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Einstellungspraxis der Stadt Frankfurt

Vorlagentyp: B
14 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Bericht beschreibt die Einstellungspraxis der Stadt Frankfurt am Main, die darauf abzielt, vakante Stellen transparent und fair zu besetzen. Es wird betont, dass die Stadt auch Initiativbewerbungen berücksichtigt und eine Personalmanagementstrategie entwickelt, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

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Bericht

Grundsätzlich werden alle freien oder freiwerdenden Stellen im Jobportal der Stadt Frankfurt am Main ausgeschrieben. Bewerbungen über das städtische Jobportal stellen die Regel dar. Darüber hinaus erreicht die Stadt Frankfurt aber auch noch Initiativbewerbungen auf dem Postweg oder per E-Mail, die selbstverständlich auch berücksichtigt werden. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist erfolgt zunächst eine Sichtung der eingegangenen Bewerbungen. Darauf erfolgt ein Abgleich der eingereichten Bewerbungsunterlagen unter Würdigung der vorgelegten Zeugnisse oder Beurteilungen mit den verpflichtenden Kriterien des Anforderungsprofils. Lässt sich aufgrund der Aktenlage bei einer Person ein deutlicher Leistungsvorsprung vor allen Mitbewerbenden feststellen, so kann eine Auswahlentscheidung nach Aktenlage getroffen werden. Erscheinen mehrere Bewerbende für die Wahrnehmung des Aufgabengebietes der vakanten Stelle gut geeignet, schließt sich in der Regel ein Auswahlverfahren unter Beteiligung der Gremien (Frauen- und Gleichberechtigungsbeauftragte, Personalvertretungen, ggf. Schwerbehindertenvertretung) mit dem Personenkreis, der in die engere Wahl gekommen ist an. Den Büroleitungen und Referent:innen in den Dezernatsbüros kommt eine besondere Rolle zu. Sie beraten und unterstützen "ihre" Stadträt:innen als Mittler:in zwischen Politik und Verwaltung zu allen Themen und Aufgabenstellungen ihrer Dezernate. Für die erfolgreiche Arbeit in den Dezernaten ist daher das besondere Vertrauensverhältnis zwischen den Dezernent:innen und ihren Referent:innen sowie Büroleitungen eine fundamentale Voraussetzung. Mit der Entscheidung der Dezernent:innen für eine Person übernehmen diese auch die Verantwortung, dass diese die Expertise für die Aufgaben und Tätigkeiten im Dezernat mitbringen. Ein Bewerbungsschreiben und die entsprechenden Arbeitszeugnisse werden von den künftigen Referent:innen und Büroleitungen stets eingereicht. Eine Auswertung des städtischen Online-Bewerbungsverfahrens "rexx" hat ergeben, dass auf die Stellenausschreibungen im Jahr 2021 durchschnittliche 17 Bewerbungen über das Jobportal eingegangen sind. Eine vergleichende Differenzierung nach Organisationseinheiten erfolgt nicht. Überdurchschnittlich viele Bewerbungen gibt es auf ausgeschriebene Stellen bei der Stadtpolizei und der Verkehrsüberwachung, in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Presse und Marketing sowie auf Stellen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Presse und Marketing. Unterdurchschnittlich fallen dafür die Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen in den Bereichen Ingenieurwesen, Architektur und Technik, Sportstätten, Handwerk und Lager sowie dem Rechtsbereich aus. Dies sind jedoch rein numerische Betrachtungen, die keine Aussagen über die Qualität der eingehenden Bewerbungen zulassen. Seitens des Dezernates VI - Finanzen, Beteiligungen und Personal werden aktuell im Rahmen der strategischen Ausrichtung des stadtweiten Personalmanagements die Handlungsfelder, Instrumente und Maßnahmen im Personalbereich ganzheitlich betrachtet und miteinander vernetzt. Ziel ist es, eine Personalmanagementstrategie für die Stadtverwaltung mit messbaren Wirkungszielen zu entwickeln. Insbesondere sind in diesem Kontext u. a. zielgerichtete Maßnahmen und Instrumente zur Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitenden geplant, um sich auf dem Arbeitsmarkt als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren und vakante Stellen innerhalb der Stadtverwaltung mit geeignetem Personal besetzen zu können. Auch die Stadt Frankfurt am Main spürt den Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt. In einzelnen Berufsbildern, insbesondere im Bereich der MINT-Berufe und der Ärzt:innen im öffentlichen Gesundheitsdienst, sind aufgrund der derzeitigen Vergütungsstrukturen im TVöD-VKA kaum bzw. sehr schwer Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen. Auch die Personalbindung in den genannten Berufsbildern stellt die Stadt Frankfurt am Main regelmäßig vor eine Herausforderung. Um dem zu begegnen, ist im Rahmen des strategischen Personalmanagements u. a. in Planung, ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Personalgewinnung und -bindung von Fachkräften in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und Gesundheit zu erarbeiten sowie ein Gesamtkonzept zur strategischen Personalbedarfsplanung zu entwickeln, um strategische Personalentscheidungen zielgerichtet zu unterstützen. Standardmäßig werden im Rahmen der Einstellung im Hinblick auf Diversität die Merkmale "Geschlecht", "Geburtsdatum", "Staatsangehörigkeit" und "Behindertenkennzeichen" erfasst. In Anlehnung an das städtische Beurteilungssystem umfasst Diversität nach Ansicht des Magistrats sowohl wahrnehmbare Unterschiede, von denen die wichtigsten Herkunft Geschlecht, Alter und Behinderung sind, wie auch individuelle Eigenschaften, wie Sprachkenntnisse, sexuelle Identität, Religion oder Weltanschauung und Lebensstil.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. November 2021AA 68Einstellungspraxis der Stadt FrankfurtSTVV-Anfrage · CDU
  2. 4. März 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 Wochen
    BB 107Einstellungspraxis der Stadt Frankfurt
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 7 · 05.05.2022
TO I, TOP 10
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 107 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltBFF-BIG
Sonstige:
AfD (Kenntnis)ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Kenntnis)

Ausschusses für Personal, Sicherheit und Digitalisierung
Sitzung 7 · 09.05.2022
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 107 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION

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