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Errichtung von Hinweis- und Informationsschildern zum Schutz des Feuersalamanders entlang An den Zehn Ruthen

Vorlagentyp: STMagistrat
0 Wochen bis zur Antwort

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats bezieht sich auf den Vorschlag zur Errichtung von Hinweis- und Informationsschildern zum Schutz des Feuersalamanders. Es wird argumentiert, dass der Feuersalamander in dem betreffenden Gebiet nicht heimisch ist und Aussetzungen schädlich sind. Daher wird eine zurückhaltende Vorgehensweise beim Aufstellen solcher Schilder angeregt.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Der Feuersalamander kommt in Hessen bevorzugt in waldreichen höheren Lagen vor. Im Frankfurter Stadtgebiet zählt vor allem das mit mehreren hundert Tieren starke Vorkommen im südlichen Oberwald zu den größten im Rhein-Main-Gebiet. Die Art zählt zu den besonders geschützten Arten und ist vor allem bei feuchter Witterung bzw. Regen in den Dämmerungs- und Nachstunden aktiv.

Der Weg "An den Zehn Ruthen" liegt östlich der S-Bahntrasse der Linie S6 auf Eschersheimer Gemarkung. In diesem Bereich finden sich mehrere Gartengrundstücke und Feldgehölze. In diesem Bereich hat es nach Informationen des Magistrats bisher noch nie Nachweise des Feuersalamanders gegeben, zumal der Lebensraum für die Art nicht optimal ist. Die weiter westlich gelegene Nidda ist als Fortpflanzungsgewässer für die Art ungeeignet. Aus naturschutzfachlicher Sicht ist somit eher anzunehmen, dass es hier zu einer Aussetzung von Feuersalamandern gekommen ist. Diese können im Terraristik-Handel erworben werden. Solche Aussetzungen sind aus naturschutzfachlicher Sicht klar abzulehnen, da ein Hauptgefährdungsfaktor für die heimischen Artvorkommen der Hautpilz BSAL ist. Dieser ist mutmaßlich erst durch ausgesetzte Amphibien in Deutschland angekommen.

Zudem sollte beim Aufstellen von Hinweis- und Informationstafeln grundsätzlich zurückhaltend agiert werden, um eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zu vermeiden. Da zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten gleichermaßen schutzwürdig sind, würde eine konsequente Beschilderung einzelner Arten zwangsläufig zu einer Vielzahl an Hinweistafeln führen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab

Der Weg dieser Vorlage

Am 30. Oktober 2026 veröffentlichte der Magistrat diese Stellungnahme. Mit dieser Stellungnahme antwortet der Magistrat auf OM 219 — Direktanregung vom 18. Juni 2026.

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