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Kinderbetreuungssituation in Schwanheim

Vorlagentyp: STMagistrat
14 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Stellungnahme des Magistrats vom 18.02.2009, ST 287

Betreff:

Kinderbetreuungssituation in Schwanheim

Zu 1. und 2.

Der Versorgungsgrad im Krabbelstubenbereich liegt im Planungsbezirk Schwanheim/Goldstein bei 7% (40 Krabbelstubenplätze für 594 Kinder).

Laut dem Planungsforum am 19.11.2008 stehen 101 Kinder (Jg. 2007 und 2008) auf der Warteliste, davon sind 2/3 der Kinder aus Schwanheim, die restlichen Kinder vor allem aus Goldstein und Niederrad.

Ab März 2009 wird es durch die Erweiterung der evangelischen Krabbelstube "Habakuk“ 11 neue Plätze geben. Im Neubau an der Schwarzbachmühle werden weitere 22 Plätze für Kleinkinder unter 3 Jahren geschaffen, die ab August 2009 belegt werden können.

Im Kindergartenbereich stehen in den beiden Schulbezirken August-Gräser-Schule und Minna-Specht-Schule für 424 anspruchsberechtigte Kinder (3,5 Altersjahrgänge) zum Stichtag 01.11.2007 insgesamt 350 Kindergartenplätze zur Verfügung. Das entspricht einem Versorgungsgrad von 83%. Für eine 100%ige Versorgung fehlen noch 74 Kindergartenplätze.

Beim Abgleich am 19.11.2008 standen 78 Kindergartenkinder (bis 31.08.2005 geboren) auf den Anmeldelisten, die noch keinen Kindergartenplatz erhalten haben. Bis zum Sommer 2009 kommen weitere 120 anspruchberechtigte Kinder dazu. Bei ca. 71 freiwerdenden Kindergartenplätzen fehlen somit insgesamt 127 Kindergartenplätze.

Die statistische Entwicklung der Kinderzahlen lässt zwar einen Rückgang von ca. 5% erwarten, aber in der Praxis ist das Gegenteil festzustellen. Die Leitungen berichten vom Zuzug vieler junger Familien nach Schwanheim.

Im ehemaligen Schwanheimer Postgebäude ist 1 Kindergartengruppe mit 25 Kindern geplant, die bei positivem Verhandlungsergebnis zwischen Träger und Vermieter 2009 geschaffen werden soll.

Im Hortbereich gibt es in den beiden Schulbezirken für 458 Grundschulkinder 157 Hortplätze und 50 Übermittagsbetreuungsplätze (Versorgungsgrad von insgesamt 45%).

Es konnten zum Schuljahr 2008/09 32 Schulanfänger und 9 ältere Schulkinder nicht versorgt werden. In der Übermittag-Betreuung der August-Gräser-Schule waren im November 2008 5 von 50 Plätzen noch frei. Im Schuljahr 2009/10 benötigen etwa weitere 46 Kinder einen Hortplatz. Bei etwa 23 freiwerdenden Hortplätzen würden etwa 64 Kinder ohne Hortplatz bleiben.

Für die Minna-Specht-Schule sollen die Voraussetzungen (Raumsituation, Interesse der Schule an einer Ganztagsentwicklung, Umsetzung des Mittagessens, Trägerfrage) für eine Umwandlung der Übermittagbetreuung in eine erweiterte schulische Betreuung geprüft werden.

Zu 3.

Als Standorte für kurzfristige Lösungen kommen vor allem Mietobjekte mit einer Erdgeschoßfläche ab ca. 150 qm und möglichst einem Außengelände in Betracht. Für einen Hort ist zudem die Nähe zur Schule von Bedeutung. Wenn eine solche Liegenschaft gefunden ist, kann eine Umsetzung in der Regel kurzfristig im Rahmen der städtischen Sofortprogrammmaßnahmen erfolgen. Eine Dauer von fünf Jahren ist für diese Förderung erforderlich.

Des Weiteren eignen sich im Einzelfall benachbarte Grundstücke neben bereits bestehenden Einrichtungen für einen Erweiterungsbau oder zur vorübergehenden Aufstellung eines Pavillons.

Für Schwanheim wurde nach erfolgloser Suche geeigneter Räumlichkeiten für Schulkinder die Idee entwickelt, dass der Caritasverband als Träger der Kita "Lichtblick“ auf dem Nachbargrundstück einen Pavillon für zwei Hortgruppen aufstellen lässt und anmietet. Dadurch könnte die Hortgruppe aus der Kita ausgegliedert werden und es würden 25 Hort- und auch 22 Kindergartenplätze neu geschaffen werden können. Eine Anmietung von Pavillonn ist erfahrungsgemäß mit den Mitteln aus dem städtischen Sofortprogramm nur bei einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren wirtschaftlich möglich.

Zu 4.

Der stark gestiegene Bedarf kann allein mit kleinen Lösungen des Sofortprogramms nicht nachhaltig gelöst werden. Insofern ist neben dem geplanten Neubau für Kinder unter 3 Jahren, der bis 2013 gemäß den Kita-Platzausbauplanungen erfolgen soll, noch ein weiterer Neubau für Kinder zwischen 3 und 6 (bzw. 10 Jahren) vorgesehen. Als Standort für einen ersten Neubau ist ein Grundstück "Zur Waldau“ gegenüber der Carl von Weinberg-Schule festgesetzt worden. Die Standortfrage für einen zweiten Neubau ist noch zu klären.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 13. November 2008OFOF 1012/6Kinderbetreuungssituation in SchwanheimOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 2. Dezember 2008VV 832Kinderbetreuungssituation in SchwanheimAnfrage
  3. 18. Februar 2009Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 Wochen
    STST 287Kinderbetreuungssituation in Schwanheim
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
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