Invasive Tier- und Pflanzenarten
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenInhalt
Anfrage vom 14.11.2019, A 585
Betreff: Invasive Tier- und Pflanzenarten Die FAZ berichtete am 24.10.2019 darüber, dass im Frankfurter Stadtteil Riedberg in diesem Sommer erstmals die Asiatische Buschmücke nachgewiesen wurde. Im Jahr 2012 wurde sie erstmals in Deutschland nachgewiesen, seitdem hat sie sich in Deutschland schnell ausgebreitet. Die Asiatische Buschmücke kann das gefährliche West-Nil-Virus übertragen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Stechmücke zuvor infiziertes Blut aufgenommen hat. Nach Einschätzung des Frankfurter Parasitologen Professor Klimpel liegt die Gefahr einer Infizierung zwar im Promillebereich, diese Mückenart könne das West-Nil-Virus jedoch viel leichter weitergeben als einheimische Stechmücken. Schon seit letztem Sommer wurde im Nordend die Asiatische Tigermücke gesichtet. Diese kann das Zika- und das Dengue-Virus übertragen und gilt als sehr anpassungsfähig. Außerdem breiteten sich von der Insektengruppe der Wanzen, die aus Asien stammende Marmorierte Baumwanze und die Amerikanische Kiefernwanze aus. Ob diese Fressfeinde hat, sei noch unklar. Ein weiteres eingewandertes Insekt ist die Schabenart Planuncus tingitanus. Diese hat noch keinen deutschen Namen. Ob die Sichtung der Asiatischen Hornisse an der Bergstraße, nach EU-Angaben eine invasive Art welche die heimische Spezies gefährden könnte, nur ein Einzelexemplar ist, ist noch offen. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Welche invasiven Tier- und Pflanzenarten sind bisher in Frankfurt gesichtet worden?
- Mit welchen weiteren invasiven Tier- und Pflanzenarten rechnet man in Frankfurt in den nächsten Jahren?
- Welche neuen aber nichtinvasiven Tier- und Pflanzenarten sind bisher in Frankfurt gesichtet worden?
- Mit welchen weiteren nichtinvasiven Tier- und Pflanzenarten rechnet man in Frankfurt in den nächsten Jahren?
- Welche Gefahren bergen diese nichtinvasiven und invasiven Tier- und Pflanzenarten ggf. für die einheimischen Tier- und Pflanzenarten?
- Welche Gefahren bergen diese nichtinvasiven und invasiven Tier- und Pflanzenarten ggf. für die Bevölkerung?
- Welche Schutzmaßnahmen gibt es bisher ggf. für
- a)ortsansässige Obst- und Gemüsebauern/Landwirte?
- b)heimische Tiere?
- c)heimische Pflanzen?
- d)die Bevölkerung?
- Wie viele Bürger wandten sich im vergangen Jahr an das städtische Umweltamt bzgl. der Sichtung von (auch vermeintlich) neuer oder gefährlicher Tier- oder Pflanzenarten?
- Welche Informationen/Aufklärung kann die Bevölkerung bisher zu diesem Thema von städtischer Seite erhalten?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. November 2019Sie sind hierAA 585Invasive Tier- und PflanzenartenSTVV-Anfrage · AfD
- 3. Februar 2020Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 29Invasive Tier- und PflanzenartenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate