Grundlagenkonzept zur Einführung und weitergehenden Implementierung eines Stufenmodells Krisenmanagement der Stadt Frankfurt am Main - Jahresbericht
Zusammenfassung
Der Bericht beschreibt die Einführung und Weiterentwicklung eines Krisenmanagementsystems in Frankfurt am Main, sowie die Durchführung einer umfassenden Bevölkerungsschutzübung. Ziel ist es, eine koordinierte Reaktion auf hybride Bedrohungen zu gewährleisten und die Handlungsfähigkeit der Stadt in Krisensituationen zu stärken.
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E-Mail-Abo einrichtenBericht
Für den Berichtszeitraum Juni 2025 bis Juni 2026 zeigt der Magistrat folgende Maßnahmen auf: Erste große Bevölkerungsschutzübung in Frankfurt am Main Vom 24.06. bis 02.07.2025 fand mit der "ÜB's! 2025" die bislang größte Bevölkerungsschutzübung Frankfurts und die erste Übung der Stabsformate des Krisenmanagement-Stufenmodells unter Einbeziehung eines Großteils der städtischen Ämter sowie weiteren Behörden, Partnern der kritischen Infrastruktur, Hilfsorganisationen und einem Krankenhaus statt. Unter der Leitung von Stadträtin Rinn tagte die Besondere Aufbauorganisation (BAO, Stufe 2), der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE, Stufe 3) und der Verwaltungsstab (Stufe 4, Katastrophenfall) in einer Übungssimulation. Das mehrtägige Szenario basierte auf einer fiktiven hybriden Bedrohungslage: Simuliert wurden unter anderem Cyberangriffe, Sabotageakte, Desinformation sowie die Unterbringung und Versorgung eines Bundeswehrkonvois. Eine weitere Besonderheit war die erstmalige Übung des Zusammenwirkens zwischen Verwaltungs- und Katastrophenschutzstab mit wertvollen Erkenntnissen für künftige Lagen. Externe Betrachtung des Krisenmanagements sowie Fortschreibung des Krisenmanagementkonzeptes Das Krisenmanagementkonzept wurde im vorliegenden Berichtszeitraum durch ein externes Beratungsunternehmen aus organisationssoziologischer Perspektive überprüft. Die Erkenntnisse sollen in die anstehende Fortschreibung einfließen. Darüber hinaus werden die Erkenntnisse aus der Bevölkerungsschutzübung berücksichtigt. Der Novellierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Gründung der BAO "Hybride Bedrohung" Die fortdauernde hybride Bedrohungslage, insbesondere infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, und die Notwendigkeit, ein koordiniertes städtisches Handeln sicherzustellen und eine effektive Zusammenarbeit aller Beteiligten im Rahmen einer BAO zu gewährleisten, machten die Einrichtung der BAO "Hybride Bedrohung" auf Basis des Grundlagenkonzepts erforderlich. Implementierung der Fachgruppe "Krisenmanagement" In dem Fachbereich 37.L2 "Grundsatz und Lage" der Branddirektion wurde die Fachgruppe "Krisenmanagement" etabliert. Die Leitung der Fachgruppe wurde zum 01.11.2025 besetzt. Eine weitere SachbearbeiterInnen-Stelle konnte zum 01.05.2026 besetzt werden. Dies trägt der zunehmenden Bedeutung der Aufgabe Rechnung und schafft notwendige Ressourcen zur Erarbeitung und Fortschreibung der Arbeitsgrundlagen des städtischen Krisenmanagements, der Vernetzung mit wichtigen Akteuren und Themen, wie etwa dem Zivilschutz, der Vorbereitung und Durchführung von Übungen und der Organisation und Betreuung der Stabsformate außerhalb der akuten Lage. Zusammentragen besonderer Fähigkeiten innerhalb der Stadtverwaltung Zur Erfassung der organisationsbezogenen Fähigkeiten der Ämter und Betriebe entwickelte das KriVo-Netzwerk (ehem. KRITIS-Netzwerk) den "Ämtersteckbrief". Dieser ermöglicht es, Fähigkeiten der Ämter und Betriebe unabhängig von der allgemeinen Aufbauorganisation systematisch zu identifizieren. Das Personal- und Organisationsamt und die Branddirektion haben zudem die Arbeit an einem Fähigkeitskataster für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung aufgenommen, um persönliche Fähigkeiten zu identifizieren. Schulungen Im Oktober 2025 wurden die Mitglieder des SAE bzw. des Verwaltungsstabes im Rahmen eines Schulungsprogramms des Landes Hessen an zwei Tagen in den Grundlagen der Stabsarbeit geschult. Im Mittelpunkt der Schulung stand das Prozesstraining, dessen Inhalte im Rahmen einer Übungssimulation praxisnah angewendet und erprobt wurden. Von März bis April 2026 wurden rund 60 Mitglieder der durch die Branddirektion besetzten Koordinierungsgruppe Stab (KGS), die die Stabsformate in der akuten Lage organisiert und betreut, in den Themenbereichen "Innerer Dienst" sowie "Lage und Dokumentation" geschult.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. Oktober 2023MM 177Grundlagenkonzept zur Einführung und weitergehenden Implementierung eines Stufenmodells Krisenmanagement der Stadt Frankfurt am MainMagistratsvortrag
- 3. August 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 146 WochenBB 236Grundlagenkonzept zur Einführung und weitergehenden Implementierung eines Stufenmodells Krisenmanagement der Stadt Frankfurt am Main – JahresberichtMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis