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Mehr Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung und in städtischen Gesellschaften

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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 19.02.2018, B 46

Betreff: Mehr Ausbildungsplätze in der Stadtverwaltung und in städtischen Gesellschaften Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 01.03.2007, § 1470 - E 62/06 CDU/GRÜNE, l. B 36/17 - Seit 2008 berichtet der Magistrat jährlich, erstmals am 22.02.2008 auf der Grundlage der Einstellungsquoten für die Jahre 2006 und 2007. Dieser Bericht legt die Einstellungsquote für das Jahr 2013 zu Grunde. Die Stadt Frankfurt am Main ist ein attraktiver Anziehungs- und Lebensmittelpunkt für Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit unterschiedlichen Lebensentwürfen. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ist in der Zeit von 2010 - 2016 um knapp 11 Prozent angewachsen. Mit dem starken Wachstum der Stadt geht trotz einer stetigen Betrachtung möglicher Effizienzsteigerungen parallel ein Aufgabenzuwachs der Stadtverwaltung einher. Die Stadt und ihre Verwaltung stehen vor herausfordernden Aufgaben, wie Wohnraum, Kindertagestätten und Schulen zu schaffen, ein funktionierendes soziales Netz einschließlich der Integration geflüchteter Menschen ebenso sicherzustellen, wie die laufende Verwaltung. Die Stadtverwaltung leistet dabei einen wichtigen Beitrag für die funktionierende Stadtgesellschaft. Vor diesem Hintergrund, die Handlungsfähigkeit und die notwendigen qualitativ einwandfreie Aufgabenerledigung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sicherzustellen, sieht der Stellenplan 2017 daher Stellenneuschaffungen als unumgänglich vor. Darüber hinaus stehen wir vor der Herausforderung, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre rund 25% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Stadtverwaltung Frankfurt am Main allein durch das Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze verlassen werden. Um den dadurch bedingten Herausforderungen gerecht zu werden und den bereits erreichten hohen Stand an Dienstleistungsqualität sichern zu können, ist ein vorausschauendes und wirkungsvolles, strategisch angelegtes Personalmanagement nötig. Es ist daher unerlässlich, entstehende Vakanzen zeitnah zu besetzen und gleichzeitig einem drohenden Wissensverlust vorzubeugen. Die jährlich festzulegende Einstellungsquote entfaltet vier Jahre später mit der Übernahme der gut ausgebildeten Nachwuchskräfte ihre Wirkung und trägt dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung zu erhalten. Die Ausbildung von Nachwuchskräften ist eine gesamtstädtische Aufgabe und Herausforderung, der aus den vorgenannten Gründen eine immer größere Bedeutung zukommt. Als einer der größten Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet hat die Stadt Frankfurt am Main auch eine besondere Verpflichtung und Verantwortung gegenüber ausbildungsplatzsuchenden jungen Menschen. Der Magistrat stellt sich dieser arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Verantwortung. Dies zeigt sich zum einen in den hohen Ausbildungsquoten. Zum anderen aber auch in dem Bestreben, das Ausbildungsangebot in den nicht speziell für den öffentlichen Dienst ausgebildeten Berufen zu erhöhen bzw. zu erweitern. Eine Ausweitung des Ausbildungs-engagements ist sehr stark von den Möglichkeiten und Kapazitäten der fachpraktischen Ausbildungsstellen in den Ämtern und Betrieben abhängig. Die Ämter und Betriebe stellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach wie vor viele Ausbildungsplätze in den dezentral finanzierten Berufsbildern zur Verfügung und bilden auch weiterhin über den eigenen Bedarf hinaus aus. Das Personal- und Organisationsamt arbeitet eng mit den Ämtern und Betrieben zum Thema Ausbildung von Nachwuchskräften zusammen. Neben der jährlichen Abfrage der Ausbildungsmöglichkeiten, steht die Unterstützung bei Auswahlverfahren und die Durchführung von Werbemaßnahmen zur Imagepflege und Rekrutierung von Auszubildenden im Vordergrund. Außerdem wird Hilfe bei der Implementierung neuer Berufe angeboten. Mittlerweile bietet die Stadtverwaltung neben den Berufen im feuerwehrtechnischen Dienst folgende Ausbildungsberufe und Studiengänge an: Büro und Verwaltung: Ausbildung: Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement Veranstaltungskauffrau/Veranstaltungskaufmann Verwaltungsfachangestellte/-r (Kommunalverwaltung) Studium : Bachelor of Arts in Public Administration Inspektoranwärter/-in (Bachelorstudiengang) Medien und IT Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste (Bibliothek) Fachinformatiker/-in (Anwendungsentwicklung) Fachinformatiker/-in (Systemintegration) Technik und Handwerk: Elektroniker/-in Fachkraft für Abwassertechnik Forstwirt/-in Gärtner/-in (Garten- und Landschaftsbau) Gärtner/-in (Zierpflanzenbau) Kfz-Mechatroniker/-in (Nutzfahrzeugtechnik) Konstruktionsmechaniker/-in Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in Tischler/-in Vermessungstechniker/-in Gesundheit, Pflege und Hygiene: Hygienekontrolleur/-in Hauswirtschafter/-in Medizinische/-r Fachangestellte/-r Tierpfleger/-in (Zoo) Nicht alle genannten Berufe werden in jedem Jahr ausgebildet, einige nur im dreijährigen Turnus, bedingt durch die räumlichen und personellen Kapazitäten in den fachpraktischen Ausbildungsstellen. Aktuell zum Stichtag 31.12.2017 bildet die Stadtverwaltung rd. 600 Auszubildende in 16 Berufen und 22 Berufsbildern aus. Für das Einstellungsjahr 2018 beabsichtigt die Stadt Frankfurt am Main einschließlich der Eigenbetriebe 298 neue Auszubildende, Studierende und Anwärter/-innen, darunter ist auch der feuerwehrtechnische Dienst erfasst, einzustellen. Diese Zahl weicht leicht vom MB 844 ab, da in den fachspezifischen Berufen teilweise noch Nachmeldungen der Ämter und Betriebe erfolgen. Dies ist unproblematisch, da die Aufnahme dieser Zahlen in den jeweiligen MB lediglich nachrichtlich erfolgt. Die Bemühungen der vergangenen Jahre haben zu einer beachtenswerten Erhöhung der Einstellungsquote geführt. Allein in den zentral finanzierten Berufsbildern konnte die Ausbildungsquote seit 2013 um 42% gesteigert werden. Im Personal- und Organisationsamt wurden und werden alle Anstrengungen unternommen, um diese erhöhte Ausbildungsleistung bewerkstelligen zu können, was nicht zuletzt durch die Anmietung des neuen Dienstgebäudes der Liegenschaft Münchener Straße 1 für einen modernen und zukunftsorientierten Ausbildungs- und Schulungsbetrieb möglich ist. Die Steigerung in den dezentral finanzierten Berufsbildern beläuft sich im Vergleich zu 2013 auf 13%. Mit der steigenden Ausweitung der Ausbildungsleistung in den letzten Jahren sind die Kapazitäten der Ämter und Betriebe weitgehend ausgeschöpft. Die kontinuierliche Bedarfsentwicklung lässt einen weiteren Anstieg der Ausbildungsbedarfe erwarten. Dieser Zukunftsprognose folgend sind flankierende Maßnahmen in den Ämtern und Betrieben unumgänglich, wenn auch künftig eine Bedarfsdeckung durch gut ausgebildete Nachwuchskräfte erreicht werden soll. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Stadt Frankfurt am Main durch ein Ausbildungsangebot von insgesamt 298 geplanten Plätzen in 2018 ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zum Jahr 2013 mit 202 Plätzen um 37% erhöhen wird. Die Stadt Frankfurt am Main kommt damit auch ihrer arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Verantwortung als einer der größten Arbeitgeber der Rhein-Main-Region in vorbildlicher Weise nach. Der Magistrat wird im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin auf die Gesellschaften mit städtischer Mehrheitsbeteiligung einwirken, ebenfalls in Sinne des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung tätig zu werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 19. Februar 2018 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf E 62 zurück — Etatantrag von CDU, GRÜNE, beschlossen am 20. Dezember 2006. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 19 · 19.03.2018
TO I, TOP 20
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 46 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION

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