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Produktbereich: 36 Wirtschaftsförderung Produktgruppe: 36.01 Wirtschafsförderung Zeitgemäße Tradition - Errichtung eines Handwerkerhofes in Frankfurt am Main

Vorlagentyp: ECDUSPDGRÜNE
16 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen
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Begründung

Wirtschaftsförderung Produktgruppe: 36.01 Wirtschafsförderung Zeitgemäße Tradition - Errichtung eines Handwerkerhofes in Frankfurt am Main Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 199 vom 02.11.2018, Entwurf Haushalt 2019 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2019 - 2022. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.02.2019, § 3734, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Frankfurt zu prüfen und zu berichten, wie und zu welchen Kosten die Errichtung eines "Handwerkerhofes" mit einem entsprechenden Gewerbeflächenangebot für Handwerks- und kleine stadtteilorientierte Betriebe des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes in Frankfurt am Main geplant und durchgeführt werden kann. Begründung: Handwerks- und kleine stadtteilorientierte Betriebe des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes haben es nicht immer leicht, geeignete Flächen und Räumlichkeiten zu finden. Zu hohe Mieten, Stellplatzmangel oder emissionsbedingte Nachbarschaftskonflikte erschweren die Ansiedlung von traditionellen "Hinterhofwerkstätten" zunehmend auch in Frankfurt am Main. Dabei tragen diese kleinen und mittleren Unternehmen sehr wesentlich zu einem funktionierenden Wirtschaftsgefüge bei. Das Räumlich-funktionale Entwicklungskonzept Gewerbe (RfEk) des Masterplans Industrie rechnet damit, dass Branchen, die auf Gewerbeflächen angewiesen sind, bis zum Jahr 2030 in Frankfurt am Main einen zusätzlichen Betriebsflächenbedarf zwischen 90 und 140 ha haben werden. Weiter zunehmende Einwohnerzahlen mit entsprechendem Bedarf etwa für Wohn- oder Schulbauflächen machen es dringend erforderlich, langfristig ein quantitativ und qualitativ ausreichendes Flächenangebot für solche Betriebe vorzuhalten. In einigen Großstädten in der Bundesrepublik Deutschland (zum Beispiel Hamburg, Bremen, München, Stuttgart, Potsdam, Augsburg) gibt es bereits oder entstehen unter städtischer Regie und unter teils verantwortlicher Mitwirkung der Handwerkskammern sogenannte "Handwerkerhöfe" als Eigentümer- oder Mietergemeinschaften unter einem Dach. In Hamburg-Ottensen ist seit 2014 zum Beispiel ein selbstverwaltetes Zentrum des Handwerks in Betrieb als Gewerbehof mit Zimmerei, Tischlerei, Instrumentenbau, Polsterei, Sanitärinstallation, Glaserei und Reperaturservice für Haushaltsgeräte. Hingegen wird die "Meistermeile", die 2018 in Hamburg-Eimsbüttel Richtfest feierte, bis zu 70 Handwerksbetrieben moderne Gewerbeflächen zu günstigen Mieten auf vier Etagen bieten, verwaltet durch die stadteigene Hamburger Gesellschaft für Gewerbebauförderung GmbH. Auch in Frankfurt am Main gibt es mit dem HandWERK in der August-Schanz-Straße schon erste Erfahrungen. Aus privater Initiative entstand auf einer Fläche von 1,5 Hektar für bis zu zwölf mittelständische Firmen im Bau- und Ausbaugewerbe ein Zusammenschluss von Handwerksbetrieben an einem Ort mit einer maßgeschneiderten Neubaulösung inklusive eines zeitgemäßen Energiekonzeptes, das mit dem Energiereferat der Stadt Frankfurt entwickelt wurde. Ein Handwerkerhof in einem Frankfurter Stadtteil mit alter Handwerks-Tradition, zum Beispiel Bornheim, mit passenden Produktions- und Lagerflächen sowie ggf. in den oberen Etagen Büro- und Wohnraum für Handwerker kann somit ein modernes Angebot sein für Handwerks- und kleine stadtteilorientierte Betriebe des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes, auch für die jene, die nicht selbst kaufen oder bauen wollen. Der Handwerkerhof wird Synergien schaffen und die Zusammenarbeit zwischen den ansässigen Unternehmen fördern. Das Handwerk gehört in die Stadt, denn es ist auch in guten Stadtlagen mit seinen lokalen Verflechtungen, seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie in seiner Funktion als Dienstleister nicht verzichtbar und sollte auch in Zukunft beste Rahmenbedingungen zu bezahlbaren Preisen vorfinden.

Inhalt

Etatantrag vom 25.01.2019, E 67

Betreff: Produktbereich: 36 Wirtschaftsförderung Produktgruppe: 36.01 Wirtschafsförderung Zeitgemäße Tradition - Errichtung eines Handwerkerhofes in Frankfurt am Main Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 199 vom 02.11.2018, Entwurf Haushalt 2019 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2019 - 2022. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.02.2019, § 3734, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Frankfurt zu prüfen und zu berichten, wie und zu welchen Kosten die Errichtung eines "Handwerkerhofes" mit einem entsprechenden Gewerbeflächenangebot für Handwerks- und kleine stadtteilorientierte Betriebe des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes in Frankfurt am Main geplant und durchgeführt werden kann.

Begründung: Handwerks- und kleine stadtteilorientierte Betriebe des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes haben es nicht immer leicht, geeignete Flächen und Räumlichkeiten zu finden. Zu hohe Mieten, Stellplatzmangel oder emissionsbedingte Nachbarschaftskonflikte erschweren die Ansiedlung von traditionellen "Hinterhofwerkstätten" zunehmend auch in Frankfurt am Main. Dabei tragen diese kleinen und mittleren Unternehmen sehr wesentlich zu einem funktionierenden Wirtschaftsgefüge bei. Das Räumlich-funktionale Entwicklungskonzept Gewerbe (RfEk) des Masterplans Industrie rechnet damit, dass Branchen, die auf Gewerbeflächen angewiesen sind, bis zum Jahr 2030 in Frankfurt am Main einen zusätzlichen Betriebsflächenbedarf zwischen 90 und 140 ha haben werden. Weiter zunehmende Einwohnerzahlen mit entsprechendem Bedarf etwa für Wohn- oder Schulbauflächen machen es dringend erforderlich, langfristig ein quantitativ und qualitativ ausreichendes Flächenangebot für solche Betriebe vorzuhalten. In einigen Großstädten in der Bundesrepublik Deutschland (zum Beispiel Hamburg, Bremen, München, Stuttgart, Potsdam, Augsburg) gibt es bereits oder entstehen unter städtischer Regie und unter teils verantwortlicher Mitwirkung der Handwerkskammern sogenannte "Handwerkerhöfe" als Eigentümer- oder Mietergemeinschaften unter einem Dach. In Hamburg-Ottensen ist seit 2014 zum Beispiel ein selbstverwaltetes Zentrum des Handwerks in Betrieb als Gewerbehof mit Zimmerei, Tischlerei, Instrumentenbau, Polsterei, Sanitärinstallation, Glaserei und Reperaturservice für Haushaltsgeräte. Hingegen wird die "Meistermeile", die 2018 in Hamburg-Eimsbüttel Richtfest feierte, bis zu 70 Handwerksbetrieben moderne Gewerbeflächen zu günstigen Mieten auf vier Etagen bieten, verwaltet durch die stadteigene Hamburger Gesellschaft für Gewerbebauförderung GmbH. Auch in Frankfurt am Main gibt es mit dem HandWERK in der August-Schanz-Straße schon erste Erfahrungen. Aus privater Initiative entstand auf einer Fläche von 1,5 Hektar für bis zu zwölf mittelständische Firmen im Bau- und Ausbaugewerbe ein Zusammenschluss von Handwerksbetrieben an einem Ort mit einer maßgeschneiderten Neubaulösung inklusive eines zeitgemäßen Energiekonzeptes, das mit dem Energiereferat der Stadt Frankfurt entwickelt wurde. Ein Handwerkerhof in einem Frankfurter Stadtteil mit alter Handwerks-Tradition, zum Beispiel Bornheim, mit passenden Produktions- und Lagerflächen sowie ggf. in den oberen Etagen Büro- und Wohnraum für Handwerker kann somit ein modernes Angebot sein für Handwerks- und kleine stadtteilorientierte Betriebe des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes, auch für die jene, die nicht selbst kaufen oder bauen wollen. Der Handwerkerhof wird Synergien schaffen und die Zusammenarbeit zwischen den ansässigen Unternehmen fördern. Das Handwerk gehört in die Stadt, denn es ist auch in guten Stadtlagen mit seinen lokalen Verflechtungen, seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie in seiner Funktion als Dienstleister nicht verzichtbar und sollte auch in Zukunft beste Rahmenbedingungen zu bezahlbaren Preisen vorfinden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.

  1. 25. Januar 2019Sie sind hier
    EE 67Produktbereich: 36 Wirtschaftsförderung Produktgruppe: 36.01 Wirtschafsförderung Zeitgemäße Tradition - Errichtung eines Handwerkerhofes in Frankfurt am Main
    Etatantrag · CDU, SPD, GRÜNE
  2. 17. Mai 2019Antwort des Magistrats · nach 16 WochenBB 196Zeitgemäße Tradition - Errichtung eines Handwerkerhofes in Frankfurt am MainMagistratsbericht
  3. 4. Mai 2022EE 137Produktbereich: 36 Wirtschaftsförderung Produktgruppe: 36.01 Wirtschaftsförderung Projektförderung HandwerkerhöfeEtatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

36.01 Wirtschaftsförderung

Ausgaben 2025: 35 Mio € · im Antragsjahr 2019 13 Mio € — preisbereinigt +127 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 28 · 19.02.2019
TO I, TOP 10
Angenommen
Der Vorlage E 67 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

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