Spielpunkte in Bornheim!
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
E-Mail-Abo einrichtenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 18.03.2010, ST 421
Betreff:
Spielpunkte in Bornheim!
Die städtischen Ämter begrüßen das Bestreben zur Gestaltung einer kinderfreundlichen Stadt Frankfurt am Main, in diesem Falle im Stadtteil Bornheim. Die Herstellung von "Spielpunkten“ (Geräte bzw. Ausstattung für Spiel und Bewegung auf kleinen Flächen) im öffentlichen Straßenraum ist im Einzelfall sorgfältig zu prüfen, zu planen und mit den betroffenen Stellen frühzeitig abzustimmen.
Für die Aufstellung von Spielpunkten ist die Sicherheit der Kinder oberstes Ziel. Bei der Standortsuche sind u. a. ein ausreichender Sicherheitsabstand zum fließenden Verkehr, anforderungsgerecht dimensionierte freie Gehbereiche sowie Bewegungsräume für mobilitätseingeschränkte Personen zu beachten. Die Spielpunkte sind deutlich zu kennzeichnen, damit niemand gefährdet wird (z.B. darüber stolpert).
Die Spielpunkte im südhessischen Griesheim ("bespielbare Stadt Griesheim“) stellen ein gutes Beispiel für eine kinderfreundliche Stadtgestaltung dar, sind allerdings nicht "1:1“ auf die Stadt Frankfurt am Main übertragbar.
Mit ihren ca. 26.000 Einwohnerinnen und Einwohnern steht die Kleinstadt Griesheim im starken Gegensatz zur Metropole Frankfurt am Main. Ein im Verhältnis geringes Verkehrsaufkommen und großzügige Fußwegbreiten im südhessischen Griesheim stehen im Kontrast zu den hohen Verkehrsflüssen der Stadt Frankfurt sowie dem hohen Anteil an ruhendem Verkehr und den zum Teil sehr beengten Fußwegverhältnissen besonders im Stadtteil Bornheim.
Bei den Spielpunkten in Griesheim handelt es sich zudem nicht um ein solitäres Projekt mit einzelnen Ausstattungselementen. Im Rahmen der bespielbaren Stadt(-planung) Griesheim wurde auf der Grundlage von zahlreichen Untersuchungen und Kartierungen ein Gesamtkonzept und Kinderwegesystem erarbeitet und umgesetzt. In diesem Konzept sind alle relevanten Kinderorte (Schulen, Spielplätze, etc) durch ein sicheres Wegenetz verbunden und mit Spielpunkten, überwiegend in Wohnstraßen, ausgestattet worden. Für eine vergleichbare Studie mit anschließender Umsetzung, die sehr wünschenswert wäre, gibt es keine ausreichenden finanziellen Mittel und Personalkapazitäten.
Es wird für sinnvoll erachtet, bei Planungen neuer Wohnviertel oder -gebiete frühzeitig und durchgängig eine kindergerechte Gesamtplanung zu verwirklichen.
Stellungnahme zu den einzelnen vorgeschlagenen Orten:
Vorplatz zum Rewe im Depot Heidestraße
Da es sich nicht um ein städtisches Grundstück handelt, können wir hier keine Entscheidung treffen. Von der Örtlichkeit ist der Freiraum im Grundsatz geeignet. Unter Berücksichtigung von Zufahrten, Feuerwehrbewegungsfläche, Anforderungen des Rewe Marktes etc. müsste in diesem Fall geprüft werden, ob und wo ein Spielpunkt gestellt werden könnte. Im angrenzenden Abschnitt der Heidestraße sind keine Flächenreserven für zusätzliche Spielgeräte vorhanden. Grundsätzlich besteht seitens der VGF die Möglichkeit, einen abgestellten Stadtbahnwagen Typ U2 zur Verfügung zu stellen.
Bornheimer Fünffingerplätzchen
Der Platz wird mehrmals im Jahr durch traditionelle Bornheimer Veranstaltungen, wie z.B. Bernemer Kerb, Oktoberfest, etc., sowie in der Vorweihnachtszeit für den Weihnachtsbaumverkauf in Anspruch genommen, was bei der Planung neben dem Gebot der Minderung des Unfallrisikos durch den Autoverkehr berücksichtigt werden muss. Auf diesem Platz könnten nur Spielpunkte im straßenabgewandten Bereich errichtet werden, die die zuvor genannten Veranstaltungen nicht behindern. Möglich wären ebenerdig in der Pflasterung integrierte Spielelemente (z.B. Hüpfkästenchen).
Geplanter Platz an der Friedberger Warte
Die Planung des Platzes wird im Rahmen des Programms "Schöneres Frankfurt“ federführend vom Stadtplanungsamt bearbeitet. Wir erachten es als sinnvoll, bei der Planung des Platzes die Belange einer kinderfreundlichen Gestaltung zu berücksichtigen.
Platz an der Neebstraße
Der Neebplatz wird im Rahmen der aktuellen Straßenbaumaßnahmen Neebstraße – Heidestraße hergestellt. Aus formalen Gründen ist die Integration von "Spielpunkten“ in die laufende Maßnahme nicht möglich. Mit Abschluss der Arbeiten im Sommer 2010 beginnt die 4-jährige Gewährleistungsfrist, innerhalb der wir von erneuten baulichen Maßnahmen in dieser Fläche dringend abraten.
Berger Straße (Bornheim Mitte)
Aufgrund der beengten Fußwegverhältnisse, des hohen Anteils an ruhendem Verkehr, einhergehend mit einer schlechten Einsehbarkeit der Flächen und des stetig fließenden Autoverkehrs halten wir ein Aufstellen von Spielpunkten entlang der Berger Straße nicht für sinnvoll. Auf der Platzfläche am Uhrtürmchen findet regelmäßig ein Wochenmarkt statt. Dabei wird die gesamte Fläche in Anspruch genommen. Wir raten daher von der Einschränkung der nutzbaren Fläche durch zusätzliche Spielgeräte ab. Möglich wären ebenerdig in der Pflasterung integrierte Spielelemente (z.B. Hüpfkästenchen).
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. Dezember 2009OFOF 602/4Spielpunkte für Bornheim!Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 12. Januar 2010OMOM 3854Spielpunkte für Bornheim!Direktanregung
- 18. März 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenSTST 421Spielpunkte in Bornheim!Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab