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Psychopharmaka in Altenpflegeheimen hier: Versuch eines Nachtcafés in Frankfurter Altenpflegeheimen

Vorlagentyp: B
63 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren11 Sitzungen

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Thema Senioren verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 05.03.2010, B 153

Betreff: Psychopharmaka in Altenpflegeheimen hier: Versuch eines Nachtcafés in Frankfurter Altenpflegeheimen Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 26.03.2009, § 5716 - NR 1314 SPD, B 821/09 - In den Altenpflegeheimen des Frankfurter Verbandes für Alten- und Behindertenhilfe e. V. haben sich Nachtcafés bzw. andere Abendangebote etabliert, wenn sie nach einer Erprobungsphase von den Bewohnerinnen und Bewohnern angenommen wurden. Auch die anderen Frankfurter Altenpflegeheime halten verschiedene Abendangebote vor. Das ist das Ergebnis einer im Jahr 2009 durchgeführten Umfrage, das auf Seite 3 beigefügt ist. Von 41 Frankfurter Altenpflegeheimen, von denen 31 freigemeinnützig und 10 Einrichtungen privat betrieben werden, haben sich 23 an der Umfrage beteiligt. Demnach bieten 21 der Häuser Abendangebote an und folgen damit dem Prinzip des in Stuttgart praktizierten Cafés, das die lange Zeit der Nachtruhe in Altenpflegeheimen verkürzen soll. Erfahrungsgemäß kann davon ausgegangen werden, dass auch alle anderen Häuser solche Angebote vorhalten. Zu dem Personenkreis, der Abendangebote nutzt, zählen die mobilen Bewohnerinnen und Bewohner. Die Einrichtungen reagieren offensichtlich bedarfsorientiert. Das Fehlen eines Abendangebots ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem Fehlen von Betreuung für eine relativ geringe Anzahl nachtaktiver, in der Regel demenziell erkrankter Menschen. Inzwischen hat jedes Haus ein eigenes Konzept zum Umgang mit dieser Personengruppe entwickelt. Eine Einrichtung gibt beispielsweise an, dass der Nachtdienst die Arbeit in Begleitung dieser Bewohnerinnen und Bewohner erledigt. Die in der Umfrage angegebenen Abendangebote werden regelhaft (z. B. wöchentlich) und in sieben Fällen täglich vorgehalten. Die täglichen Abendangebote sind in drei von sieben Häusern eingebunden in ein ganzheitliches psychobiografisches Pflege- und Betreuungsmodell nach Erwin Böhm, das auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abstellt. Die Abendangebote enden zwischen 19.00 und 21.00 Uhr. Das Frankfurter Programm "Würde im Alter" für den stationären Altenpflegebereich hat im Laufe der vergangenen Jahre dazu beigetragen, dass die Betreuung und Alltagsgestaltung der in einer stationären Einrichtung lebenden Menschen insgesamt an Qualität und Quantität zugenommen hat. Damit ist auch das Angebot für nachtaktive Menschen gewachsen. Der Magistrat geht davon aus, dass diese und andere Abendangebote, auch aufgrund des fortlaufenden Programms "Würde im Alter", weiter Verbreitung finden. Sie alle dienen letztlich einer verkürzten Wahrnehmung der Nacht. Der Magistrat wird deshalb weiterhin versuchen, Heimträger für den Ausbau ihres Abendangebotes zu gewinnen. Zur Einrichtung speziell eines Nachtcafés bedarf es aus Sicht des Magistrats allerdings keiner Projektierung. Dass diese zu einer Reduzierung der verabreichten Psychopharmaka und Verringerung der in diesem Zusammenhang beobachteten Sturzereignisse führen, ist keine gesicherte Erkenntnis. In diesem Zusammenhang verweist der Magistrat auf die Veröffentlichung "Psychopharmakaversorgung im Altenpflegeheim", die im Verlag Peter Lang erschienen ist und die gegenwärtige Verschreibungspraxis in Frage stellt. Befragungsergebnis bzw. Angebotsübersicht:

Bürgermeister Gräf Haus 1x im Monat Konzert- und Kinoabend Julie Roger Haus täglich Café Harmonie Julie Roger Haus 14-tägig Dämmerschoppen Julie Roger Haus alle 2 Monate Hausfest Pflegeheim Praunheim täglich Caféteria am Abend Pflegeheim Praunheim 1x im Monat Club am Abend Heinrich-Schleich-Haus 2x im Monat Dämmerschoppen Sozial- und Reha-Zentrum West je 1x die Woche Tanztee, Dämmerschoppen Victor-Gollanzc-Haus 1x die Woche Abendrunde Haus Aja Textor-Goethe 1x die Woche Nachtcafé Sternschnuppe Haus Aja Textor-Goethe 14-tägig Kartenspielen Haus Aja Textor-Goethe 2x die Woche Singen Haus Aja Textor-Goethe täglich Abendrunde im Wohnbereich Arnica Aja`s Gartenhaus täglich Abendrunde Franziska Schervier Altenpflegeheim mit Filiale je 1x im Monat Bingoabend, Heimkino Pfarrer Münzenberger Haus je 2x im Monat Stammtisch, festliches Abendessen Marthahaus täglich gemeinsames Abendessen, Abendspaziergang im Garten Grünhof im Park 1x im Monat Dämmerschoppen Justina von Cronstetten Stift je 1x die Woche Stammtisch, Lesung, Filmvorführung, Spielabend, individuelle Feste Henry- und Emma Budge-Stiftung 1x die Woche Nachtcafé St. Josef täglich Betreuung in Wohnküche und Speisesaal Santa Teresa täglich Individuelle und Gruppenangebote August-Stunz-Zentrum 1x im Monat Dämmerschoppen August-Stunz-Zentrum 1x im Jahr Busfahrt "Frankfurt bei Nacht" Johanna-Kirchner-Altenzentrum 1x die Woche LaLuna - Café am Abend Johanna-Kirchner-Altenzentrum nach Absprache Gesellig am Abend - Einzelbetreuung am Abend Bürgermeister-Menzer-Haus 2x im Monat Musikalischer Abend Bürgermeister-Menzer-Haus je1x im Monat Oldie-Night, Essen gehen Bürgermeister-Menzer-Haus 6x im Jahr Candlelight Dinner Bürgermeister-Menzer-Haus 4x im Jahr Theaterbesuch

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Dezember 2008BB 862.Psychopharmaka in Altenpflegeheimen.Magistratsbericht
  2. 11. März 2009NRNR 1314.Psychopharmaka in Altenpflegeheimen.STVV-Antrag · SPD
  3. 18. September 2009BB 821"Psychopharmaka in Altenpflegeheimen"Magistratsbericht
  4. 5. März 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 63 Wochen
    BB 153Psychopharmaka in Altenpflegeheimen hier: Versuch eines Nachtcafés in Frankfurter Altenpflegeheimen
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf11 Beratungen
OBR 2
Sitzung 43 · 12.04.2010
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 6
Sitzung 42 · 13.04.2010
TO I, TOP 44
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 10
Sitzung 42 · 13.04.2010
TO II, TOP 26
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 4
Sitzung 41 · 13.04.2010
TO II, TOP 10
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 1
Sitzung 43 · 13.04.2010
TO I, TOP 28
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 7
Sitzung 42 · 13.04.2010
TO II, TOP 7
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 5
Sitzung 42 · 16.04.2010
TO I, TOP 32
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 11
Sitzung 40 · 19.04.2010
TO II, TOP 5
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 9
Sitzung 41 · 22.04.2010
TO II, TOP 8
Beraten
a) Die Beratung des Tagesordnungspunktes wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage B 153 ebenfalls zurückzustellen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 41 · 20.05.2010
TO I, TOP 19
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Sonstige:
NPD (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)

OBR 9
Sitzung 42 · 20.05.2010
TO I, TOP 10
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 153 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

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