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Produktbereich: 18 Soziales, Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Humanitäre Hilfe für Obdachlose und Wohnsitzlose bei Erkrankung und…

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Produktbereich: 18 Soziales, Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Humanitäre Hilfe für Obdachlose und Wohnsitzlose bei Erkrankung und nach Krankenhausaufenthalt

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
36 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Etatantrag sieht die Einrichtung von Genesungszimmern für obdachlose Menschen in Frankfurt am Main vor, um deren medizinische Versorgung zu verbessern. Dies ist notwendig, da es derzeit keine adäquaten Einrichtungen für die Genesung nach Erkrankungen gibt. Ziel ist es, die humanitäre Unterstützung zu verstärken und die gesundheitliche Situation dieser vulnerablen Gruppe zu verbessern.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. ) Zur Verstärkung der humanitären Unterstützung von Menschen in Obdachlosigkeit oder Wohnungslosigkeit, wird die Ei nrichtung und der Betrieb von "Genesungszimmern" in der Caritas Wohnungslosenhilfe aufgebaut.

Hierfür werden in den Haushalt 2022 einmalig 133.440 Euro eingestellt.

Der Betrag wird dem Haushalt zugesetzt.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Umsetzung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2022 jeweils halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht nach Produktgruppen.

  1. ) Weiterhin ist zu prüfen und zu berichten:

- Wie die medizinische und psychosoziale Betreuung dauerhaft sichergestellt wird

- Ob eine Kooperation mit der Johann Wolfgang-Goethe-Universität im Bereich der Humanmedizin für Studierende entwickelt werden kann (ähnlich der humanitären Sprechstunde)

- Ob das Projekt in die Ausbildung (Praktika) zur Pflege eingebunden werden kann

- Welche weiteren Kostenträger rechtlich eingebunden werden können und wo Drittmittel für die dauerhafte ausreichende Finanzierung zu erlangen sind.

Begründung

Das Leben auf der Straße ist hart. Der tägliche Kampf zu leben und zu überleben in unserer Stadt ist trotz des sichtbaren Wohlstandes Vieler, für die Einzelnen abseits des Wohlstandes schwieriger geworden. Nach wie vor gibt es keine Einrichtung, in der Obdachlose Menschen ohne festen Wohnsitz bei einer Erkrankung wieder gesund gepflegt werden können. Es ist eine humanitäre Aufgabe einer Stadt dafür Sorge zu tragen, dass eine Gesundung ermöglicht wird. Dies zeigte sich gerade während "Corona". Die Versorgung Obdachloser Menschen im erkrankten Zustand ist bisher auf einen als "Notfall" angesehener Krankenhausaufenthalt oder Arztbesuch beschränkt. Eine anschließende Behandlung oder weitere Pflege gibt es nicht. Der humanitäre Ansatz der Stadt Frankfurt soll auch hier zum Tragen kommen, dass dem Grundgesetz folgend jeder das Menschenrecht hat auf: "...auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Artikel 2/2) und weiter: " Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden" (GG Artikel 3/3). Ohne einen persönlichen Schutzraum, in bspw. einer eigenen Wohnung, braucht es einen alternativen Rückzugsort, an denen ein Auskurieren, Behandeln und Beobachten von Krankheiten, Verletzungen und Verläufen möglich ist. Durch die Arbeit der Elisabeth-Straßenambulanz bestehen Vertrauensverhältnisse, die der Zielgruppe das Annehmen von medizinischen Leistungen der Pflege und Behandlung erleichtern.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 4. Mai 2022Sie sind hier
    EE 57Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Humanitäre Hilfe für Obdachlose und Wohnsitzlose bei Erkrankung und nach Krankenhausaufenthalt
    Etatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 16. September 2022BB 361Humanitäre Hilfe für Obdachlose und Wohnsitzlose bei Erkrankung und nach KrankenhausaufenthaltMagistratsbericht
  3. 13. Januar 2023Antwort des Magistrats · nach 36 WochenBB 15Humanitäre Hilfe für Obdachlose und Wohnsitzlose bei Erkrankung und nach KrankenhausaufenthaltMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 8 · 24.05.2022
TO I, TOP 17
Angenommen
Der Vorlage E 57 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfDFRAKTION
Sonstige:
BFF-BIG (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Volt gegen CDU und AfD (= Annahme mit der Maßgabe, dass die Ausgabe aus vorhandenen Mitteln zu leisten ist) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Annahme) BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION (= Ablehnung)

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