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Projekt .Soziale Stadt.

Vorlagentyp: B
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Bericht des Magistrats vom 02.06.2006, B 295

Betreff:

Projekt "Soziale Stadt"

Vorgang:

l. Beschl. d. Stv.-V. vom 18.09.2003, § 5947

- OA 870 OBR 3, B 168/03 -

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.12.1999 hatte die Stadt Frankfurt am Main unter dem Titel "Frankfurt – Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften“ einen neuen Arbeits- und Themenschwerpunkt gesetzt und es wurden in sechs verschiedenen örtlichen Bereichen des Stadtgebietes Quartiere im Rahmen des vorgenannten kommunalen Programms eingerichtet.

Ziel des städtischen Programms "Frankfurt – Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften“ ist es, positive Zukunftsperspektiven von Wohngebieten zu unterstützen. Die Wohn- und Lebenssituation soll soweit möglich durch eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie durch die Sanierung des baulichen Zustandes der Häuser und des Wohnumfeldes verbessert werden. Die vorhandene Infrastruktur soll im Hinblick auf den aktuellen und auf den zukünftigen Bedarf permanent überprüft werden.

Im Rahmen des Programms sollen zur Stabilisierung der Wohn- und Lebenssituation im Stadtteil zusammen mit den dort wohnenden Bürgerinnen und Bürgern entsprechende Konzepte entwickelt und realisiert werden.

Zielrichtung des kommunalen Programms "Frankfurt - Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften" ist eine prozesshaft auf Nachhaltigkeit verpflichtete Veränderung, Verstetigung und Schaffung von gemeinwesenorientierten sozialen Interaktionen möglichst aller Bewohner eines Quartiers. Die Leistungen aller Beteiligten sind, auch durch ihre Tätigkeit selbst, einem ständigen Wandel unterworfen. So können zu Beginn und im Laufe eines Projektes nur die übergeordneten Zielkorridore benannt werden. Der Erreichungsgrad der Ziele unterliegt der ständigen Prüfung durch die Projektsteuerung im Amt für Wohnungswesen und den Trägern der Gemeinwesenarbeit, die das Quartiersmanagement stellen. Als übergeordnetes Ziel in allen Teilbereichen des gesamten Prozesses wird die Nachhaltigkeit gestellt.

Vier dieser sechs Quartiere wurden zu Ende des Jahres 2004 aus diesem Programm entlassen, da die Maßnahmen beendet sind. Für diese ehemaligen Quartiere (Fechenheim, Preungesheim, Goldstein und Sossenheim) ist ein Abschlussbericht in Vorbereitung, der in Kürze veröffentlicht wird.

Die Stadt Frankfurt am Main hat sich – aufgrund der positiven Erfahrungen - mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.12.2004, § 8341, dazu entschlossen, vier neue Quartiere innerhalb des Stadtgebietes für dieses Projekt auszuweisen. Dabei sollen die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse der beteiligten Träger des Quartiersmanagements und der Projektsteuerung im Amt für Wohnungswesen als nutzbringender Wissenstransfer in die neue Quartiersarbeit fließen.

Gemäß dem vorgenannten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.12.2004, § 8341, sollten ab dem Jahr 2005 in folgenden vier Quartieren die neuen Projekte des kommunalen Programms "Frankfurt – Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften“ starten:

- Nordweststadt: Praunheimer Weg, Bernadottestraße, Heilmannstraße

Träger: Diakonisches Werk Frankfurt am Main

Quartiersbüro: Nidaforum 13

- Griesheim-Nord: Nördlich der Mainzer Landstraße im Gebiet um die Wilhelmshavener Str.

Träger: Internationaler Bund Frankfurt am Main e.V.

Quartiersbüro: Auf der Zingelswiese 21-25

- Niederrad: Siedlung "Im Mainfeld“

Träger: Caritasverband Frankfurt am Main e.V.

Quartiersbüro: Im Mainfeld 5

- Sossenheim: Dunant-Siedlung

Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt a. M. e.V.

Quartiersbüro: Kurmainzer Straße 161

Durch die Projektsteuerung im Amt für Wohnungswesen wurden, in Abstimmung mit dem Rechtsamt, die entsprechenden Kooperationsverträge mit den Trägern des Quartiersmanagements vorbereitet, so dass ein rechtswirksamer Vertragsschluss am 23.12.2004 erfolgen und der Einsatz des Quartiersmanagements entsprechend dem Auftrag der Stadtverordnetenversammlung termingerecht beginnen konnte.

Eine Übersicht über die einzelnen Quartiere ist als Anlage beigefügt.

Damit das Quartiersmanagement seinen Auftrag erfüllen konnte, war es erforderlich, innerhalb des Quartiersgebietes entsprechend geeignete Räumlichkeiten für ein Quartiersbüro zu finden. Bis Mitte des Jahres 2005 waren die Quartiersbüros eingerichtet.

Um die Bedürfnisse in den einzelnen Quartieren zu ermitteln, und somit ein tragfähiges Handlungskonzept zu generieren, wurden mit Ausnahme des Quartiers in Sossenheim Anfangsbefragungen bei den Bewohnern durchgeführt. In Sossenheim erfolgten seitens des Trägers Gespräche mit den Experten vor Ort.

Die Ergebnisse daraus wurden in enger Kooperation zwischen dem jeweiligen Träger des Quartiersmanagements und der Projektsteuerung im Amt für Wohnungswesen in eine Projektliste umgesetzt.

Unabhängig davon, haben alle Quartiersmanager /-innen unmittelbar damit begonnen, die Vernetzung der bereits existierenden Akteure vor Ort aufzubauen bzw. bestehende Netzwerke zu unterstützen.

Anlässlich einer Bestandsaufnahme innerhalb des Quartiersgebietes in der Nordweststadt hat sich gezeigt, dass in dem "Kleinen Zentrum“ in der Thomas-Mann-Str. 6 a – d erhebliche Probleme mit Jugendlichen auftreten, die sich auf das gesamte Wohngebiet auswirken. Das "Kleine Zentrum“ befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Grenze des ursprünglich festgelegten Quartiersgebietes. Da eine Ausweitung der Tätigkeit des Quartiersmanagements eine nachhaltige Stabilisierung innerhalb des ganzen Quartiersgebietes und Stadtteils versprach, erfolgte mit vertraglicher Vereinbarung vom 13.10.2005 eine Regelung, die das "Kleine Zentrum“ in das Quartiersgebiet einbezieht.

Im Laufe des Berichtsjahres wurden in den neuen Quartieren durch das Quartiersmanagement erprobte Vorgehensweisen und Projekte aus den beendeten Quartieren eingesetzt, wie z.B. Maßnahmen, die dem Kennenlernen der Bewohner untereinander dienten. Weiterhin wurden Wohnumfeldverbesserungen in Angriff genommen, wobei die Bewohner aller Altersgruppen und Nationalitäten bei den Planungen beteiligt waren. Diese Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen und halböffentlichen Raum bewirkt eine positive Identifizierung der Bewohner mit "ihrer“ Siedlung. Ein weiteres Kernstück ist ein Sportangebot, das in allen Quartieren, auch in den beendeten, zum Einsatz kommt. Es dient der Beschäftigung und besonders der Qualifizierung von arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Jugend- und Übungsleiter mit der entsprechenden Lizenz des Deutschen Sportbundes.

Die in den beendeten Quartieren gemachten Erfahrungen des Quartiersmanagements und der Projektsteuerung im Amt für Wohnungswesen führten dazu, dass in den neuen Quartieren Projekte schneller gestartet werden konnten. Beispielhaft werden hier die Neugestaltung des Spielplatzes in der Siedlung "Im Mainfeld“ in Niederrad, der Einkaufsservice in der "Nordweststadt“, die Spielplatzsanierung in "Griesheim-Nord“ und der internationale Frauentreff in der "Dunant-Siedlung“ in Sossenheim genannt.

Öffentlichkeitsarbeit für alle Quartiere erfolgt u. a. über einen Internetauftritt, der sich auf der Webseite www.frankfurt-sozialestadt.de wieder findet. Diese Präsentation wird in Kooperation zwischen der Projektsteuerung im Amt für Wohnungswesen und dem Quartiersmanagement ständig aktualisiert.

Anlage Quartiersuebersicht (ca. 824 KB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Juni 2006 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf OA 870 zurück — Anregung, beschlossen am 13. Juni 2002. In 8 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf8 Beratungen
KAV
Sitzung 6 · 26.06.2006
TO II, TOP 4
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 6
Sitzung 3 · 27.06.2006
TO I, TOP 51
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 5
Sitzung 3 · 29.06.2006
TO I, TOP 40
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 8
Sitzung 3 · 06.07.2006
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 3
Sitzung 4 · 06.07.2006
TO II, TOP 10
Beraten
a) Die Beratung des Tagesordnungspunktes wird auf Wunsch von LINKE.WASG bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage B 295 ebenfalls zurückzustellen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 3 · 07.09.2006
TO I, TOP 13
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 295 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinke.wasgFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF

OBR 3
Sitzung 5 · 07.09.2006
TO II, TOP 4
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDP
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Enthaltung:
Linke.wasg
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und FDP gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung); LINKE.WASG (= Enthaltung)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 4 · 05.10.2006
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinke.wasgFDPFAGBFF
Sonstige:
REP (Kenntnis)NPD (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und NPD (= Kenntnis)

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