museales Konzept abgestimmt wird. Der Magistrat betont, dass der Abstimmungsprozess unter Einbeziehung relevanter Parteien erfolgt ist und eine dauerhafte Präsentation der römischen Funde ermöglicht wird.

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Frage an den Magistrat

Im Bericht B 69/24 "Überreste Stadt NIDA" wünscht der Ortsbeirat 8: "d afür Sorge zu tragen, dass keine Baugenehmigung erteilt wird und keine Baumaßnahmen oder hierfür vorbereitende Arbeiten auf dem Ausgrabungsfeld ‚NIDA' stattfinden, bevor das finale museale Konzept und die abschließende Beratung der an Ort und Stelle zu erhaltenden Befunde mit der Stadtverordnetenversammlung und dem Ortsbeirat abgestimmt sind." Antwort Magistrat: Darum bemühen sich AMF und Dezernat im ständigen Kontakt mit Bauherren, Bauamt und Denkmalamt.

Ich frage den Magistrat:

Warum werden Ortsbeirat und Stadtverordnetenversammlung ausgeschlossen, und es findet eine Abstimmung nur unter den oben genannten fünf Parteien statt?

Antwort des Magistrats

Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:

Sehr geehrter Vorsteher,

sehr geehrter Herr Schwichtenberg!

Der intensive Abstimmungsprozess wurde nicht nur auf der Grundlage der Expertise der beteiligten Fachämter, sondern auch unter Einbeziehung des Ortsbeirates sowie der kultur- und planungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen der Koalition in der Stadtverordnetenversammlung gestaltet. Der daraus resultierende M-Vortrag befindet sich derzeit im Geschäftsgang und wird der Stadtverordnetenversammlung als entsprechende Vorlage zur Abstimmung vorgelegt werden. Es wurde eine Lösung erarbeitet, die eine Präsentation der Funde dauerhaft ermöglicht.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Es gibt eine Zusatzfrage des Fragestellers Herrn Schwichtenberg sowie von Herrn Görres.

Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:

(Zusatzfrage)

Es wurde ohne Vorlage gerodet und die allerschönsten Bäume wurden entfernt, ohne dass der Ortsbeirat oder die Stadtverordneten Ja oder Nein sagen konnten. Es wird einen Bebauungsplan geben. Es gibt bereits alte Bebauungspläne. Aber wird uns und dem Ortsbeirat der neue Bebauungsplan, der dann tatsächlich kommt - mit massiven Tiefgaragen und totaler Vernichtung -, zur Abstimmung vorgelegt?

Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:

(fortfahrend)

Was vorgelegt wird, ist der M-Vortrag, darüber muss abgestimmt werden, und der M-Vortrag beinhaltet eine klare Idee, wie wir mit dem Thema der römischen Funde umgehen. Die Stadt Nida ist ein archäologisches herausragendes Dokument für Frankfurt. Man merkt, dass dort schon lange gesiedelt wurde. Wir haben während der Grabungen - deshalb wurde auch gerodet, es wurden Grabungen durchgeführt als bauvorbereitende Maßnahmen - wirkliche Schätze gefunden. Wir haben eine 4.000 Jahre alte Figur gefunden; wir haben eine römische Glasschale gefunden; wir haben einen Keller in einem ehemaligen Fachwerkgebäude, das vor über 2.000 Jahren abgebrannt ist, gefunden. Es ist für die Archäologie wirklich herausragend.

Wichtig war mir, dass wir hier einen Ort schaffen, der dauerhaft die Präsentation dieser römischen Funde ermöglicht, und das haben wir geschafft, gemeinsam mit der ABG, dem Archäologischen Museum, dem Denkmalamt, dem Ortsbeirat und den Vertreterinnen und Vertretern der Koalition. Es wird am südlichen Bereich ein Gebäude entstehen - direkt an der Straße -, wo wir das komplette Erdgeschoss und Teile des Kellers als Museum vorsehen werden. Wir werden Töpferöfen und weitere Funde mit überdachen, damit wir dort eine Möglichkeit haben, die Funde vor Ort dauerhaft zu präsentieren.

Wir haben darauf verzichtet das komplette Areal zu versiegeln. Das heißt, der Blockinnenbereich wird ohne Tiefgaragenunterbauung sein. Wir werden am Rande dieses Grundstücks Wohngebäude haben, die wir dringend benötigen. Es werden dort bezahlbare und auch geförderte Wohnungen entstehen. Es ist kein Umweltfrevel, was wir hier betreiben, sondern es ist eine Innenentwicklungsmaßnahme. Es ist eine Maßnahme mitten in der Römerstadt, um sowohl das Thema Archäologie als auch das Thema bezahlbarer Wohnungsbau und eben auch grüne Qualitäten zusammenzubringen.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Vielen Dank! Es gibt eine weitere Zusatzfrage von Herrn Görres. Bitte!

Stadtverordneter Falko Görres, FRAKTION:

(Zusatzfrage)

Herr Gwechenberger, eigentlich wollte ich Sie fragen, wie Sie zu dem Wort "Umweltvernichtung" beziehungsweise "totale Zerstörung" stehen. Das haben Sie mir gerade in Ihrer ersten Antwort vorweggenommen, deshalb frage ich Sie: Wurde denn neben der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt im Ortsbeirat auch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nida einbezogen?

Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger:

(fortfahrend)

Das hätten wir gerne, allerdings gibt es ja, wie Sie wissen, die Stadt Nida schon lange nicht mehr. Es ist eine untergegangene Stadt. Sie war ein römisches Mittelzentrum und stadthistorisch insofern interessant, weil dort früher gesiedelt wurde als hier auf dem Römerberg, wo wir uns heute befinden. Aber das können wir gerne nachher weiter vertiefen.

(Beifall)

Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 2219

Stadtverordneter Tilo Schwichtenberg, Gartenpartei:

Es geht um die Stadt Nida. Herr Dr. Gwechenberger hat meiner Meinung nach eben lediglich eine Vorlage für den Umgang mit den Römerfunden in Aussicht gestellt, aber nicht für die Bebauung an sich und ob und wie diese stattfindet. Es kann nicht sein, dass wir uns völlig veralteten Bebauungsplänen einfach beugen müssen und die Römer um ihr Erbe bringen sowie die Frankfurterinnen und Frankfurter um ihre Grünflächen. Ohne umfassende Vorlage darf es keine Bebauung geben. Umweltzerstörung muss durch Zusatzanträge, zum Beispiel der Gartenpartei, aufgedeckt und dauerhaft in PARLIS dokumentiert werden können. Dieses Baummassaker sollte mit den Römerfunden dokumentiert, bestenfalls rückgängig gemacht, werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 22. Februar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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