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Gewaltpotential unter Jugendlichen in Frankfurt

Vorlagentyp: B
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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 12.08.2013, B 395

Betreff: Gewaltpotential unter Jugendlichen in Frankfurt Vorgang: A 360/13 FDP

  1. Wie äußert sich der Magistrat zu den gewalttätigen Übergriffen von Jugendlichen auf den Sportplätzen, in den Schulen und auf Frankfurts Straßen? Der Magistrat ist besorgt über Gewalt, die von Jugendlichen ausgeübt wird und daher seit Jahren bemüht, bereits im präventiven Bereich geeignete Maßnahmen zu unterstützen. In den Schulen werden im Zusammenwirken mit der Polizei und dem Verein Kinder- und Jugendhilfe Frankfurt e.V., verschiedene Programme im präventiven Bereich gefördert. So kooperieren beispielsweise die Jugendkoordinatoren der Polizei mit sämtlichen Einrichtungen, die mit Jugendarbeit betraut sind. So wurden u.a. mit polizeiexternen Einrichtungen Präventions- und Deeskalationskonzepte wie "Eigenständig werden", "Prävention im Team" sowie "Cool sein, cool bleiben" entwickelt, die sich in der Praxis bewährt haben. Vorkommnisse wie der Fall in Bergen-Enkheim können nicht als Maßstab für den Bereich der Gewaltkriminalität (Jugendliche) herangezogen werden, da es sich in der Ausführung um einen besonderen und außergewöhnlichen Fall handelt. Darüber hinaus unterstützt der Magistrat Programme wie Anti-Gewalt-Training und Anti-Gewalt-Seminare für Jugendliche, sowie soziale Trainingskurse und ähnliche Maßnahmen, die geeignet sind, Jugendliche dazu zu bringen gewalttätiges Verhalten zu reflektieren und zu verändern. Grundsätzlich gilt, dass Sportplätze, Schulen und Frankfurts Straßen kein Hort von extremer Jugendgewalt sind. Im Gegenteil, gemäß der Frankfurter Schülerbefragung des Präventionsrates fühlen sich Schülerinnen und Schüler in ihren Schulen sicher und gut aufgehoben. Die vielfältigen Präventionsmaßnahmen an Schulen mit den Programmen wie "Eigenständig werden", "Prävention im Team" und das Frankfurter Schultheaterstudio sind wichtige Bausteine, die zu einem friedlichen und harmonischem Schulalltag beitragen (vgl. Angebotsprogramm unter www.gewalt-sehen-helfen). Bei den Vorfällen auf den Fußballplätzen ist stets sorgfältig zu unterschieden, ob es sich um Probleme der Spieler, der Zuschauer oder der Fans handelt. In den rund 100 Frankfurter Fußballvereinen mit ca. 32.000 Mitgliedern kommen viele der 13.000 Kinder- und Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Nationen und sozialen Schichten. Die Leistung der ehrenamtlich agierenden Vereinsverantwortlichen, die den wöchentlichen Trainings- und Spielbetrieb organisieren, ist auch unter gewaltpräventiven Aspekten nicht hoch genug einzuschätzen. Der Magistrat unterstützt daher seit vielen Jahren Vereine und Initiativen, die sich mit dem Thema Sport, Gewalt und Prävention auseinandersetzen, wie die Projekte des Sportkreises und der Sportjugend Frankfurt, die mit dem Ansatz einer sportorientierten Sozialarbeit im Umgang mit Jugendlichen aus schwierigem sozialem Umfeld nachhaltige Erfolge erzielen konnten. Nachtsportprojekt, Bolzplatzliga, Boxcamp, Sportjugendhäuser, Fanprojekt sind hier beispielhaft zu nennen. Sowohl Sportkreis und Sportjugend wurden neben dem VfL Goldstein, dem Frankfurter Turnverein 1860 und den Fraport Skyliners bereits mit dem Integrationspreis unserer Stadt ausgezeichnet. Bewegung, Spiel und Sport sind grundsätzlich wichtige Bestandteile der Jugendkultur und haben eine starke Dominanz im Freizeit- und Lebensverhalten junger Menschen. Sport und Fußball haben eine integrative, verbindende und erzieherische Wirkung. Die sozialen Dimensionen des Sports und des Fußballs greifen aber nur dann auch im Sinne einer Sportsozialarbeit, wenn die eigentlichen positiven Werte des Sports kultiviert und hervorgehoben werden. Die Ideale des Sports, wie Fairness, Freundschaft und Teamgeist müssen stets im Vordergrund stehen und in den Focus der Vereinsarbeit gerückt werden. Der Magistrat hat mit der "Frankfurter Erklärung" und einem 10 Punkte Programm gemeinsam mit dem hessischen Fußballverband und den maßgeblichen Beteiligten des Frankfurter Amateurfußballs die notwendigen Initiativen ergriffen, um auch perspektivisch dafür zu sorgen, dass im Spielbetrieb auch mit Unterstützung der Vereine gewalttätigen Tendenzen schon im Ansatz entgegengewirkt wird.
  2. Kann der Magistrat Auskunft über die unterschiedlichen Gewaltintentionen unter Jugendlichen geben? Zeichnen sich bestimmte Tendenzen in Frankfurt ab? Über die Gründe körperlicher Auseinandersetzungen von Jugendlichen untereinander und über bestimmte Tendenzen gibt es in der einschlägigen Forschung umfängliche Ausarbeitungen und Ansichten. Spezielle, für Frankfurt gültige, Besonderheiten lassen sich aus Sicht des Magistrats nicht objektivieren. Einige Gewalttheorien gehen davon aus, dass Gewaltbereitschaft und Anwendung von Gewalt erlerntes Verhalten ist. Das Lernen erfolgt zum einen durch Beobachtung und zum anderen durch erfolgreiche Anwendung. Verstärkt wird der Lernerfolg noch dadurch, dass mit der Gewaltausübung in der Regel ein Machtgewinn verbunden ist, der positiv empfunden wird. Wenn in Peergroups Gewalt ein anerkanntes Mittel zur Durchsetzung der eigenen Interessen ist oder in den Medien Gewalt als Normalität dargestellt wird, trägt das ebenfalls zur Verstärkung einer vorhandenen Gewaltneigung bei. Um die Frage nach Tendenzen bei Gewalt zwischen Jugendlichen zu beantworten, wurde das Berichtswesen der offenen Kinder- und Jugendarbeit von 2009 bis 2011 ausgewertet. Im Jahresbericht machen die Träger Aussagen zu aggressivem und gewalttätigem Verhalten von jungen Menschen in den Einrichtungen. Bei der Frage nach Tätlichkeiten zwischen Besuchern konnten die Träger getrennt nach Geschlecht "nie", "kaum", "gelegentlich" oder "häufig" ankreuzen. Die Auswertung der letzten 3 Jahre ließen keine Tendenz erkennen. Das gewalttätige Verhalten der Besucherinnen und Besucher untereinander wird von den über 100 Einrichtungen mit insgesamt 10.000 Stammbesucherinnen und Stammbesuchern über die drei Jahre hinweg als konstant eingeschätzt. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die überwiegende Zahl der jungen Menschen in Frankfurt sich rechtskonform verhält und Jugenddelinquenz in der Regel eine episodenhafte Erscheinung ist. Bei der Verteilung der Deliktsbereiche erfasst die Gewaltkriminalität bei Jugendlichen und Heranwachsenden 11,7% aller Deliktsfelder (Quelle: Polizeiliche Jahresstatistik 2012)
  3. Gibt es besondere Impulse und soziale Einflüsse, die aus Sicht des Magistrates eine Rolle spielen? Wenn ja, welche sind diese und mit welchen Maßnahmen will der Magistrat diesen entgegenwirken? Wenn nein, geht der Magistrat davon aus, dass es sich bei der Gewalt unter Jugendlichen lediglich um vereinzelte Vorfälle handelt? Gewalttätige Übergriffe von Jugendlichen richten sich meist gegen Gleichaltrige und beruhen auf höchst unterschiedlichen und individuellen Hintergründen. Gruppengewaltkriminalität kann z. B. ethnisch-kulturelle Hintergründe haben oder sich über lokale Zweckbündnisse definieren. Insgesamt geht die Tendenz zu lockeren Verbänden statt zu festen Cliquen. Viele lokale Brennpunkte, die in früheren Jahren immer wieder Schauplatz von gewaltbeladenen Auseinandersetzungen waren, konnten mittlerweile durch intensive Präventionsarbeit der Regionalräte, der Polizei und des "Frankfurter Programms - Aktive Nachbarschaft" beseitigt werden. Wichtig ist die intensive und frühzeitige Präventionsarbeit auch auf dem Gebiet des Alkoholkonsums von Kindern und Jugendlichen. Intensiver Alkoholkonsum ist beispielsweise ein Faktor für die Ursachen von aggressivem Verhalten und enthemmt Jugendliche, die dann ihre Grenzen überschreiten. Darüber hinaus gibt es noch eine Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse, die sowohl soziales Umfeld, Situation in den Familien als auch persönliche Dispositionen Einzelner in Bezug auf Gewaltbereitschaft beleuchten. Der Magistrat setzt auch hier auf präventive Modelle und die entsprechende Nachsorge in diesem Bereich. Des Weiteren ist der Magistrat mit dem Modellprojekt "Haus des Jugendrechts" bereits auf einem sehr guten Weg. Durch verstärkte Aufmerksamkeit schon bei kleineren Vergehen frühzeitig einzugreifen und auf die betroffenen Jugendlichen einzuwirken, dient dem Ziel, künftig ein straffreies Leben zu führen. Dies wird nicht in jedem Einzelfall gelingen, im Bereich des bestehenden Haus des Jugendrechts in Frankfurt Höchst gibt es schon beachtliche Erfolge im Bereich der Diversion und dem Rückgang von Straftaten allgemein. Für den Bereich der gefährlichen Körperverletzung lässt sich seit 2010 hier ein Rückgang um ca. 10% feststellen. Der Magistrat sieht sich daher auf dem richtigen Weg dieses so erfolgreiche, Behörden übergreifende Modell fortzusetzen und im Frankfurter Norden noch in diesem Jahr ein zweites Haus des Jugendrechts zu eröffnen.
  4. Liegen dem Magistrat Zahlen vor, wie viele gewalttätige Übergriffe es von Jugendlichen in Frankfurt in den letzten zwei Jahren gab? Wenn ja, wie viele Übergriffe von Jugendlichen auf Jugendliche und auf ältere Mitmenschen gab es? Wenn nein, wieso wurden die Zahlen bis dato nicht erfasst? Gemäß der Definition der Polizeilichen Kriminalstatistik werden unter den Begriff der Gewaltkriminalität der Versuch und die Vollendung von Mord / Totschlag, Vergewaltigung / sexuelle Nötigung, Raub / räuberische Erpressung / räuberischer Angriff, Körperverletzung mit Todesfolge, gefährliche / schwere Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub sowie der Geiselnahme subsumiert. Die einzelnen Delikte und Aufschlüsselungen der Fallzahlen (Tatverdächtige unter 18 Jahren) für die Jahre 2011 / 2012 sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Deliktsart 2011 2012 Mord / Totschlag 0 1 Vergewaltigung / sexuelle Nötigung 11 5 Raub / räub. Erpressung / räub. Ang. 142 143 Körperverletzung mit Todesfolge 0 0 gefährliche / schwere Körperverletzung 247 187 erpresserischer Menschenraub 0 0 Geiselnahme 0 0 Seit vielen Jahren hat das Spektrum der Gewaltkriminalität in Frankfurt am Main an der jährlich erfassten Gewaltkriminalität nur einen Anteil von ca. 3 %. In der Addition der Gesamtzahlen der Tatverdächtigen unter 18 Jahren ergibt sich im Vergleich zwischen den Jahren 2011 (400) und 2012 (336) sogar ein Rückgang bei den Fallzahlen in dem genannten Bereich, obwohl die Fallzahlen in der Betrachtung aller Altersgruppen von 2011 (3197) auf 2012 (3335) um 4,3% gestiegen ist (vgl. 2007, 3370 Fälle insgesamt). Eine Opferstatistik wird nicht geführt. Der Magistrat verweist des Weiteren auf die Zahlen des Berichtes der Jugendgerichtshilfe für 2012, der allen Fraktionen des Ausschusses für Soziales und Gesundheit bereits zugegangen ist. Dort liegen die folgenden Zahlen vor, die auf die Bereiche Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung spezifiziert sind (die Prozentangabe bezieht sich auf den Anteil der gefährlichen Körperverletzung): 2012 Körperverletzung davon gef. Körperverletzung Prozent 14 Jahre 34 Delikte 21 Delikte 62% 15 Jahre 50 Delikte 35 Delikte 70% 16 Jahre 70 Delikte 44 Delikte 63% 17 Jahre 79 Delikte 54 Delikte 68% gesamt 233 Delikte 154 Delikte 66% 2011 Körperverletzung davon gef. Körperverletzung Prozent 14 Jahre 37 Delikte 25 Delikte 68% 15 Jahre 61 Delikte 37 Delikte 61% 16 Jahre 71 Delikte 44 Delikte 62% 17 Jahre 80 Delikte 51 Delikte 64% gesamt 249 Delikte 157 Delikte 63% Jahr Delikte gesamt Anteil KV Anteil gef. KV Prozent KV/gef. KV 2011 2124 249 157 12% / 7% 2012 1907 233 154 12% / 8%
  5. Ist dem Magistrat das Durchschnittsalter der jugendlichen Angreifer bekannt? Wenn ja, wie alt waren die Jugendlichen, die in den letzten zwei Jahren an Übergriffen beteiligt waren? Wenn nein, sieht der Magistrat vor, diese Daten zukünftig zu erfassen, um sich einen Überblick über die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in Frankfurt zu machen? Aus den o.g. Tabellen ergibt sich ein Durchschnittsalter von 16 Jahren in der Tataltersgruppe der Jugendlichen (14-17 Jahre).
  6. Mit welchen konkreten Maßnahmen will der Magistrat gegen die Gewalt unter Jugendlichen vorgehen? Hält der Magistrat die derzeit vorhandenen Angebote zur Gewaltprävention für ausreichend? Wie bereits erläutert, ist der Magistrat der Auffassung, dass die vorhandenen Präventionsmaßnahmen ausreichend sind. Eine Erweiterung ergibt sich aus dem geplanten weiteren Ausbau der Häuser des Jugendrechts und dem damit verbundenen schnelleren und passgenaueren Zugriff auf die betreffenden Jugendlichen. Die Angebote der institutionellen Jugendhilfe stärken Kinder, Jugendliche und Familien und fördern sie in ihrer Entwicklung. Sie sind somit ebenfalls ein wichtiger Bestandteil im Präventionskonzept der Stadt Frankfurt. Darüber hinaus sind noch zwei gezielte Angebote zur Gewaltprävention zu nennen: An 17 Frankfurter Schulen gibt es das Gewaltpräventionsangebot PiT-Hessen. Hier unterrichtet ein Team aus Lehrerinnen und Lehrern, Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in den 7. und
  7. Klassen Handlungsstrategien zur Gewaltvermeidung und wie man in Konfliktsituationen interveniert, ohne sich selbst zu gefährden. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frankfurter Jugendhilfeeinrichtungen werden alljährlich Fortbildungen zur Gewaltprävention und -Intervention angeboten. Die Stadt Frankfurt fördert seit dem Jahr 2008 Jugendhilfeangebote in Schulen. Derzeit werden Projekte an 37 Schulen gefördert, darunter alle Schulen mit Bildungsgang Hauptschule sowie je sechs Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen und sechs Realschulen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Angebote ist entsprechend den vom Jugendhilfeausschuss beschlossenen Rahmenstandards für das Förderprogramm das Soziale Lernen. Dieser Angebotsbaustein ist für alle Angebote der Jugendhilfe in der Schule verbindlich. Soziales Lernen findet sowohl im Rahmen von klassenbezogenen Angeboten während der Unterrichtszeit, wie auch in Gruppenangeboten am Nachmittag oder in den Ferien statt. Dabei arbeiten Sozialarbeiterinnen, Sozialarbeiter und Lehrkräfte eng zusammen. Die Angebote beginnen durchgehend bereits am Anfang der Klassenstufe
  8. Ein wesentlicher Schwerpunkt im Sozialen Lernen ist der Umgang mit Konflikten. Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Konflikte konstruktiv löst, ohne Gewalt anzuwenden. Dazu gehört auch, sich nicht auf eine Eskalation einzulassen, wenn andere sich provozierend verhalten. Zur Bearbeitung von Konflikten gibt es an vielen Schulen Streitschlichterteams. Hier werden Schülerinnen und Schüler besonders geschult, um im Konfliktfall zu moderieren und zu schlichten. Dahinter steckt die Überzeugung, dass sich Eskalationen nur dann effektiv verhindern lassen, wenn so frühzeitig wie möglich ein positiver Umgang mit Konflikten eingeübt wird, die soziale Gemeinschaft gestärkt wird, gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Toleranz gefördert werden, und die Jugendlichen und ihre Peergruppen intensiv einbezogen werden. Die Schulen, an denen diese Angebote durchgeführt werden, berichten durchgehend, dass diese Programme erfolgreich sind, sich das Schulklima verbessert und dass Gewaltvorfälle zurückgehen.
  9. Kann der Magistrat Auskunft darüber geben, wie die aktuelle Zusammenarbeit zwischen Sport- und Jugendvereinen und sogenannten Streetworkern in Frankfurt aussieht? Wie viele Streetworker sind in Frankfurt aktuell unterwegs? Im Bereich der Jugend- und Jugendsozialarbeit bezuschusst die Stadt Frankfurt am Main zur Zeit über 100 Angebote in den Stadtteilen Frankfurts. Im Bereich der offenen Kinder und Jugendarbeit, die in Stadtteilen mitunter auch aufsuchende Arbeit leistet, ist auf Grundlage des Strukturmodells zur Stellenausstattung Personal im Umfang von mehr als 250 Vollzeitäquivalenten tätig. Darüber hinaus gibt es zwölf Einrichtungen der aufsuchenden Jugendarbeit bzw. Streetwork mit über 25 Vollzeitäquivalenten. Weiterhin gibt es Jugendhilfeangebote an insgesamt 37 Schulen. Die Art der Zusammenarbeit der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der aufsuchenden Arbeit mit anderen Akteuren vor Ort gestaltet sich je nach Anlass und Hintergrund. Neben individuellen Absprachen können auch Stadtteilgremien wie z. B. der Stadtteilarbeitskreis oder Regionalrat einbezogen sein.
  10. Hat der Magistrat vor, in Zukunft mehr Streetworker in Frankfurt einzusetzen? Wenn ja, wie sollen diese möglichst effektiv eingesetzt werden? Wenn nein, glaubt der Magistrat, dass (es) bereits ausreichend Streetworker in Frankfurt gibt? Neben Streetwork Innenstadt und Walkman der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gibt es über das gesamte Stadtgebiet verteilt 11 Angebote an aufsuchender Jugendarbeit. Diese Angebote verschiedener freier Träger werden von der Stadt Frankfurt am Main finanziert. Von daher hält der Magistrat das bestehende Angebot an aufsuchender Jugendarbeit für bedarfsgerecht und ausreichend. Komplementierend sollen, orientiert an den neun Sozialrathausbezirken, für das gesamte Stadtgebiet Planungskonferenzen durchgeführt werden. Ziel der Planungskonferenzen ist es, die Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu optimieren, die bestehenden Angebote besser zu verzahnen und auf die Bedürfnisse der Adressaten abzustimmen. Die Anliegen zur sozialen Infrastruktur können in diesem Rahmen thematisiert und bearbeitet werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. Mai 2013AA 360Gewaltpotenzial unter Jugendlichen in FrankfurtSTVV-Anfrage · FDP
  2. 12. August 2013Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 Wochen
    BB 395Gewaltpotential unter Jugendlichen in Frankfurt
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf6 Beratungen
KAV
Sitzung 15 · 26.08.2013
TO II, TOP 106
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 395 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 22 · 29.08.2013
TO I, TOP 39
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 395 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 22 · 02.09.2013
TO I, TOP 34
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 395 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPFreie WählerRömer
Sonstige:
Linke (Kenntnis)Piraten (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und Piraten (= Kenntnis)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 22 · 05.09.2013
TO I, TOP 25
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 395 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 22 · 09.09.2013
TO I, TOP 35
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 395 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie Wähler
Sonstige:
Piraten (Kenntnis)Römer (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten und RÖMER (= Kenntnis)

Jugendhilfeausschusses
Sitzung 14 · 08.10.2013
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 395 dient zur Kenntnis. Beschlussausfertigung(en): § 3568,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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