Städtisches Klinikum Frankfurt-Höchst: Gibt es ein medizinisches Konzept oder überlässt der Magistrat die Zukunft des Krankenhauses nur den Wirtschaftsprüfern?
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Anfrage vom 03.07.2013, A 397
Betreff: Städtisches Klinikum Frankfurt-Höchst: Gibt es ein medizinisches Konzept oder überlässt der Magistrat die Zukunft des Krankenhauses nur den Wirtschaftsprüfern? Die Informationspolitik des Magistrats gegenüber der Stadtverodnetenversammlung hinsichtlich der Planungen für das Klinikum Höchst ist dürftig. Inzwischen hat das Bundeskartellamt einer Fusion zugestimmt, und die Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG prüft das Klinikum Frankfurt am Main Höchst und die Main-Taunus Kliniken für eine Fusion. Unklar ist weiterhin, welche Pläne der Magistrat und die zuständige Gesundheitsdezernentin verfolgen. Noch immer liegt kein medizinisches Konzept für das künftige Klinikum vor. Politische Rahmenbedingungen für eine mögliche Fusion hat die zuständige Dezernentin bis heute nicht beschrieben. Vor dem Hintergrund, dass die zuständige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bereits das Land bei der Privatisierung der Unikliniken Gießen und Marburg beraten hat, muss die aktuelle Situation angesichts des dortigen Ergebnisses mit Sorge betrachtet werden. Zusammenschlüsse von Kliniken, die nur unter ökonomischen Aspekten geplant werden, sind wenig erfolgversprechend. In der Absichtserklärung zwischen der Stadt Frankfurt am Main und dem Main-Taunus-Kreis wird neben der angespannten wirtschaftlichen Lage beider Kliniken als Ziel lediglich sehr allgemein angekündigt, weiterhin eine gute medizinische Leistung für die Patienten erbringen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe anstreben zu wollen. Die Verantwortlichen der Kliniken müssen einen Zusammenschluss auch wollen und hierbei alle Akteure in einen transparenten Prozess miteinbeziehen. Ohne die intensive Mitarbeit der Beschäftigten an diesem Prozess wird eine Kooperation oder Fusion nicht gelingen. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat.
- Wie sieht das aktuelle medizinische Konzept des Klinikums Frankfurt Höchst aus?
- Wie sieht das medizinische Konzept für das Klinikum Frankfurt Höchst bei einer Fusion aus?
- Wie sieht das medizinische Konzept der Main-Taunus-Kliniken aus?
- Gibt es ein gemeinsames Konzept für den Fall der Fusion?
- Was sind die Ziele des Zusammenschlusses?
- Gibt es eine Bestandsaufnahme der Stärken des Klinikums Frankfurt Höchst?
- Woran will der Magistrat am Klinikum Frankfurt Höchst unbedingt festhalten?
- Will der Magistrat den Standort Höchst als Klinik der Maximalversorgung erhalten?
- Wie sieht das Kommunikationskonzept für die mögliche Fusion aus?
- Wie sieht die Zeitplanung für die Neuaufstellung des Klinikums aus? Wann wird die Fusionsprüfung abgeschlossen sein, wann soll die künftige Konzeption vorgestellt werden, wann wird die Neubauplanung aufgenommen und wann soll der Neubau bezogen werden?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Juli 2013Sie sind hierAA 397Städtisches Klinikum Frankfurt-Höchst: Gibt es ein medizinisches Konzept oder überlässt der Magistrat die Zukunft des Krankenhauses nur den Wirtschaftsprüfern?STVV-Anfrage · SPD
- 1. November 2013Antwort des Magistrats · nach 17 WochenBB 516Städtisches Klinikum Frankfurt-Höchst: Gibt es ein medizinisches Konzept oder überlässt der Magistrat die Zukunft des Krankenhauses nur den Wirtschaftsprüfern?Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate