Produktbereich: 19 Gesundheit - Finanzierung der KoGi-Lots*innen absichern
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Zusammenfassung
Im Etatantrag wird die Sicherung der Finanzierung des Projekts KoGi-Lots*innen vorgeschlagen, um kultursensible und mehrsprachige Gesundheitsaufklärungsangebote zu gewährleisten. Dieses Projekt hat sich über die letzten zehn Jahre bewährt und trägt maßgeblich zur Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für vulnerable Gruppen der Bevölkerung bei. Die beantragte Summe von 100.000 Euro soll die Qualität und Verbindlichkeit der Angebote erhöhen.
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Idsteiner Straße — 14 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 18.09.2026.
- Mehrgenerationenhaus Gallus dauerhaft sichern18.09.2026 · NR (Antrag Stadtverordnetenversammlung)
- Mehrgenerationenhaus im Gallus für die Zukunft sichern30.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Das Mehrgenerationenhaus Frankfurt im Gallus ist eine wichtige soziale Einrichtung für das Viertel und darüber hinaus. S20.08.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
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Für die Absicherung des Projekts der KoGi-Lots*innen (Kommunale Gesundheitsinitiativen - interkulturell, Trägerverein: Kinder im Zentrum Gallus e.V.), werden in den Haushaltsplan 2026 für das Haushaltsjahr 2026 100.000,- Euro eingestellt.
Der Magistrat informiert unverzüglich nach Beschluss des Haushaltsplans 2026 in der Stadtverordnetenversammlung die Zuwendungsempfangenden über den Zuwendungsgrund und Zuwendungsbetrag des Etatantrags. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in dem Haushaltsjahr 2026 erfolgt, hat ein Budgetübertrag zu erfolgen. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushaltsplans 2026 jährlich zum 30.06. in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Seit mittlerweile über zehn Jahren besteht das Projekt der KoGi-Lots*innen, das in Kooperation von Gesundheitsdezernat und dem Verein Kinder im Zentrum Gallus e.V. durchgeführt wird. Der Verein selbst wurde 1975 als Migrantenselbstorganisation gegründet und ist derzeit an zwei Standorten aktiv: Im Mehrgenerationenhaus der Idsteiner Str. 91, in der sich Einrichtungen und Projekte für alle Altersklassen und in der Friedrich-Ebert-Siedlung, in der sich die Schwerpunkte Ganztagsbetreuung und Familienbildung befinden. Zurzeit werden 150 Mitarbeitende beschäftigt. Darunter Gesundheitswissenschaftler*innen, Psycholog*innen, Ernährungswissenschaftler*innen und Hebammen.
Das Ziel der KoGi-Lots*innen ist es kultursensible und mehrsprachige Gesundheitsaufklärung zu leisten. Nach abgeschlossener dreimonatiger Schulung gehen die ehrenamtlichen KoGi-Lots*innen, die hauptberuflich aus der Altenpflege, Sozialarbeit oder der Erziehungswissenschaft kommen, z.B. in Frauenhäuser, Moscheevereine, Kirchengemeinden, Kulturzentren, Selbsthilfegruppen, Familienzentren, Schulen, Kindertagesstätten, Gemeinschaftsunterkünfte etc. und beraten die Menschen vor Ort. Die Angebote wurden systematisch erweitert und weitere vulnerable Personengruppen erschlossen, u.a. wohnungslose und geflüchtete Menschen. Der Verein entwickelt Angebote dort, wo Bedarfe und Versorgungslücken für Menschen in besonderer Lebenslage entstehen. Ziel ist immer, Zugang zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitswissen zu erleichtern, selbstverantwortliches Gesundheitsverhalten zu fördern und Gesundheitsangebote bereitzustellen. Ein besonderer Blick besteht auf die mit Migration zusammenhängenden gesundheitlichen Risiken, strukturellen Benachteiligungen aber auch vorhandenen Ressourcen.
Gerade in der Pandemie leisteten die KoGi-Lots*innen einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitskommunikation mit zum Beispiel eigenen Impfaktionen. 2022 konnten über 200 Veranstaltungen durchgeführt werden, in denen ca. 1.800 Menschen erreicht werden konnten. Seit Januar 2023 gehören auch aufsuchende Einsätze dazu. Im Angebot befinden sich mehr als 30 verschiedene Sprachen. Viele Frankfurter Einrichtungen arbeiten seit Jahren mit den Gesundheitslots*innen zusammen. Die Einsätze sind für diese kostenlos. Durch das Sprechen in der jeweiligen Muttersprache wird ein besonderes Vertrauensverhältnis geschaffen und Zugänge zum Gesundheitssystem vermittelt.
Mit dem eingestellten Betrag in den Haushalt soll das Projekt gesichert, die Qualität verbessert, die Verbindlichkeit und Zufriedenheit aller gesteigert und die Themen migrantischer Gesundheitsbelastungen und -anliegen stärker eingebracht werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachten GRÜNE, SPD, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.
19.02 Medizinische Dienste und Hygiene
Ausgaben 2025: 5 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: FDP und AfD; GRÜNE, CDU, SPD, Linke und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) FRAKTION (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und fraktionslos gegen CDU (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, FDP, BFF-BIG und AfD (= Ablehnung)