Einrichten des Modells "Finanzpunkt" der Banken
Zusammenfassung
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat sich mit der Frankfurter Sparkasse über die Schließung der Filiale in Nieder-Erlenbach und das Modell "Finanzpunkt" ausgetauscht. Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten, was zu einer Reduzierung der Filialen führt. Der Magistrat setzt sich für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung in den Stadtteilen ein.
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E-Mail-Abo einrichtenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat steht im regelmäßigen Austausch mit der Frankfurter Sparkasse und hat auch im Rahmen der Anfrage des Ortsbeirates 13 im Zusammenhang mit der angekündigten Schließung der Sparkassen-Filiale in Nieder-Erlenbach und dem Vorschlag der Adaption des Modells "Finanzpunkt" von Taunus Sparkasse und Frankfurter Volksbank sowie weiterer Filialschließungen und damit verbundenen Anfragen der Ortsbeiräte 11 und 14 den Dialog gesucht. Die Frankfurter Sparkasse machte im Austausch mit dem Magistrat deutlich, dass sich durch die Digitalisierung das Kundenverhalten verändert und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Corona-Krise beschleunigt, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die zum Teil deutlich verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung solcher Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit dem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes um ein Digitales BeratungsCenter und ein Digitales GeschäftskundenCenter mit einem Telefon-, Email- und Videochatangebot Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Außerdem wird darauf verwiesen, dass man mit 43 Standorten immer noch über das dichteste Filialnetz aller Banken in Frankfurt am Main verfüge. In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit, Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben. Das Modell der Finanzpunkte, also geteilter Filialen mit der Frankfurter Volksbank bzw. anderen Banken ist nach Aussage der Frankfurter Sparkasse für das Unternehmen keine Option. Im benachbarten Nieder-Eschbach hat eine weitere Filiale der Frankfurter Sparkasse Bestand bis 2024. Darüber hinaus bleibt der Filialstandort Bonames erhalten. Die Volksbank bietet zudem mit den Standorten Massenheim und Nieder-Eschbach ebenfalls nahe gelegene Alternativen, so dass von einer ausreichenden Grundversorgung des Stadtteils Nieder-Erlenbach mit physischen Bankdienstleistungen auszugehen ist. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht weiterhin im Austausch mit der Frankfurter Sparkasse im Interesse der Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung in den Stadtteilen. Der Magistrat bringt hierbei die Belange der betroffenen Personengruppen in den Stadtteilen ein, er hat jedoch keinen Einfluss auf die wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen und kann nicht in die Geschäftstätigkeit der Banken eingreifen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Juni 2021OFOF 24/13Einrichten des Modells Finanzpunkt der BankenOrtsbeiratsantrag · CDU
- 6. Juli 2021OMOM 552Einrichten des Modells „Finanzpunkt“ der BankenDirektanregung
- 5. November 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 2021Einrichten des Modells "Finanzpunkt" der BankenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab