Wie sieht eigentlich die reale Wohnungsnot in Frankfurt aus?
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Anfrage vom 28.09.2016, A 100
Betreff: Wie sieht eigentlich die reale Wohnungsnot in Frankfurt aus? Der Wohnungsbau und insbesondere die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Frankfurt am Main und der Region ist eine der großen Herausforderungen der Kommunalpolitik und Dauerthema in der öffentlichen Diskussion. In der Bild-Zeitung vom 28. September 2016 benennt der neue Frankfurter Planungsdezernent 35.000 bis 40.000 fehlende Wohnungen in Frankfurt. Doch unabhängig von Gentrifizierung, Mietwucher und anderen Widrigkeiten für Mieter und Wohnungssuchende stellt sich die Frage, wie es eigentlich mit der realen Wohnungsnot in Frankfurt am Main bestellt ist. Sieht man die Zahl von 35.000 bis 40.000 fehlenden Wohnungen als Realität an, so müssten ja Tausende oder Zehntausende von Frankfurterinnen und Frankfurtern auf der Straße, unter Brücken, in Notunterkünften, Übergangsheimen oder bei Verwandten und Bekannten leben. Bei beispielsweise über 50 Prozent Singlehaushalten in Frankfurt, den oftmals individuell übergesteigerten Wünschen nach stets größerem Wohnraum oder den prognostizierten Zahlenspielen von Zuzügen durch Kriegs-, Wirtschafts- oder Brexit-Migranten ergibt sich für die Kommune eine schier unlösbare Aufgabe Deshalb frage ich den Magistrat:
- Wie viele Menschen sind denn in Frankfurt als Wohnungssuchende gemeldet und wie vielen fehlenden Wohnungen entspricht diese Zahl?
- Wie viele Menschen davon leben in Notunterkünften oder auf der Straße?
- Wie viele von den gemeldeten Wohnungssuchenden leben beispielweise in einer 2-Zimmer-Wohnung und wollen eine 3-Zimmer-Wohnung oder leben in ein 3-Zimmer-Wohnung und wollen eine größere?
- Gibt es eine wirksam arbeitende Tauschbörse für Wohnungen die den Bedürfnissen der registrierten Wohnungssuchenden entgegenkommt bzw. ihnen helfen kann?
- Gibt es irgendeine Institution in Frankfurt, die Mieter von Singlehaushalten mit dem Hintergrund einer zeitlich befristeten oder dauerhaften Untervermietung anspricht oder einem ähnlichen Modell anspricht?
- Wenn ja, mit welchem Erfolg?
- Gibt es neben dem Neubau von Wohnungen gesellschaftliche Modelle oder Modellansätze (parallel zum Wohnungsbau) die der Magistrat zur Beseitigung des Missstandes verfolgt?
- Wenn ja, welche?
- Wie schätzt der Magistrat die reale Wohnungsnot und den realen Bedarf an Wohnungen ein, und was ist hiervon akute Realität oder fiktive Prognose?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. September 2016Sie sind hierAA 100Wie sieht eigentlich die reale Wohnungsnot in Frankfurt aus?STVV-Anfrage · FRANKFURTER
- 19. Dezember 2016Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 330Wie sieht eigentlich die reale Wohnungsnot in Frankfurt aus?Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate