Entwicklung der Pflegesituation in der Stadt Frankfurt
Zusammenfassung
Der Bericht thematisiert die Entwicklung der Pflegesituation in Frankfurt am Main und hebt die Notwendigkeit hervor, Fachkräfte im Pflegebereich zu gewinnen. Angesichts des demografischen Wandels wird ein steigender Bedarf an Pflegekräften bis 2040 prognostiziert.
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Thema Senioren verfolgenBericht
Die Vorausberechnung des erwarteten Pflegebedarfs beruht auf den Daten der Pflegestatistik gem. SGB XI zum 15.12.2019, da zum Zeitpunkt der Berichterstellung die aktuelleren Daten zur Pflegestatistik 2021 noch nicht vorlagen, sowie einer Bevölkerungsprognose der HessenAgentur, basierend auf den Einwohner:innenzahlen zum 31.12.2021. Zu Frage 1: Nein, da zwischenzeitlich wie vorangehend ausgeführt eine aktuellere Datenbasis vorliegt. Zu Frage 2: Bedingt durch die demographische Entwicklung bekommt auch die vergleichsweise recht "junge" Stadt Frankfurt am Main einen Zuwachs an älteren und hochaltrigen Personen, die eine höhere Wahrscheinlichkeit für Pflegebedürftigkeit haben. Die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften im Bereich der Pflege wird an Bedeutung weiter zunehmen und essenziell, um Pflegebedürftige in den unterschiedlichen ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten zu versorgen und um Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger aufrecht zu erhalten. Ganz besonders im Bereich der Pflege leisten bereits jetzt viele Mitarbeitende eine hervorragende Arbeit, die wir in unserem Land nur halten können, weil wir offen für Menschen aus der ganzen Welt bleiben. Unsere Pflege funktioniert bereits jetzt nur dank dieser Menschen, die uns mit Ihrer Vielfalt bereichern. Wenn unser funktionierendes Wirtschafts- und Sozialsystem nicht kollabieren soll, müssen wir dafür sorgen, dass diese Gemeinschaft nicht von einzelnen in Frage gestellt wird. Zu Frage 3: Gemäß dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 09.06.2022, § 1832, wird ein Frankfurter Pflegerat konzeptioniert und initiiert. Zu Frage 4: Siehe Antwort zu Frage 2 und 3. Detaillierte Aussagen und Statistiken der Pflegedienste zur Personalsituation liegen dem Magistrat nicht vor. Zu Frage 5: Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur liefert seit über zwanzig Jahren im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ein Arbeitsmarkt-Monitoring für den Pflegebereich, den Hessischen Pflegemonitor. Die dazugehörigen Regionaldossiers enthalten auch Vorausberechnungen zum zukünftigen Fachkräftebedarf. Der Erweiterungs- und Ersatzbedarf an Pflegefachkräften wird nicht getrennt nach ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen ausgewiesen, da die Fachkräfte variabel in beiden Versorgungsarten tätig sein können. Im Hessischen Pflegemonitor wird für Frankfurt am Main ein altersbedingter Ersatzbedarf von 369 Vollzeitkräften bis 2030 bzw. 674 Vollzeitkräften bis 2040 ausgewiesen. Hinzu kommt ein demografiebedingter Erweiterungsbedarf von 404 Vollzeitkräften bis 2030 bzw. 939 Vollzeitkräften bis 2040. Zu Frage 6 a - f: Die Rahmenbedingungen (Personalbemessung, Ausbildungsförderung, Integration ausländischer Fachkräfte, Versorgungsstandards usw.) für eine menschenwürdige Pflege und Betreuung in allen genannten Teilbereichen sind durch den Gesetzgeber zu regeln. Wie unter 2. bereits ausgeführt, wird insbesondere der Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften im Bereich der Pflege eine essenzielle Bedeutung zukommen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. November 2023AA 258Entwicklung der Pflegesituation in der Stadt FrankfurtSTVV-Anfrage · AfD
- 23. Februar 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 77Entwicklung der Pflegesituation in der Stadt FrankfurtMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und BFF-BIG (= Kenntnis)