Smarte Technik zum Energiesparen
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, dass bei Neubauten und Sanierungen städtischer Gebäude einfache Präsenzmelder zur automatischen Ausschaltung installiert werden. Dies soll zur Einsparung von Energie beitragen, jedoch sind die notwendigen Ressourcen nicht verfügbar. Die Einsparungen werden erst bei optimaler Einstellung der Technik erreicht.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBericht
Der Begriff "smarte Technik" ist aus Sicht des Magistrats irreführend, da Technik niemals aus sich selbst heraus "smart" ist, sondern lediglich für einen bestimmten Anwendungszweck besonders geeignet sein kann. Im Gegensatz zu hochbaulichen Maßnahmen, wie z.B. Wärmedämmung, die beim korrekten Einbau direkt wirksam wird, wird die Einsparung bei Technik immer nur dann erreicht, wenn sie korrekt geplant, eingebaut, parametriert und betrieben wird. Ein Bewegungsmelder wird oft mit den sogenannten Werkseinstellungen eingebaut (z.B. maximale Empfindlichkeit, Soll-Beleuchtungsstärke: 1.000 lux, Nachlaufzeit: 60 Minuten). Dies führt dazu, dass der Stromverbrauch nach dem Einbau der Bewegungsmelder manchmal sogar höher ist als vorher bei manueller Bedienung. Die gewünschte Einsparung wird erst dann erreicht, wenn alle Parameter entsprechend den tatsächlichen Nutzungsanforderungen optimal eingestellt wurden.
Dies vorausgeschickt möchte der Magistrat darauf hinweisen, dass gemäß dem Punkt 4.5.2.i) der Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen (siehe Anlage) bei allen Neubauten und Sanierungen städtischer Gebäude Räume, die nicht dem dauernden Aufenthalt dienen, (Flure, Treppenhäuser, Lagerräume, Keller) zusätzlich zum Hand-Ein/Aus-Taster mit einfachen Präsenzmeldern (keine Fernsteuerung, Eigenverbrauch < 0,35 W, Nachlaufzeit einstellbar) zur automatischen Ausschaltung auszustatten sind. Bei möglicher Tageslichtnutzung müssen die Präsenzmelder zusätzlich über einen Lichtsensor verfügen, der auf die Nennbeleuchtungsstärke einzustellen ist.
Für die Nachrüstung der entsprechenden Technik in allen Verwaltungsgebäuden stehen dem Magistrat weder die notwendigen personellen noch finanziellen Ressourcen zur Verfügung, da diese bereits vollständig für dringendere Aufgaben (z.B. Gebäudesicherheit, Unterbringung wachsender Schüler/-innenzahlen) gebunden sind. Außerdem steht der Aufwand (für die Präsenzmelder sind in der Regel zusätzliche Leitungen und Schlitze erforderlich) in keinem angemessenen Verhältnis zur verwertbaren Einsparung.
Wenn das politische Ziel der Klimaneutralität erreicht werden soll, sind in der Regel ohnehin energetische Gesamtsanierungen erforderlich. In diesem Zuge wird dann natürlich auch leitlinienkonforme Technik eingebaut.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. Februar 2023NRNR 609Smarte Technik zum EnergiesparenSTVV-Antrag · CDU
- 15. März 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 55 WochenBB 107Smarte Technik zum EnergiesparenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG gegen CDU (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, Volt und Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Kenntnis)