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Prüfung und Ausbau der Nutzung von Geothermie in Frankfurt am Main unter Berücksichtigung bestehender Ansätze und Fördermöglichkeiten

Vorlagentyp: B
14 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

In dem Bericht wird vorgeschlagen, die Nutzung von Geothermie in Frankfurt am Main zu prüfen und auszubauen. Dies soll unter Berücksichtigung bestehender Ansätze und Fördermöglichkeiten erfolgen, um die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren. Ziel ist es, Geothermie als zentrale Säule der erneuerbaren Wärmeversorgung zu etablieren.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Bericht

Nach dem Wärmeplanungsgesetz muss die Stadt Frankfurt am Main bis zum 30.06.26 einen unverbindlichen Wärmeplan erstellen. Die kommunale Wärmeplanung (KWP) ist ein fortlaufender Prozess und gibt eine grobe Orientierung, wie und wo der Ausbau der Wärmenetze erfolgen kann (Wärmeausbaupotentialgebiete). Im Ergebnis erhält man erstmalig einen Überblick über die derzeitige Wärmeversorgung und die Potenziale für eine dekarbonisierte Wärmeversorgung. Geothermie wird als ein Baustein der Versorgung mit erneuerbarer Wärme in der KWP aufgeführt werden.

Ergänzend dazu hat Mainova einen Fernwärme-Transformationsplan erarbeitet, in dem sowohl die Dekarbonisierung als auch der Ausbau des Fernwärme-Netzes beschrieben wird. Mainova setzt bei der Erzeugung von Nah- und Fernwärme auf verschiedene Säulen der Fernwärmeversorgung, unter anderem auf Wärme aus erneuerbaren Quellen. Dazu zählt auch die Wärmegewinnung aus Geothermie. Diese stellt eine zentrale Säule im Rahmen der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Frankfurt dar. Nach aktuellen Planungen soll der Anteil von Geothermie an der gesamten Fernwärme künftig bis zu 25 Prozent betragen. Für die zentrale Erzeugung von Fernwärme fokussiert sich Mainova dabei auf Tiefengeothermie mit geschlossenen Systemen. Hierzu ist eine Machbarkeitsstudie mit einem externen Partner in Bearbeitung.

Die Verfügbarkeit geeigneter Flächen im Stadtgebiet ist eine zentrale Herausforderung für die umfangreiche Umsetzung von Geothermie in Frankfurt. Potenzielle Flächen müssen ausreichend groß sein, um Platz für Betriebsmittel bereitzuhalten und sollten möglichst nahe an bestehenden Fernwärme-Transporttrassen liegen, die idealerweise einen Zugang zum Dampfnetz aufweisen. Diesbezüglich befindet sich Mainova mit der Stadt Frankfurt im Austausch.

Im Frankfurter Neubaugebiet Hilgenfeld setzen die Stadt Frankfurt, die ABG Frankfurt Holding und die Mainova AG gemeinsam bereits auf Geothermie als zentralen Bestandteil eines nachhaltigen Energiekonzepts. Zudem wurden im Rahmen der Forschungsbohrung am Rebstockbad erste Erkenntnisse hinsichtlich des geothermischen Potenzials in Frankfurt gewonnen.

Darüber hinaus beteiligt sich der Magistrat an einem Forschungsvorhaben zur geologischen Erkundung des hessischen Teils des Oberrheingrabens im Rahmen einer großflächige Flugvermessung. Die Maßnahme dient der Schaffung einer belastbaren Datengrundlage, um die Nutzung geothermischer Wärmequellen technisch und wirtschaftlich bewerten und priorisieren zu können. Im Rahmen einer Überfliegung sollen bestehende geologische, hydrogeologische und seismische Daten systematisch zusammengeführt, analysiert und kartiert werden. Die Ergebnisse, in Form eines hochaufgelösten, geophysikalisch fundierten 3D-Untergrundmodels, werden eine erste Abschätzung der potenziellen Nutzungsmöglichkeiten tiefengeothermischer Ressourcen im Stadtgebiet und Umland ermöglichen. Der Beginn der geologischen Flugvermessung musste aufgrund der Witterungsbedingungen auf das 2. Quartal 2026 verschoben werden.

Auf diesen Daten aufbauend können anschließend vertiefte Machbarkeitsstudien in ausgewählten Gebieten durch die jeweiligen Projektentwickler:innen durchgeführt sowie Projektskizzen für mögliche Pilotprojekte erstellt werden. In diesem Zusammenhang wird dann auch eine Prüfung hinsichtlich einer Inanspruchnahme von Fördermitteln erfolgen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. Dezember 2025NRNR 1488Prüfung und Ausbau der Nutzung von Geothermie in Frankfurt am Main unter Berücksichtigung bestehender Ansätze und FördermöglichkeitenSTVV-Antrag · IBF
  2. 7. April 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 Wochen
    BB 127Prüfung und Ausbau der Nutzung von Geothermie in Frankfurt am Main unter Berücksichtigung bestehender Ansätze und Fördermöglichkeiten
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 1 · 19.05.2026
TO I, TOP 91
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 127 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeAfDVoltFDP
Sonstige:
BFF (Kenntnis)Freie Wähler (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt, FDP und ÖkoLinX-ELF-PARTEI Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, BSW, FREIE WÄHLER, Tierschutzpartei und DFRA (= Kenntnis)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 2 · 21.05.2026
TO I, TOP 10
Zur Kenntnis
a) Die Vorlage B 127 dient zur Kenntnis. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Schwander, Medoff, Passadakis, Podstatny, Papke und Schlimme sowie von Stadträtin Zapf-Rodriguez dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeAfDVoltFDPBFFFreie Wähler
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu a) CDU, GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt, FDP, ÖkoLinX-ELF-PARTEI, BFF, BSW, FREIE WÄHLER, Tierschutzpartei und DFRA

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