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Binding-Brauerei

Vorlagentyp: B
12 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Magistrat bedauert die Schließungspläne der Binding-Brauerei und sieht darin einen Verlust für die Nahrungsmittelbranche und den Industriestandort Frankfurt. Er setzt sich für den Erhalt der Arbeitsplätze und des Standorts ein und führt Gespräche mit den betroffenen Parteien.

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Thema Stadtplanung verfolgen

Bericht

Zu 1 und 2. Der Magistrat betrachtet die angekündigten Schließungspläne für die Binding Brauerei als Verlust für die Nahrungsmittelbranche sowie den Industriestandort Frankfurt und bedauert die Entscheidung des Unternehmens. Die Binding-Brauerei mit ihren weithin sichtbaren Kupferkesseln bildet ein identitätsstiftendes Ensemble, das das südliche Stadtbild deutlich prägt. Der Magistrat misst der weiteren Entwicklung des Brauereistandorts eine hohe Bedeutung für den Industriestandort Frankfurt bei und setzt sich für dessen Erhalt ein.

Eine Umsetzung der Schließungspläne würde einen hohen Verlust industrieller Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Vielfalt und Identifikation bedeuten. Für die betroffenen Mitarbeiter sind sozialverträgliche Lösungen zu finden, sollte ein Erhalt der Arbeitsplätze trotz der Bestrebungen der Arbeitnehmervertretungen und des Magistrats nicht erreicht werden können.

Zu 3. Dem Magistrat liegen derzeit keine Informationen über die Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel durch die genannten Brauereibetriebe vor. Eine etwaige Rückforderung von Fördermitteln muss abhängig von den Förderbedingungen der betreffenden Fördermaßnahmen und Fördermittelgeber betrachtet werden.

Zu 4 und 5. Der Magistrat führte umgehend nach Mitteilung der Schließungspläne für die Binding Brauerei Gespräche sowohl mit der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe, als auch mit dem Betriebsrat und der Nahrungsmittelgewerkschaft NGG und führt diese seitdem fort mit dem vorrangigen Ziel, Möglichkeiten zum Erhalt des Produktionsbetriebs der Binding Brauerei und der damit verbundenen industriellen Arbeitsplätze zu prüfen.

Der Magistrat machte in den Gesprächen seine Absicht deutlich, den Standort langfristig für gewerbliche Nutzungen und Arbeitsplätze zu erhalten und gemeinsam mit der Radeberger Gruppe im Einklang mit dem bestehenden Planungsrecht und den Leitlinien des Masterplans Industrie weiterzuentwickeln.

Zu 6. Der Magistrat sieht sich in unternehmerischen Entscheidungen als neutraler Akteur. Das bedeutet, dass sich der Magistrat von keiner Partei vereinnahmen lässt. Dem Dialog zur Standortentwicklung mit der Radeberger Gruppe, die mit ihrer Konzernzentrale am Standort Frankfurt am Main verbleibt, sowie dem Betriebsrat und der Nahrungsmittelgewerkschaft NGG wird gleichermaßen hohe Bedeutung beigemessen.

Dem Magistrat sind attraktive industrielle Arbeitsplätze, wie sie bei Binding zweifellos gegeben sind, sehr wichtig. Ihr Erhalt genießt vor diesem Hintergrund eine hohe Priorität. Der Magistrat hat in den Gesprächen mit Mitarbeitern und Vertretern des Betriebsrats wahrgenommen, dass eine hohe emotionale Bindung an die Binding-Brauerei besteht. Dies steht auch mit den zum Teil jahrzehntelangen Karrieren am Standort in Zusammenhang, die ganze Familien betreffen. Deshalb unterstützt der Magistrat das Anliegen der Beschäftigten, für den Erhalt des Brauereistandorts und der damit verbundenen Arbeitsplätze einzutreten, und hat diese Unterstützung in seinen Gesprächen wiederholt zum Ausdruck gebracht.

Zu 7. Der Magistrat führt seine Gespräche mit der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe, dem Betriebsrat und der Nahrungsmittelgewerkschaft NGG fort, siehe Ausführungen zu den Punkten 4 und

5.

Zu 8. Für den Magistrat ist eine Beteiligung an einer Brauerei ausgeschlossen. Bestrebungen des Landes Hessen zu einer Beteiligung sind dem Magistrat nicht bekannt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. November 2022AA 162Binding-BrauereiSTVV-Anfrage · LINKE.
  2. 27. Januar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 12 Wochen
    BB 53Binding-Brauerei
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 5
Sitzung 18 · 24.02.2023
TO I, TOP 59
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 53 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 16 · 14.03.2023
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 53 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPAfDVoltBFF-BIG
Ablehnung:
CDULinkeÖkoLinX-ELF
Sonstige:
FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht) sowie LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Kenntnis)

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