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Gender Gap Straßennamen

Vorlagentyp: ARÖMER
12 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren
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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Inhalt

Anfrage vom 24.11.2015, A 947

Betreff: Gender Gap Straßennamen Die ZEIT berichtete kürzlich über ein wichtiges Thema, das derzeit wegen der Flüchtlingssituation etwas aus dem Focus geraten war: dem "Gender Gap auf Straßenschildern" (http://blog.zeit.de/teilchen/2015/11/09/gender-gap-auf-strassenschildern/). Wie die ZEIT berichtet, hat erstmals eine Wissenschaftlerin die Vermutung, dass Frauen auf Straßenkarten unterrepräsentiert sind, auf eine solidere Zahlenbasis gestellt. Sie kartierte verschiedene Städte - u.a. London, Paris, San Francisco, Mumbai, Neu-Delhi, Chennai und Bangalore - und stellte dabei fest, dass nur 27,5 Prozent der nach Menschen benannten Straßen in diesen Städten die Namen von Frauen tragen. Noch deutlicher war allerdings ein anderes Ergebnis: Nach Männern benannte Straßen lagen meist im Stadtzentrum, die nach Frauen benannten dagegen in den Randbezirken - auch das eine eindeutige Diskriminierung. In Frankfurt dürfte die Situation ähnlich katastrophal sein. Frauen sind bei der Strassenbenennung nicht nur deutlich unterrepräsentiert, sondern die entsprechenden Strassen finden sich auch überwiegend in Randbezirken. Meist handelt es sich dabei auch um kleine und unbedeutende Strassen, während grosse und häufig genannte Strassen ausschliesslich nach Männern benannt sind: Goethestrasse, Theodor-Heuss-Alle, Konrad-Adenauer-Strasse, Stresemannallee, Kurt-Schumacher-Strasse, Kennedyalle, Miquel-Allee, Adickes-Allee, Ludwig-Landmann-Strasse. Selbst eine Brücke (für Frankfurt äusserst ungewöhnlich) wurde selbstverständlich nach einem Mann benannt (Ignatz Bubis). Wie perfide die Stadt bei der Diskriminierung von Frauen vorgeht, zeigt sich besonders deutlich am Beispiel der Margarete Schütte-Lihotzky-Anlage in Praunheim: benannt nach einer (für Frankfurt wichtigen) Frau, jedoch niemandem bekannt, da es sich nur um eine Anlage handelt, jedoch keine postalische Anschrift. Selbst Google maps meldet bei der Eingabe der genannten Anlage nur: "nicht gefunden". Die Ergebnisse der genannten Untersuchung zeigen somit, dass es bei der Strassenbenennung nicht nur auf die rein numerische Verteilung der Namen ankommt, sondern auch auf die Lage und Bedeutung der benannten Strassen. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:

  1. Wie ist derzeit die Geschlechtsverteilung bei der Strassenbenennung in Frankfurt ?
  2. Wie bewertet der Magistrat die Lage und Bedeutung der nach Männern benannten Strassen im Vergleich zu den nach Frauen benannten Strassen ?
  3. Wie gedenkt der Magistrat die Diskriminierung bei der Strassenbenennung zu beseitigen ?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. November 2015Sie sind hier
    AA 947Gender Gap Straßennamen
    STVV-Anfrage · RÖMER
  2. 15. Februar 2016Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 41Gender Gap StraßennamenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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