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Programm zur Unterstützung von Ausbildung für Geflüchtete

Vorlagentyp: STMagistrat
28 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat von Frankfurt am Main hat ein Programm zur Unterstützung von Ausbildung für Geflüchtete ins Leben gerufen, um deren Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Ziel ist es, durch verschiedene Qualifizierungs- und Ausbildungsangebote sowie Sprachförderungen die Arbeitsmarktchancen von Geflüchteten zu verbessern.

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Die Pandemie und deren Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung betreffen alle Bevölkerungsgruppen. Folgen sind u.a. Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Einschränkungen sozialer Kontakte. Der Frankfurter Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der aktuell kursierenden Omikron Variante stabil.

Für den Magistrat ist die Integration in den Arbeitsmarkt der in Frankfurt lebenden Bürger:innen ein großes Anliegen. Dafür stellt die Stadt Frankfurt am Main ein eigenes kommunales Arbeitsmarktprogramm mit unterschiedlichsten Qualifizierungs- und Ausbildungsangeboten und teilweise intergierten Sprachangeboten bereit. Menschen mit Fluchthintergrund erhalten dort, wie alle interessierten Frankfurter:innen auch, vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten zur Verbesserung ihrer Arbeitsmarktchancen, die sich nicht nur auf Fragen von Ausbildung beschränken.

Für Asylberechtigte oder schutzbedürftige Geflüchtete (bspw. afghanische Ortskräfte) mit einem Aufenthaltstitel ist das Jobcenter Frankfurt für die Betreuung und Beratung verantwortlich, sofern ein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) besteht. Die Betreuung findet direkt in den Jobcentern, für unter 27-jährige in spezialisierten Teams im Jugendjobcenter, statt. Sie haben Zugang zu Sprachförderangeboten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sowie zu allen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, insbesondere zu Maßnahmen der Berufsorientierung und -vorbereitung oder Ausbildungsbegleitung. Die Bildungsträger gewährleisten eine intensive Betreuung im gesamten Bewerbungsprozess und stellen vor Ort auch die IT-Infrastruktur bereit. Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit bieten Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche, auch in Kooperation mit verschiedenen Bildungsträgern, an. In Vorbereitungskursen und persönlichen Gesprächen werden die jungen Menschen auf ihren Ausbildungswunsch entsprechend vorbereitet. Darüber hinaus werden vereinzelt Mentor:innen (z.B. beim Angebot von Joblinge e.V.) zur Seite gestellt und berufsqualifizierende Sprachförderung angeboten.

Für Geflüchtete im laufenden Asylverfahren ist eine Förderung durch das Jobcenter Frankfurt rechtlich nicht möglich. Der Magistrat stellt darüber hinaus im Rahmen des Frankfurter Arbeitsmarktprogramms (FRAP) ergänzend eine rechtskreisübergreifende berufliche Beratung und umfangreiche Angebote für Ausbildung- und Arbeitsplatzsuchende bereit. Sie sind niedrigschwellig und stehen allen Frankfurter:innen über 18 Jahren zur Verfügung.

Zu Fragen beruflicher Integration und Ausbildung stehen Geflüchteten folgende Angebote zur Verfügung: - "Chance und Beruf" und "QUABB - Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule" der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung (GJB) - "Jugendberatung" Internationaler Bund f. Sozialarbeit (IB) - "Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen" Caritasverband Frankfurt - "Beratungs- und Lernzentrum" der FRAP Agentur

Von den über 4.100 Teilnehmenden (unter 27-jährige) in 2020 hatten ca. 25% einen Fluchthintergrund.

Die Teilnahme von Geflüchteten an den Angeboten ist jedoch aufgrund von sprachlichen Defiziten, fehlender oder mangelnder Schul- und Grundbildung und Unkenntnis über das Ausbildungssystem nicht immer sofort möglich. Hierauf haben sich die Maßnahmeträger eingestellt und bieten auch Maßnahmen zum Sprach- und Kulturerwerb an, die gut nachgefragt und angenommen werden.

Unterstützung zur beruflichen Integration oder Fragen zum Ausbildungssystem werden durch spezialisierte Sozialbetreuer:innen in den Flüchtlingsunterkünften angeboten. Diese kennen die Angebote in der Stadt und beraten bzw. verweisen je nach Bedarf an die zuständigen Stellen. In einigen Unterkünften bieten die Sozialdienste auch Bewerbungstrainings und Unterstützung beim Erstellen von Lebensläufen an.

In den Unterkünften wird, wo immer es möglich ist, W-Lan zur Verfügung gestellt. Teilweise gibt es in den Unterkünften PC-Arbeitsplätze, die auch von den Bewohner:innen genutzt werden können.

Für den Magistrat ist das Frankfurter Arbeitsmarktprogramm (FRAP) ein wichtiges und flexibles Instrument, um Zugänge zum Frankfurter Arbeitsmarkt für diejenigen zu ermöglichen, für die die Angebote der Bundesagentur für Arbeit oder Jobcenter Frankfurt noch nicht möglich oder nicht zielführend sind.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 6. September 2021KK 34Programm zur Unterstützung von Ausbildung für GeflüchteteKAV-Anregung
  2. 21. März 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 28 Wochen
    STST 755Programm zur Unterstützung von Ausbildung für Geflüchtete
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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