Pilotprojekt kommunale Abgaben
Zusammenfassung
Der Bericht beschreibt die Einführung eines Pilotprojekts zur Nutzung des Zahlungsdienstes barzahlen.de für kleine Forderungen in der Vollstreckung. Ziel ist es, die Zahlungsabwicklung zu erleichtern und die Nutzung in der Stadt Frankfurt am Main zu testen. Der Pilotbetrieb soll im 2. Halbjahr 2021 beginnen, nachdem die Softwareanpassungen abgeschlossen sind.
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E-Mail-Abo einrichtenBericht
Das Kassen- und Steueramt hat sich bereits Ende 2019 entschlossen, für kleine Forderungen in der Vollstreckung, insbesondere Verwarn- und Bußgelder, die Zahlmöglichkeit in Einzelhandelsgeschäften über das Verfahren barzahlen.de zu eröffnen. Zu diesem Zweck wurde ein Kooperationsvetrag mit der Grenke Bank AG und der Firma Cash Payment Solutions GmbH geschlossen und die Firma Schiller Software beauftragt, die Anbindung des Verfahrens an die Vollstreckungssoftware vollkomm zu programmieren. Mit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 mussten zwischenzeitlich andere Prioritäten gesetzt werden, um die Mitarbeitenden zunächst in die Lage zu versetzen, auch von zu Hause arbeiten zu können. Inzwischen liegt eine Programmversion der Vollstreckungssoftware vor, die die Anbindung von barzahlen.de ermöglicht. Sobald das zuvor notwendige Projektstellungnahmeverfahren abgeschlossen ist, soll das Verfahren getestet werden. Der Pilotbetrieb könnte nach erfolgreichem Test voraussichtlich im 2. Halbjahr 2021 beginnen. In der Stadt Frankfurt am Main hat sich das Angebot des Zahlungsanbieters Cash Payment Solutions GmbH bereits für mehrere Unternehmen bewährt. So bieten die Mainova und die Arbeitsagentur Kunden die Möglichkeit, Rechnungen im Einzelhandel zu begleichen. Die Anbindung des Verfahrens barzahlen.de ist für die Stadt Frankfurt am Main allerdings nicht kostenfrei. Neben den anfallenden Transaktionsgebühren (1,50 % der Forderungssumme + 0,40 Euro, mindestens jedoch 1,40 Euro pro Fall) entstehen noch weitere Kosten für die Integration des Zahlverfahrens in die jeweilige Fachanwendung. Für die Vollstreckungssoftware ist dies bereits erfolgt, für eine Ausweitung auf alle Finanzverfahren, insbesondere SAP, NSK und OWI21, kämen jedoch noch erhebliche weitere Programmierkosten hinzu. Unter Berücksichtigung dieser Kosten und der Tatsache, dass laut Auskunft der Stadt Köln im dortigen Pilotbetrieb lediglich in rund 2 Prozent der Fälle die Zahlmöglichkeit über barzahlen.de genutzt wird, soll der Pilotbetrieb hier aus Wirtschaftlichkeitsgründen zunächst auf die kleinen Forderungen in der Vollstreckung beschränkt werden. Nach einem Jahr des Pilotbetriebs wird Zwischenbilanz gezogen und erneut berichtet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. Dezember 2020NRNR 1342Pilotprojekt kommunale AbgabenSTVV-Antrag · FDP
- 28. Mai 2021Sie sind hierBB 218Pilotprojekt kommunale AbgabenMagistratsbericht
- 10. Juli 2023Antwort des Magistrats · nach 136 WochenBB 292Pilotprojekt kommunale AbgabenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: IBF und Gartenpartei (= Kenntnis)