Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Förderung Forschungsobjekt "Mehr (digitale)…
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Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Förderung Forschungsobjekt "Mehr (digitale) Denkmäler für Frauen in Frankfurt"
Zusammenfassung
Im Rahmen des Etatantrags wird ein Forschungsprojekt zur Schaffung von mehr digitalen Denkmälern für Frauen in Frankfurt vorgeschlagen. Dies soll der Sichtbarkeit weiblicher Persönlichkeiten in der Stadt dienen und das Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit in der Erinnerungskultur stärken. Die Umsetzung erfolgt durch die Bereitstellung von insgesamt 60.000 Euro über die Jahre 2024 und 2025.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für das Forschungsprojekt "Mehr (digitale) Denkmäler für Frauen in Frankfurt" werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 30.000 Euro und in das Haushaltsjahr 2025 30.000 Euro eingestellt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
In Frankfurt gibt es - wie in vielen anderen Städten - kaum Denkmäler weiblicher Persönlichkeiten, die in ihrer Stadt oder auch in der Region viel erreicht haben. Neben ausstellungsbezogenen Recherchen wie am Historischen Museum, dem Filmmuseum, dem Institut für Stadtgeschichte und weiteren städtischen Einrichtungen in jüngerer Zeit, Bsp. die Ausstellung Revolutionärinnen, bieten trotz wissenschaftlicher Fundierung leider noch kein umfassendes Bild im Sinne einer weiblichen Frankfurter Erinnerungskultur. Daher ist eine interne oder externe Beauftragung einer Bestandsaufnahme resp. eingehender einschlägiger Recherche für die Erfassung der Daten notwendig. In der Erinnerungskultur muss es auch mehr Gendergerechtigkeit geben, zu viele weibliche Persönlichkeiten sind vergessen oder unsichtbar. Die bereits bestehenden digitalen Angeboten und deren Erweiterung um die Thematik der Ehrung von weiblichen Persönlichkeiten sind für die Sichtbarkeit wichtig. Als besonders geeignet erscheint die relativ aktuelle Frankfurt History App. Durch das Implementieren des an unterschiedlichen Institutionen bereits vorliegenden einschlägigen Contents in die App könnte in Frankfurt eine Diskussion zur Präsenz von verdienten weiblichen Persönlichkeiten im Stadtbild angestoßen werden. Eine inhaltlich fundierte und breite Grundlage dafür bietet die im Rahmen der Ausstellung "Frankfurter Frauenzimmer um 1800" im Historischen Museum Frankfurt 2007-2008 entstandene Internetseite www.frankfurterfrauenzimmer.de. Diese wird sukzessive durch weitere Biografien der verdienten weiblichen Persönlichkeiten ergänzt, zuletzt anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Paulskirche und 2022 um Frankfurter Widerstandskämpferinnen im Nationalsozialismus. Die bereits vorliegenden Daten könnten durch weitere einschlägige Projekte ergänzt und die Breite der Thematik dynamisch ausgebaut werden. Durch die in der App hinterlegten Tools wäre ein partizipativer und interaktiver Ansatz sowie die Verortung der Persönlichkeiten in der Frankfurter Stadtgeschichte möglich. Wenn möglich sollte das Historische Museum mit der vorhandenen Expertise mit in das Forschungsprojekt einbezogen werden. Auch das Frauenreferat Frankfurt recherchiert seit vielen Jahren nach weiblichen Persönlichkeiten aus den vielfaltigsten Bereichen und macht diese mit den jährlichen Kalendern sichtbar. Mit dem Forschungsprojekt ist auch eine Vernetzung der verschiedensten Institutionen für die Geschlechtergerechtigkeit in der Erinnerungskultur verbunden, deren Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden soll.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. Juni 2024Sie sind hierEE 150Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Förderung Forschungsobjekt „Mehr (digitale) Denkmäler für Frauen in Frankfurt“Etatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 2. Februar 2026Antwort des Magistrats · nach 87 WochenBB 44Förderung Forschungsobjekt „Mehr (digitale) Denkmäler für Frauen in Frankfurt“Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)