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Mehr Erzieherinnen und Erzieher durch bezahlbaren Wohnraum

Vorlagentyp: B
146 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Magistrat plant, die Förderung für Auszubildende in Frankfurt am Main zu erweitern, um den Fachkräftemangel in der Kindertagesbetreuung zu bekämpfen. Dies soll durch die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum geschehen, um die Attraktivität der Stadt für angehende Erzieher*innen zu erhöhen. Erwartet wird, dass dies die Situation auf dem Wohnungsmarkt verbessert und die Fachkräftegewinnung erleichtert.

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Thema Wohnen verfolgen

Bericht

Eine aktuelle Studie von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) belegt, dass hohe Mieten in Großstädten Folgen für den Arbeitsmarkt haben und die Suche nach Fachkräften erschweren. Die angespannte Lage auf dem Wohnungssektor hat weitreichende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, denn jede*r Dritte hat bereits darüber nachgedacht, den Job zu wechseln, weil die Mieten zu hoch sind, obwohl die große Mehrheit der Menschen das Leben in der Großstadt als angenehm bewertet - etwa die Jobchancen, kurze Arbeitswege, Einkaufsmöglichkeiten sowie Bildungs- und Kulturangebote. Rund neun von zehn Berufstätigen fühlen sich demnach an ihrem eigentlichen Wohnort wohl. Die angespannte Lage auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt macht aber nicht nur den Berufstätigen das Leben schwer, sondern entwickelt sich auch für Arbeitgeber*innen zu einem Problem: 82 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es durch die Lage auf dem Wohnungsmarkt für Arbeitgeber*innen problematisch ist, Fachkräfte zu finden und zu halten. Und das gilt in erster Linie für Branchen, die traditionell nicht so hohe Gehälter bekommen: Gesundheitswesen, Erziehung, Pflege, Gastronomie, Handwerk, ÖPNV, Polizei und viele mehr. Wenn sich diese Berufsgruppen keine Wohnungen in den Ballungsgebieten mehr leisten können, ziehen sie aufs Land - mit verheerenden Folgen für die Versorgung in den Städten. Zu diesen Ergebnissen kommt die PwC-Befragung "Wohnungsnot in deutschen Großstädten und die Folgen für den Arbeitsmarkt" unter 4.200 Berufstätigen zwischen 18 und 65 Jahren aus zwölf deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohner*innen. Auch Berufstätige in Frankfurt am Main wurden befragt. (Link zur Studie: https://www.pwc.de/de/mittelstand/arbeiten-und-wohnen-deutschlands-metropolen.html). Den Angaben nach war die Studie repräsentativ. Die Ergebnisse der PwC zeigen deutlich, dass die hohen Mieten für Wohnraum es erschweren den Fachkräftemangel auch in der Kindertagesbetreuung zu beheben. Auch Auszubildende an den beruflichen Fachschulen für Sozialpädagogik suchen verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum. In Frankfurt zu leben könnten sich die meisten von ihnen nicht leisten. Mit einer Postkarten- und Plakataktion forderten Studierende der Berta-Jourdan-Schule erneut im Jahr 2022 bezahlbaren Wohnraum für angehende Erzieher*innen. Bemängelt wird auch, dass sich die Wohnheime des Studierendenwerks nur an Studierende der Unis und Fachhochschulen richteten. Beim massiven Wettbewerb um passende Nachwuchskräfte könnte Frankfurt mit erschwinglichen Mieten punkten. Aus fachlicher Sicht ist die angespannte Situation auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Fachkräftegewinnung. Fördermaßnahmen in diesem Bereich können sinnvoll sein. Der Magistrat plant, seine Förderung nach dem "Frankfurter Programm zur Wohnraumförderung für Studierende" für die Zielgruppe der Auszubildenden zu erweitern. Auszubildende in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf und Berufsausbildungen an einer Berufsfachschule in Frankfurt sollen wohnberechtigt werden. Hierzu hat der Magistrat eine Änderung der Förderrichtlinien in den Geschäftsgang gegeben. Der Zugang zu Bundes- und Landesmittel wird erleichtert, indem die Förderrichtlinien der Stadt Frankfurt angepasst werden. Für eine Förderung aus dem städtischen Programm stehen, vorbehaltlich des Beschlusses der Stadtverordneten zum Haushalt 2024/2025, auf dem Projekt 5.006008 "Förderung studentisches Wohnen" für 2024 -2027 jeweils 2,0 Mio. € zur Verfügung. Hinzu kommt für 2024 ein Budgetübertrag aus 2023 in Höhe von 1.746.800 €. Im Baugebiet Hilgenfeld (am Frankfurter Berg) wurde für ein Baufeld im Rahmen des städtischen Konzeptverfahrens für gemeinschaftliches Wohnen ein Konzept ausgewählt, das das Ziel verfolgt, dort Wohnraum für Auszubildende zu errichten. Das Vorhaben erfährt Interesse von Unternehmen und eine Realisierung des Vorhabens erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt als aussichtsreich. Wie mit B 94 vom 08.03.2024 berichtet, ist im Rahmen der Umsetzung von E 53/2023 angestrebt, dass die Stadt Frankfurt sich an dem Pilot-Vorhaben finanziell beteiligt und so Plätze für städtische Auszubildende zur Verfügung stellen kann. Das Jugend- und Sozialamt macht darauf aufmerksam, dass neben dem Erzieher*innen Beruf auch weitere sozialpädagogische Berufe und Auszubildende bei dem Thema der Wohnungsnot berücksichtigt werden sollten. Denn auch hier gibt es einen akuten Fachkräftemangel.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. September 2021BB 309Wirtschaftsstandort Frankfurt - JahresberichtMagistratsbericht
  2. 26. Januar 2023FF 1393In der Sitzung des Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau am 24.01.2023 waren erneut die Fachschüler der Berta-JouFragestunde-Frage
  3. 6. Dezember 2023NRNR 834Mehr Erzieherinnen und Erzieher durch bezahlbaren WohnraumSTVV-Antrag · CDU
  4. 21. Juni 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 146 Wochen
    BB 248Mehr Erzieherinnen und Erzieher durch bezahlbaren Wohnraum
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 29 · 09.09.2024
TO I, TOP 17
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 248 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Ablehnung:
CDU
Sonstige:
FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Kenntnis)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 29 · 10.09.2024
TO I, TOP 31
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 248 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltBFF-BIG
Ablehnung:
CDUÖkoLinX-ELF
Sonstige:
AfD (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)Gartenpartei (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und BFF-BIG gegen CDU (= Kenntnis als Zwischenbericht) und ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)

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