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Abbiegespiegel zum Schutz von Radfahrern an besonders gefährlichen Kreuzungen im Ortsbezirk 10

Vorlagentyp: STMagistrat
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat hat festgestellt, dass Abbiegespiegel zur Erfassung von Radfahrenden aufgrund ihrer schmalen Silhouette nicht geeignet sind. Stattdessen wird die Zurückverlegung der Haltlinie für Kraftfahrzeuge und die Vorverlegung der Haltlinie für Radfahrende als wirksame Maßnahme vorgeschlagen, um die Sichtbarkeit zu verbessern und Unfälle zu vermeiden.

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Stellungnahme des Magistrats

Gesicherte Erkenntnisse aus anderen Städten zum Thema Abbiegespiegel liegen nicht vor. Es gibt lediglich Pressemitteilungen aus Freiburg mit widersprüchlichen Ergebnissen. Nach Einschätzung des Magistrats sind Abbiegespiegel zur Erfassung von Radfahrenden, aufgrund ihrer schmalen Silhouette, nicht geeignet. Ein Abbiegespiegel kann nur eine Orientierung für eine stehende Position des Wartenden geben; die Probleme der Toten-Winkel-Unfälle sind aber in der Bewegung, bzw. in der Einleitung des Abbiegevorgangs zu sehen. Im Stand verfügt ein LKW über genügend Spiegel, um den Bereich rechts neben dem LKW zu erfassen. Sobald der LKW anfährt, um abzubiegen, hat der Fahrende nicht mehr die Möglichkeit, alle Spiegel zu erfassen und damit (ankommende) Radfahrende zu beobachten. Eine mögliche Maßnahme ist die Zurückverlegung der Haltlinie für Kraftfahrzeuge und die Vorverlegung der Haltlinie für Radfahrende. Der Abstand der Haltlinien sollte mindestens 5,00 Meter betragen. So fährt der Radfahrende vor dem LKW und ist im vorderen Sichtfeld des LKW-Fahrenden. Dies wird bei Maßnahmen der Lichtsignalsteuerung und bei der Arbeit der Unfallkommission bereits seit längerem verstärkt berücksichtigt. Die Forderung, dass LKW mit elektronischen Abbiege-Assistenz-System aus- und nachgerüstet werden, wird unterstützt. Dies ist die wirkungsvollste Maßnahme, um Unfälle von LKW mit Radfahrenden und Zu Fuß Gehenden, besonders beim Abbiegevorgang nach rechts, zu verhindern. Maßnahmen mit Hilfe von Abbiegespiegeln, besonders an Lichtsignalanlagen, erzielen nicht annähernd den Effekt der Abbiege-Assistenz-Systeme. Dennoch hat sich der Magistrat aufgrund der vermehrten Nachfrage dazu entschlossen, einige Abbiegespiegel an geeigneten Kreuzungen aufzuhängen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Eine Auswertung des Versuchs liegt derzeit noch nicht vor.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 13. Oktober 2020OFOF 1079/10Abbiegespiegel zum Schutz von Radfahrern an besonders gefährlichen Kreuzungen im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · FDP
  2. 27. Oktober 2020OMOM 6780Abbiegespiegel zum Schutz von Radfahrern an besonders gefährlichen Kreuzungen im Ortsbezirk 10Direktanregung
  3. 12. Februar 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 Wochen
    STST 419Abbiegespiegel zum Schutz von Radfahrern an besonders gefährlichen Kreuzungen im Ortsbezirk 10
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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