Einsetzen eines Stadtteilhausmeisters für Niederrad
Zusammenfassung
Der Magistrat unterstützt die Einführung eines Stadtteilhausmeisters in Niederrad zur Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum und evaluiert bereits bestehende Pilotprojekte. Künftig sollen zusammen mit Wohnungsbaugesellschaften Konzepte entwickelt werden, um illegale Müllablagerungen effizient zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat begrüßt Maßnahmen und innovative Ansätze, die zu mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum beitragen. Die Stabsstelle Sauberes Frankfurt setzt bereits seit August 2024 im Pilotprojekt den Mainkümmerer im Stadtteil Nied ein, der eine ähnlich beschriene Funktion erfüllt. Bislang wurden hier positive Erfahrungen gemacht, insbesondere da der Mainkümmerer sowohl bei den Bewohnenden als auch den Wohnungsgesellschaften einen hohen Wiedererkennungswert hat und etabliert ist. Der Mainkümmerer ist eine verfügbare Ansprechperson zum Thema Sauberkeit im Stadtteil. Und er erfüllt eine vermittelnde Position zur Stabsstelle Sauberes Frankfurt und den beauftragten Entsorgungsdienstleistenden. Die Stabsstelle Sauberes Frankfurt evaluiert das Projekt zum Ende 2026 erneut. Zu prüfen wäre, inwiefern dieses Pilotprojekt in Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften weiterentwickelt werden könnte. Die ABG FRANKFURT HOLDING (ABG) setzt grundsätzlich auf den Einsatz eigener Hausmeister in ihren Liegenschaften. Diese sind regelmäßig vor Ort, kennen die Bestände und können auf Probleme im direkten Wohnumfeld zeitnah reagieren. Auch im Hinblick auf die Situation in Niederrad leisten die Hausmeister der ABG bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Beobachtung der Flächen und zur Meldung von Missständen. Wesentlich zur zeitnahen Beseitigung von unsachgemäß abgestelltem Sperrmüll ist eine gute Zusammenarbeit zwischen der städtischen Entsorgungsgesellschaft FES und der ABG. Durch eine schnelle und verlässliche Abholung könnte verhindert werden, dass sich Müllansammlungen ausweiten oder weitere Ablagerungen entstehen. Gegen den ergänzenden Einsatz eines städtischen Stadtteilhausmeisters bestehen seitens der ABG keine Einwände. Ein solcher Einsatz könnte eine sinnvolle Ergänzung darstellen, insbesondere zur Beobachtung öffentlicher und halböffentlicher Flächen im Quartier sowie zur besseren Koordination zwischen den beteiligten Akteuren. Die Nassauische Heimstätte (NH) teilt die Einschätzung des Ortsbeirats, dass illegale Sperrmüllablagerungen im öffentlichen und halböffentlichen Raum die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil Niederrad erheblich beeinträchtigen und dringender Handlungsbedarf besteht. Bereits heute ist bei der NH ein festangestellter Objektmanager im Einsatz, dessen Aufgaben ausdrücklich über klassische Hausmeistertätigkeiten hinausgehen. Er behält das Erscheinungsbild der Bestände sowie der Außenanlagen kontinuierlich im Blick, erkennt Problemlagen frühzeitig und koordiniert bei Bedarf außerplanmäßige Abfuhrtermine mit der FES, um akute Vermüllungen kurzfristig zu beseitigen. Damit wird bereits eine Funktion wahrgenommen, die in Teilen dem vom Ortsbeirat angesprochenen erweiterten Rollenverständnis eines Stadtteilhausmeisters entspricht. Gleichzeitig ist es notwendig, die Maßnahmen wirtschaftlich verantwortungsvoll auszusteuern. Für die Müll- und Sperrmüllentsorgung musste die NH konzernweit im vergangenen Jahr einen hohen sechsstelligen Betrag aufwenden. Vor diesem Hintergrund kann eine reine Ausweitung von Kontroll- und Abfuhrleistungen allein keine nachhaltige Lösung darstellen. Aus diesem Grund verfolgt die NH einen integrierten Ansatz, der über kurzfristige Sauberkeitsmaßnahmen hinausgeht. Aktuell arbeitet die NH gemeinsam mit relevanten Stakeholdern, unter anderem auch mit kommunalen Stellen, Entsorgungsbetrieben und weiteren Beteiligten, an einem umfassenden Konzept zur Vermeidung von Müll und Sperrmüll. Ziel ist es, Ursachen illegaler Ablagerungen systematisch zu reduzieren, Verantwortlichkeiten klarer zu definieren und präventive Maßnahmen zu etablieren, um sowohl das Stadtbild als auch die Kostenentwicklung langfristig zu verbessern. Die NH begrüßet ausdrücklich den Vorschlag, dass die Stadt Frankfurt am Main und die Wohnungsbaugesellschaften gemeinsam eine abgestimmte Strategie entwickeln, und sieht hierin einen wichtigen Schlüssel, um das Problem wirksam und dauerhaft anzugehen. Operative Präsenz vor Ort, klare Zuständigkeiten und präventive Konzepte müssen dabei zusammengedacht werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 5. Januar 2026OFOF 1653/5Einsetzen eines Stadtteilhausmeisters für NiederradOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 23. Januar 2026OMOM 8069Einsetzen eines Stadtteilhausmeisters für NiederradDirektanregung
- 27. April 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 763Einsetzen eines Stadtteilhausmeisters für NiederradStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab