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Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Gedenktafel für den Festungs- und Dombaumeister Madern Gerthener

Vorlagentyp: ECDUSPDGRÜNE
2 SitzungenAngenommen
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Begründung

und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Gedenktafel für den Festungs- und Dombaumeister Madern Gerthener Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 241 vom 08.12.2017, Entwurf Haushalt 2018 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2018 - 2021. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26.04.2018, § 2600, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten dem Wunsch der Historisch Archäologischen Gesellschaft und des Ortsbeirates 1 zu entsprechen und für den Festungs- und Dombaumeister Madern Gerthener im Zuge der Neugestaltung des Domplatzes eine Gedenktafel zu errichten. Hierfür werden im Haushalt 2018 EUR 5.000,- zweckbestimmt aus dem Projektförderungstopf "Allgemeine Förderung v. Projekten des Gedenkens und Erinnerns" (21.01) bereitgestellt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Begründung: Der in Frankfurt geborene Baumeister und Bildhauer Madern Gerthener (vor 1370 bis 1431) gehörte zu den großen Baukünstlern der Spätgotik. 1395 trat er als Steinmetz in die Dienste der Stadt und schuf als "Stadt Franckenfurd Werkmeister" ein in diesem Umfang einzigartiges Werk. Vor allem der Dom ist mit Gertheners Namen verbunden. Hier schuf er das erste Maßwerkgewölbe Europas, ein für die Spätgotik typisches Gestaltungselement. Viele bis heute erhaltene Frankfurter Bauwerke tragen seine Handschrift. Dazu zählen der Eschenheimer Turm, die Alte Brücke, die Fenster der Südfassade und das Dreikönigstympanon der Liebfrauenkirche, das Grabdenkmal des Siegfried von Mar-burg zum Paradies in der Nikolaikirche, der Chor der Leonhardskirche oder das Nord-portal der Justinuskirche in Höchst. Vermutet wird auch eine Beteiligung des Dom-baumeisters an der Errichtung von Leinwandhaus und Galluswarte, sowie am Umbau der Patrizierhäuser Römer und Goldener Schwan zum neuen Rathaus. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts prägte das Wirken Madern Gertheners maßgeblich die Architektur des Mittelrheins. Auch in Mainz, Oppenheim, Speyer und Heidelberg wird ihm die Mitarbeit an Bauwerken zugeschrieben. Die Historisch-Archäologische Gesellschaft (HAG) unterstützt seit mehr als 140 Jahren als Förderverein das Historische Museum und das Archäologische Museum. Seit Jahren macht die HAG unter Vorsitz von Frau Dr. Irmgard Burggraf auch mit zahlreichen Führungen und Veranstaltungen auf das Wirken Madern Gertheners in Frankfurt aufmerksam und hat sich in diesem Kontext für die Errichtung einer Gedenktafel ausgesprochen und eingesetzt. Aufgrund der sichtbaren Bedeutung Madern Gertheners für die Stadtgeschichte ist eine Umsetzung dieses Vorschlags zu befürworten. Die geplante Neugestaltung des Domplatzes eröffnet hierzu eine ideale Möglichkeit. Der Ort bietet sich besonders für eine Erinnerung an den Frankfurter Festungs- und Dombaumeisters an, da der Frankfurter Domturm als Madern Gertheners Hauptwerk bezeichnet werden kann.

Inhalt

Etatantrag vom 16.03.2018, E 36

Betreff: Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Gedenktafel für den Festungs- und Dombaumeister Madern Gerthener Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 241 vom 08.12.2017, Entwurf Haushalt 2018 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2018 - 2021. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26.04.2018, § 2600, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten dem Wunsch der Historisch Archäologischen Gesellschaft und des Ortsbeirates 1 zu entsprechen und für den Festungs- und Dombaumeister Madern Gerthener im Zuge der Neugestaltung des Domplatzes eine Gedenktafel zu errichten. Hierfür werden im Haushalt 2018 EUR 5.000,- zweckbestimmt aus dem Projektförderungstopf "Allgemeine Förderung v. Projekten des Gedenkens und Erinnerns" (21.01) bereitgestellt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Begründung: Der in Frankfurt geborene Baumeister und Bildhauer Madern Gerthener (vor 1370 bis 1431) gehörte zu den großen Baukünstlern der Spätgotik. 1395 trat er als Steinmetz in die Dienste der Stadt und schuf als "Stadt Franckenfurd Werkmeister" ein in diesem Umfang einzigartiges Werk. Vor allem der Dom ist mit Gertheners Namen verbunden. Hier schuf er das erste Maßwerkgewölbe Europas, ein für die Spätgotik typisches Gestaltungselement. Viele bis heute erhaltene Frankfurter Bauwerke tragen seine Handschrift. Dazu zählen der Eschenheimer Turm, die Alte Brücke, die Fenster der Südfassade und das Dreikönigstympanon der Liebfrauenkirche, das Grabdenkmal des Siegfried von Mar-burg zum Paradies in der Nikolaikirche, der Chor der Leonhardskirche oder das Nord-portal der Justinuskirche in Höchst. Vermutet wird auch eine Beteiligung des Dom-baumeisters an der Errichtung von Leinwandhaus und Galluswarte, sowie am Umbau der Patrizierhäuser Römer und Goldener Schwan zum neuen Rathaus. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts prägte das Wirken Madern Gertheners maßgeblich die Architektur des Mittelrheins. Auch in Mainz, Oppenheim, Speyer und Heidelberg wird ihm die Mitarbeit an Bauwerken zugeschrieben. Die Historisch-Archäologische Gesellschaft (HAG) unterstützt seit mehr als 140 Jahren als Förderverein das Historische Museum und das Archäologische Museum. Seit Jahren macht die HAG unter Vorsitz von Frau Dr. Irmgard Burggraf auch mit zahlreichen Führungen und Veranstaltungen auf das Wirken Madern Gertheners in Frankfurt aufmerksam und hat sich in diesem Kontext für die Errichtung einer Gedenktafel ausgesprochen und eingesetzt. Aufgrund der sichtbaren Bedeutung Madern Gertheners für die Stadtgeschichte ist eine Umsetzung dieses Vorschlags zu befürworten. Die geplante Neugestaltung des Domplatzes eröffnet hierzu eine ideale Möglichkeit. Der Ort bietet sich besonders für eine Erinnerung an den Frankfurter Festungs- und Dombaumeisters an, da der Frankfurter Domturm als Madern Gertheners Hauptwerk bezeichnet werden kann.Zuständige Ausschüsse: Kultur- und Freizeitausschuss Beratung im Ortsbeirat: 1 Versandpaket: 19.03.2018

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. März 2018 brachten CDU, SPD, GRÜNE diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 12.04.2018 im Kultur- und Freizeitausschusses angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte

Ausgaben 2025: 91 Mio € · im Antragsjahr 2018 72 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 1
Sitzung 21 · 10.04.2018
TO I, TOP 42
Angenommen
Der Vorlage E 36 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
SPDCDUGrüneFDPParteiU.b
Enthaltung:
ÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: SPD, CDU, GRÜNE, FDP, PARTEI und U.B.; sl1 und ÖkoLinX-ARL (= Enthaltung)

Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 20 · 12.04.2018
TO I, TOP 7
Angenommen
Der Vorlage E 36 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

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Ortsbeiratssitzung