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Stadtteilbibliothek

Vorlagentyp: STMagistrat
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Stellungnahme des Magistrats vom 14.05.2010, ST 638

Betreff:

Stadtteilbibliothek

Die Einrichtung einer Stadtteilbibliothek in Fechenheim war bereits per Magistratsbeschluss Nr. 2075 vom 23.7.1990 vorgesehen; vergl. Bibliotheksentwicklungspläne von 1972 und 1990.

Die Fahrbibliothek der Stadtbücherei fährt derzeit drei Haltestellen in Fechenheim an; die dritte Haltestelle wurde im Jahre 2008 neu eingerichtet. Die beiden seit langem bestehenden Haltestellen in der Konstanzer Straße verzeichneten eine gute Resonanz, so dass im Jahre 2009 im Rahmen einer Fahrplanoptimierung die Standzeiten an den Haltepunkten nahezu verdoppelt wurden. Gleichzeitig erfolgte an der neueren Haltestelle in der Birsteiner Straße die Umstellung vom 14-täglichen Ausleihturnus auf eine benutzerfreundliche, wöchentliche Anfahrt.

Eine aktuelle Nutzungsauswertung zeigt, dass sich bei den Ausleihzahlen der Fechenheimer Haltestellen nach einer Talsohle nunmehr ein leichter Aufwärtstrend abzeichnet. Jedoch insbesondere an der Haltestelle in der Birsteiner Straße entspricht die Resonanz – gemessen an der Standzeit – bis jetzt noch nicht unseren Erwartungen.

Fechenheim ist ein Stadtteil mit ca. 16.000 Einwohner/-innen; der mit einer spezifischen Arbeitslosendichte von 11,5 % zu den 9 Stadtteilen Frankfurts mit den höchsten Werten in diesem Bereich zählt.

Eine Auswertung der Einwohnerzahlen und der Zahlen zur Sozialstruktur unter bibliotheksfachlichen Gesichtspunkten macht deutlich, dass sich ein Angebot der Stadtbücherei im Stadtteil Fechenheim im Schwerpunkt an folgende Zielgruppen wenden müsste:

Kinder und Jugendliche

Junge Eltern und Familien

ältere Menschen

Erwerbssuchende und arbeitslose Menschen

Zentrale Angebotsbereiche (neben der Grundversorgung mit Medien und Informationen):

frühe Leseförderung mit Einbindung der Eltern

Leseförderung für Schüler (Primarstufe, ggf Sekundarstufe I)

Bildungsangebote für Migranten/-innen (Medien zum Erlernen der deutschen Sprache, Medien zur Alphabetisierung)

Für eine Bibliothek mit den o. g. Aufgaben wäre erforderlich:

angemessene Räume (Größe, Lage, Ausstattung)

hauptamtliches Personal (Bibliotheksleitung, 2 – 3 MitarbeiterInnen)

attraktive und adäquate Öffnungsstunden (mindestens 3 – 4 Öffnungstage)

auskömmlicher Medienetat

In der aktuellen Debatte um die Gewährleistung gleicher Startbedingungen für Kinder spielt Fechenheim eine zentrale Rolle: Eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit im Rahmen der Erstellung eines modellhaften Konzepts zum Ausbau eines Netzwerks für Frankfurter Kinder schwerpunktmäßig mit Fechenheim.

Ein besonderes Augenmerk soll hier auf die Systemübergänge junger Menschen gelegt werden; die Stadtbücherei, mit ihren niederschwelligen und zumeist kostenfreien Angeboten, kann in diesem Kontext eine wichtige Rolle spielen. Im Zuge der Konzepterstellung "Gelingender Start ins Leben“, werden daher u. a. die bibliothekarische Versorgung des Stadtteils bzw. die Einrichtung und Ausstattung einer Stadtteilbibliothek für Fechenheim zu prüfen sein.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. November 2009OFOF 389/11Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.07 Angebote der Stadtbücherei StadtteilbibliothekOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 11. Januar 2010EAEA 66Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.07 Angebote der Stadtbücherei StadtteilbibliothekEtatanregung
  3. 14. Mai 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 24 Wochen
    STST 638Stadtteilbibliothek
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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