Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Droht Frankfurt der Verkehrsinfarkt?

Vorlagentyp: ABFF
11 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Verkehr und Straße verfolgen

Inhalt

Anfrage vom 19.07.2016, A 62

Betreff: Droht Frankfurt der Verkehrsinfarkt? Am 12.07.2016 wurde in der FNP auf Seite 12 ein Interview mit dem scheidenden Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz veröffentlicht. Darin beklagt dieser einen drohenden Verkehrsinfarkt in Frankfurt: "... Ein anderes Problem ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Da sind wir im Rhein-Main-Gebiet locker 15 Jahre zurück. Wenn wir den Menschen leistungsfähige, zuverlässige und bezahlbare Alternativen für ihre Mobilität geben, dann muss nicht jeder in Frankfurt wohnen. Da reden wir über Investitionen in Milliardenhöhe. Der S-Bahn-Tunnel zum Beispiel ist am Limit. München hat sich auf den Weg gemacht, gewaltig in einen neuen Tunnel zu investieren. Wir führen nicht einmal die Diskussion darüber. Vor dem Infarkt des Wohnungsmarkts wird der Verkehrsinfarkt kommen. Das ist in den Auswirkungen noch dramatischer." Die Stadtverordneten sind auf zuverlässige sowie belastbare Informationen angewiesen, um die aktuelle Situation bewerten und die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen zu können. Der Magistrat möge daher folgende Fragen beantworten:

  1. Wie bewertet der Magistrat die oben zitierte Aussage, dass der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Rhein-Main-Gebiet - und hier insbesondere in Bezug auf Frankfurt - "locker 15 Jahre zurück" liegt?
  2. Ist der Frankfurter S-Bahn-Tunnel aktuell bereits an seinem Limit angekommen?
  3. Sieht der Magistrat die Notwendigkeit gegeben - analog zur Stadt München - auch in Frankfurt einen weiteren Tunnel für die S-Bahn-Linien zu bauen? Ist eine Diskussion darüber erwünscht?
  4. Ist es für den Magistrat grundsätzlich nachvollziehbar, dass vor einem Infarkt des Wohnungsmarktes ein Verkehrsinfarkt droht? Wenn ja, warum?
  5. Was wären aus der Sicht des Magistrats die konkreten Folgen eines Verkehrsinfarktes? Welche Erfahrungswerte bzw. Parallelen aus anderen (europäischen) Städten könnten hier herangezogen werden?
  6. Sieht der Magistrat grundsätzlich die Gefahr für einen Verkehrsinfarkt in Frankfurt als gegeben an?
  7. Wie haben sich die Einpendlerzahlen nach Frankfurt in den letzten zehn Jahren absolut entwickelt?
  8. Wie haben sich die Einpendlerzahlen nach Frankfurt in den letzten zehn Jahren prozentual entwickelt?
  9. Wie haben sich die Einpendlerzahlen nach Frankfurt, grob nach Himmelsrichtungen sortiert, in den letzten zehn Jahren entwickelt: - aus Richtung Wiesbaden/Mainz (Westen)? - aus Richtung Gießen (Norden)? - aus Richtung Hanau/Aschaffenburg/Fulda (Osten)? - aus Richtung Darmstadt/Mannheim/Heidelberg (Süden)? 9.1 Welche dieser vorgenannten Routen - differenziert nach Straße/Schiene - sind in den Stoßzeiten bereits heute besonders stark belastet bzw. nähern sich ihrer Kapazitätsgrenze oder haben letztere bereits erreicht?
  10. Wie haben sich die Einpendlerzahlen nach Frankfurt entwickelt, unterschieden nach Autoverkehr? - Radverkehr? - Schienenverkehr?
  11. Zu welchem Termin ist frühestens mit der Inbetriebnahme der geplanten Regionaltangente West zu rechnen?
  12. Wie viele Pendler nutzen täglich folgende Standorte zum Umsteigen - den Frankfurter Hauptbahnhof - die Frankfurter Hauptwache - den Südbahnhof - den Bahnhof Höchst und wie sieht hier die Entwicklung in den letzten 10 Jahren aus?
  13. Wie haben sich die Auspendlerzahlen für Frankfurt in den letzten zehn Jahren entwickelt?
  14. Wie werden sich die Einpendlerzahlen für Frankfurt, nach Himmelsrichtungen (s. Frage 9) gegliedert, in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich entwickeln?
  15. Wie haben sich die Fahrgastzahlen im Frankfurter S-Bahn-Tunnel in den letzten zehn Jahren entwickelt?
  16. Wie werden sich die Fahrgastzahlen im Frankfurter S-Bahn-Tunnel in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich entwickeln?
  17. Resultiert aus der Sanierung des S-Bahn-Tunnels in den diesjährigen Sommerferien auch eine nennenswerte Kapazitätssteigerung hinsichtlich der Fahrgastzahlen, z.B. durch einen kürzeren Takt der einzelnen Linien?
  18. Wie hoch ist die prozentuale Kapazitätsauslastung der S- und U-Bahn-Linien in der Frankfurter Innenstadt an einem normalen Werktag über den Tag verteilt (stündlich bzw. halbstündlich)?
  19. Wie haben sich in den letzten 10 Jahren die Fahrgastzahlen der VGF in Frankfurt prozentual entwickelt?
  20. Wie hat sich in den letzten 10 Jahren die Bevölkerungszahl in Frankfurt prozentual entwickelt?
  21. Wie haben sich in den letzten 10 Jahren die Verkehrs-Infrastrukturausgaben in Frankfurt prozentual entwickelt?
  22. Wie viele Verletzte und Tote im Verkehr gab es in den letzten 5 Jahren in Frankfurt - mit Beteiligung von Pkw/Lkw? - mit Beteiligung von Fußgängern? - mit Beteiligung von Radfahrern? - mit Beteiligung von ÖPNV?
  23. Welche von den in Frage 23 genannten Fortbewegungsmitteln bzw. deren Fahrer waren die Hauptverursacher von entsprechenden Unfällen?
  24. Welche Maßnahmen ergreift die Stadt Frankfurt aktuell bzw. in naher Zukunft, damit - Pkw-/Lkw-Fahrer - Radfahrer sich im Straßenverkehr rücksichtsvoller verhalten und welchen Umfang haben diese jeweils?
  25. Wie hoch ist der jeweilige Anteil von Radverkehr, Pkw-/Lkw-Verkehr, Fußgängern und ÖPNV-Nutzern an der Fortbewegung in Frankfurt aktuell und welchen jeweiligen Anteil strebt die Stadt Frankfurt für das Jahr 2020 an?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Juli 2016Sie sind hier
    AA 62Droht Frankfurt der Verkehrsinfarkt?
    STVV-Anfrage · BFF
  2. 7. Oktober 2016Antwort des Magistrats · nach 11 WochenBB 266Droht Frankfurt der Verkehrsinfarkt?Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen