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Bolongaropalast - Konzept und Finanzierung der zukünftigen Nutzung

Vorlagentyp: B
133 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren3 Sitzungen
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Zusammenfassung

Der Bericht beschreibt das Konzept und die Finanzierung der zukünftigen Nutzung des Bolongaropalasts, insbesondere die Erweiterung des Museums Bolongaro um die Porzellansammlung des Historischen Museums Frankfurt. Die Eröffnung des neuen Bolongaro Museums Höchst ist für das 4. Quartal 2023 geplant.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Bericht

Im ersten Quartal 2019 wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Erweiterung des seit 2016 geplanten "Museum Bolongaro" durch die Aufnahme der Porzellansammlung des Historischen Museums Frankfurt (HMF) aus dem sanierungsbedürftigen Kronberger Haus (Bolongarostraße 152) geprüft. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass eine Erweiterung umsetzbar ist und dafür Kosten i.H.v. 3,1 Mio. € entstehen. Das neue "Bolongaro Museum Höchst" erklärt eines der bedeutendsten Baudenkmäler von Höchst und die Geschichte der namensgebenden Einwanderer- und Händlerfamilie, es fokussiert den Blick auf die bedeutende Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts sowie die Pracht ihrer Porzellane, und es präsentiert die Geschichte der Stadt Höchst von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Die Museumserweiterung soll in den historischen Räumen entlang der Enfilade im

  1. Obergeschoss bis in den Ostrisalit hinein untergebracht werden. Im
  2. Obergeschoss sollen die straßenseitigen Räume für Ausstellungen/ Sammlungen genutzt werden. Die gartenseitigen, östlichen Räume dienen als Büro für die Museumsverwaltung. Im Untergeschoss werden neue Lager- und Archivflächen hergerichtet. Durch die Zusammenlegung von "Museum Bolongaro" (Geschichte der westlichen Stadtteile, insbesondere Höchsts, als partizipatives Stadtteil-Museum) und Höchster Porzellanmuseum werden beide Einrichtungen zum neuen "Bolongaro Museum Höchst". Sie sollen vom Historischen Museum Frankfurt betrieben werden. Das Historische Museum hat im Oktober 2020 einen Projektleiter (den Kunsthistoriker und freien Kurator Konstantin Lannert) beauftragt, ein Konzept für das neue Museum zu erarbeiten, unter Berücksichtigung des vom Bolongaro Museumsverein vorgelegten Konzepts und den in der Machbarkeitsstudie vom März 2019 dargestellten Ideen für das Bolongaro Museum. Der Kurator betreut auch die partizipative Begleitung der Museumsplanung durch Mitglieder der kulturell diversen Stadtgesellschaft von Höchst, im Anschluss an das vom HMF entwickelte Konzept des "Stadtlabors". Im Frühjahr 2021 erfolgte im Anschluss an eine europaweite Ausschreibung die Auswahl eines Museografie-Büros (arge Gillmann+Schnegg, Basel). Der Umzug des Porzellanmuseums aus dem Kronberger Haus in den Bolongaropalast erfolgt wahrscheinlich im Jahr
  3. Die Eröffnung soll im
  4. Quartal 2023 erfolgen. Die Kooperation des HMF mit den beiden für das Stadtteilmuseum federführenden Vereinen hat in 2020 begonnen, das Konzept von 2016 wurde gründlich überarbeitet und weiterentwickelt, der Stadtlabor-Prozess mit der Bevölkerung der westlichen Stadtteile wurde begonnen. Das Konzept für die Ausstellungen im "Bolongaro-Museum" mit den zentralen Themen Höchster Porzellan und Familie Bolongaro wird aktuell entwickelt. Das HMF als das Frankfurter Stadtmuseum mit seiner Höchster Dependance (Porzellan Museum im Kronberger Haus) übernimmt die weitere Ausarbeitung. Das seit 2010 vom HMF erarbeitete, partizipative Stadtlabor-Konzept bietet sich in besonderer Weise für die Ausarbeitung des Höchster Stadtteilmuseums an. Dadurch wird eine Beteiligung der Bevölkerung in den westlichen Stadtteilen über den Bolongaro Museumsverein hinaus sichergestellt. Das HMF wird die Verantwortung für das neue "Bolongaro Museum Höchst" im Bolongaropalast übernehmen. Ausstellungsexponate müssen nach Stand der Vorbereitungen und aktuellen Kenntnisse nicht erworben werden, weil die Sammlungen des HMF (einschließlich der umfangreichen Porzellansammlung) sowie die Sammlungen des Höchster Geschichtsvereins ausreichen. Es fallen jedoch Restaurierungskosten an, v.a. für die Exponate aus der Vereinssammlung. Die sonstigen Einrichtungsgegenstände werden in der museografischen Planung durch das Gestaltungsbüro arge Gillmann+Schnegg (Basel) entwickelt und gemäß der Planung in 2022/23 beauftragt bzw. beschafft. Die Modalitäten für die Vermietung und Vergabe der Räumlichkeiten werden aktuell erarbeitet. Im Durchschnitt der letzten 4 Jahre fielen im Dezernat VII Betriebskosten von jährlich 88.000 Euro für das Porzellan Museum im Kronberger Haus an (16.600 € für Betriebskosten Gebäude - diese Mittel werden zur Produktgruppe 30.04 (Dezernat I) transferiert, 71.400 € weitere Betriebskosten stehen als Einsparungen in der Produktgruppe 21.21 (Dezernat VII) für die Zusatzkosten des Betriebes für das "Bolongaro-Museum" zur Verfügung). Durch die Verlagerung des Betriebs des "Museum Bolongaro" in das Historische Museum sind die bisherigen Sachkosten neu zu veranschlagen. Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, § 819/2016 waren für die Sanierung und Neukonzeption des Bolongaropalastes jährliche Sachkosten ausgewiesen worden: Wartung / Bauunterhaltung 297.571,00 € Energiekosten / Wasser 151.159,00 € Reinigung 57.870,00 €. Durch die Integration des Porzellanmuseums in den Bolongaro Palast und die Zusammenführung mit dem "Museum Bolongaro" ist ein geringer Mehrbedarf an Energie- und Reinigungskosten zu erwarten. Die Ansätze für Energie sind um 4.600 € und für Reinigung um 12.000 € zu erhöhen. Der Mehrbedarf von 16.600 € ist innerhalb der Produktgruppe 21.21 durch die gleichzeitige Freigabe des Kronberger Hauses gedeckt. Für das neue "Bolongaro-Museum" fallen Betriebskosten für Bewachung/ Aufsichten, Bürokommunikation und operative Mittel für Programm und Ausstellung von insgesamt jährlich 251.000 € an, wovon ein Mehrbedarf von 126.000 € auf die Integration des Porzellanmuseums entfällt. Für den Betrieb des Kronberger Hauses wurden dafür bisher 71.400 € in der Produktgruppe 21.21 aufgewandt. Für die bisher in 2021 geplante Betriebsaufnahme des bisherigen Museums im Bolongaropalast sind Mittel in Höhe 63.000 € in der Produktgruppe 30.04, Kostengruppe 60, 61, 67 - 69 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen veranschlagt. Weitere 125.000 € sind dort für die Folgejahre vorgesehen. Diese Ansätze sind von der Produktgruppe 30.04 in die Produktgruppe 21.21 zu übertragen. Nach Inanspruchnahme dieser bisher veranschlagten Mittel ergibt sich für den Haushaltsplan 2023 ein Mehrbedarf von jährlich 54.600 € in der Produktgruppe 21.
  5. Die Betriebskosten des Gebäudes für Abschreibung und kalkulatorische Verzinsung erhöhen sich in der Produktgruppe 30.04 um 176.406 €. Die Realisierung des neuen "Bolongaro Museum Höchst macht eine personelle Ausweitung um insgesamt 4 Stellen erforderlich. 1) Leitung Bolongaro Museum EGr. 13 TVöD 96.000 € 2) Büroangestellte/r Verwaltung EGr. 9a TVöD 64.000 € 3) Büroangestellte/r Besucherservice EGr. 7 TVöD 57.000 € 4) Museumsangestellte/r Technik EGr. 6 TVöD 55.000 €. Im Vorgriff darauf wurden für den Stellenplan 2020/2021 2,5 Stellen durch das Dezernat I angemeldet. Diese Stellen können nach aufsichtsrechtlicher Genehmigung des Haushalts 2021 durch das Dezernat VII bewirtschaftet werden (verschoben auf 2022). Weitere 1,5 Stellen werden durch das Dezernat VII für den Stellenplan 2023 beantragt. Die Aufwendungen im Personalbereich belaufen sich sodann auf insgesamt 272.000 € p.a. Da der Betrieb des "Bolongaro-Museums" durch das Historische Museum Frankfurt erfolgt, werden die im Stellenplan 2020/2021 vorgesehenen 2,5 Stellen und das Budget der vorgenannten Stellen in das Dezernat VII übertragen. Es dient zur Kenntnis, dass 50 % der Stundenanteile der Stelle 3200-01 0025 (Kuratorin A 13), die derzeit für das Kronberger Haus verwendet werden, ebenfalls in das neue Museum eingebracht werden. Die Kriterien für das neue Restaurant werden derzeit erarbeitet. Trägerin des Kinos im Bolongaropalast soll die Volkshochschule Frankfurt am Main werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. Mai 2019NRNR 871Bolongaropalast - Konzept und Finanzierung der zukünftigen NutzungSTVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
  2. 2. Dezember 2019BB 463Bolongaropalast - Konzept und Finanzierung der zukünftigen NutzungMagistratsbericht
  3. 3. Dezember 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 133 Wochen
    BB 415Bolongaropalast - Konzept und Finanzierung der zukünftigen Nutzung
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
OBR 6
Sitzung 7 · 11.01.2022
TO I, TOP 62
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 415 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 5 · 15.02.2022
TO I, TOP 22
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 415 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELF
Sonstige:
Gartenpartei (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Kenntnis)

Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 5 · 17.02.2022
TO I, TOP 20
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 415 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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