Museum der Weltkulturen braucht eine neue Konzeption für die Weiterarbeit
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 27.08.2012, B 376
Betreff: Museum der Weltkulturen braucht eine neue Konzeption für die Weiterarbeit Vorgang: A 165/12 SPD Zu 1: Die inhaltliche Konzeption für das Museum der Weltkulturen entspricht weiterhin der Konzeption, die die Direktorin beim Antritt ihrer Position sowie bei der Ausarbeitung der Raumplanung für den Wettbewerb entwickelt hat. Das Museum sieht weiterhin seine Aufgabe darin, durch Ausstellungen, Veranstaltungen und ein weitgefächertes Bildungsprogramm sowie durch wissenschaftliche Forschung seine ethnologische Sammlung beispielhaft erkennbar zu machen.
Zu 2: Das Museum ist bestrebt, mit der historischen Sammlung im Mittelpunkt der Öffentlichkeit anthropologische und ethnologische Kenntnisse zu vermitteln, und diese neuen und verwandten Perspektiven aus anderen Disziplinen und Bereichen wie zum Beispiel Gegenwartskunst, Mode, Design, Film und Literatur gegenüberzustellen.
Zu 3: Die Ausstellungsräume in den Villen Schaumainkai 29 (Hauptgebäude, circa 600m2) und Schaumainkai 37 (Green Room, circa 90m2) werden weiterhin für wechselnde Ausstellungen benutzt. Auf Grund des weiterhin bestehenden Raummangels legt das Museum nun verstärkt das Gewicht auf die Arbeit in Bildung und Vermittlung. Die Präsenzbibliothek, das Bildarchiv und die Programme für Kinder, Schulen sowie Erwachsenenbildung finden sowohl im 2.OG der Villa Schaumainkai 29 wie in den Räumen der Villen Schaumainkai 35 und 37 statt.
Zu 4: Wie in Punkt 2. erläutert, steht die Sammlung im Mittelpunkt jeder Wechselausstellung des Museums. Nach der jetzigen Ausstellung "Objekt Atlas - Feldforschung im Museum" wird eine Ausstellung zum Thema Weltmode vorbereitet, in der überwiegend Sammlungsobjekte, Fotografien, und Filme des museumseigenen Bildarchivs zusammen mit neuem Modedesign aus Afrika, Australien und Europa gezeigt werden. Für 2013 wird eine Ausstellung zur Geschichte der ethnographischen Sammlung des Museums in Beziehung zu der internationalen Händlertätigkeit von Frankfurt vorbereitet.
Zu 5: Um Besuchern bedeutende Schätze der Sammlung des Museums zeigen zu können, wird nach externen Ausstellungsorten gesucht.
Zu 6: Kooperationen werden angestrebt. Gespräche mit der Leitung des Museums für Angewandte Kunst wurden aufgenommen, ebenso mit dem Senckenberg Museum sowie mit anderen kulturellen und Bildungseinrichtungen, zum Beispiel die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode, die Städelschule und die HFG Offenbach.
Zu 7: Die Ausstellungsvilla wurde nach einer 15-monatigen Restaurierungsphase Ende Januar 2012 wieder eröffnet. Daher kann die Entwicklung der Besucherzahlen nur für die letzten 6 Monate berücksichtigt werden. Diese zeigt eine positive Entwicklung, aber durch die sehr lange Schließungszeit muss sich das Museum erst wieder bei den Besuchern in Erinnerung rufen. Dafür ist positiv festzustellen, dass das Bildungsprogramm mit der Abendschule, die Vorträge, Workshops und die Führungen in den Depots sehr gut angenommen werden. Vor allem die Vorträge sind stärker besucht als vor der Schließung.
Zu 8: Begleitend zu der Ausstellung "Objekt Atlas - Feldforschung im Museum" wird das Museum ab Oktober zwei Sonderausstellungen zu dem Thema Kunst, Kultur und Literatur Neuseelands (Gastland der Buchmesse) im 2. Stockwerk des Weltkulturen-Labor präsentieren. Ab dem 6. November 2012 eröffnet die große Weltmoden-Ausstellung: "TRADING STYLE The Global Street". Für die Ausstellung ist eine Kooperation zum Thema interkulturelle Bildung mit der Anna-Schmidt Schule geplant. Mit der Gewinnung zusätzlicher Medienpartner, darunter Arte, Journal Frankfurt, Frankfurter Allgemeine Zeitung und hr2 Kultur, wird die Wirkung der Werbemaßnahmen und somit der Bekanntheitsgrad des Museums gesteigert. Des Weiteren werden die Plakatierungen auf das Umland Frankfurt, Kreis Hochtaunus erweitert. Um auch jüngere Zielgruppen anzusprechen, ist das Museum nun auch in den Social Medias, wie zum Beispiel bei Facebook, vertreten. Ergänzend zu dem ausführlichen Bildungs- und Vermittlungsprogramm, bietet das Museum der Weltkulturen ein neues Abendschulprogramm zum Thema Musik mit dem Titel "The World Through Your Ears", sowie Vorträge und Workshops zur Mode mit Sammlungsobjekten und Filmen des Bildarchivs an. Für Jugendliche und Kinder gibt es ein vielfältiges Ferienprogramm. Das "Weltkulturen Open Lab", gesponsert von Cocomore, wird die neue digitale Werkstatt des Museums werden. Ab dem Herbst 2012 wird Online-Besuchern weltweit die Möglichkeit gegeben, sich virtuell mit Sammlungsobjekten zu beschäftigen und ihre eigenen virtuellen Forschungsexpeditionen zu entwickeln. Ferner werden Schreibworkshops für Jugendliche in Kooperation mit der Crespo Stiftung und Joblinge gemeinnützige AG Frankfurt veranstaltet.
Zu 9: Die Erweiterung wird wieder aufgenommen, sobald es die Haushaltslage der Stadt Frankfurt erlaubt.
Zu 10: Es liegt ein überzeugender Architektenentwurf für einen Erweiterungsbau vor, der die programmatische Konzeption des Museums umsetzen kann. Durch die temporäre Präsentation zentraler und bedeutender Sammlungsobjekte an anderen externen Ausstellungsorten wird die Sammlung der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden und die Notwendigkeit eines Erweiterungsbaus für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger plausibel werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. Mai 2012AA 165Museum der Weltkulturen braucht eine neue Konzeption für die WeiterarbeitSTVV-Anfrage · SPD
- 27. August 2012Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 376Museum der Weltkulturen braucht eine neue Konzeption für die WeiterarbeitMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FREIE WÄHLER gegen FAG und FDP (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP und RÖMER gegen SPD (= Kenntnis als Zwischenbericht) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE., FREIE WÄHLER und Piraten (= Kenntnis)