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Ehrenamtliche Tierrettung nicht erst im Notfall suchen

Vorlagentyp: STMagistrat
16 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat unterstützt die Anregung, geeignete Ansprechpartner für Tierrettung auch außerhalb von Notfällen zu benennen. Ziel ist es, schnellere Hilfe im Ernstfall zu ermöglichen, ohne jedoch eine zusätzliche Tierrettungsstruktur aufzubauen. Es soll stattdessen der bestehende Ablaufprozess in der Tierrettung geprüft werden.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Anregung des Ortsbeirates wird fachlich nachvollzogen. Gerade bei Tiernotfällen kann es sinnvoll sein, bereits im Vorfeld über geeignet Ansprechstellen zu verfügen, damit im Einzelfall nicht erst unter Zeitdruck nach sachkundiger Unterstützung gesucht werden muss. Aus Sicht des Magistrats ist dabei jedoch zwischen der akuten Gefahrenabwehr, dem fachgerechten Einfangen bzw. Sichern eines Tieres sowie einer anschließenden Unterbringung oder weiteren Versorgung zu unterscheiden.

Die Feuerwehr Frankfurt am Main erfüllt ihre gesetzliche Aufgabe auch bei Tiernotfällen und kann im Rahmen ihrer Zuständigkeit tätig werden, soweit eine Gefahrenlage besteht oder eine technische Hilfeleistung erforderlich ist. Für Tierrettungseinsätze hält die Feuerwehr spezielle Ausrüstung vor und schult ihre Einsatzkräfte regelmäßig. Für den in der Begründung zu dieser Anregung geschilderten Fall im April liegen der Feuerwehr allerdings keine Informationen vor.

Der Verwaltung sind verschiedene Ansprechpartner bekannt, die über eine tierschutzrechtliche Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes verfügen bzw. im Einzelfall fachlich eingebunden werden können. Hierzu zählen insbesondere:

- Mauerseglerklinik

- TSV Fechenheim

- Herr Armbrust, Spezialist für Greifvögel und Eulen

- Maintauben-Tierschutzprojekt

- Stadttaubenprojekt

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass diese Stellen in erster Linie als Ansprechpartner für Beratung, Übernahme, Pflege oder Unterbringung in Betracht kommen. Ob und in welchem Umfang sie auch kurzfristig beim Einfangen oder Sichten eines Tieres vor Ort unterstützen können, ist jeweils einzelfallabhängig und kann nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden. Zugleich ist bei Wildtieren immer sorgfältig abzuwägen, ob ein menschliches Eingreifen tatsächlich geboten ist. Nicht jedes scheinbar hilfsbedürftige Tier benötigt auch tatsächlich Hilfe. Gerade bei Wildtieren kann gut gemeinte Hilfe im Ergebnis zu erheblichem Stress, vermeidbarem Leiden oder sogar zu einer Verschlechterung der Situation führen. Eine sachkundige Einschätzung ist daher regelmäßig sinnvoll, bevor Tiere eingefangen, umgesetzt oder in menschliche Obhut genommen werden.

Vor diesem Hintergrund erscheint es aus Sicht des Magistrats zweckmäßig, keine weiterführende "Tierrettungsstruktur" neben der bestehenden Zuständigkeit aufzubauen. Der Magistrat wird den konkreten Sachverhalt dennoch zum Anlass nehmen und den bestehenden Ablaufprozess in der Tierrettung prüfen. Eine weiterführende Einbindung ehrenamtlicher Stellen kommt nach Verfügbarkeit und nach fachlicher Eignung im jeweiligen Einzelfall in Betracht.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. Mai 2026OFOF 38/1Ehrenamtliche Tierrettung nicht erst im Notfall suchenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 16. Juni 2026OMOM 194Ehrenamtliche Tierrettung nicht erst im Notfall suchenDirektanregung
  3. 21. September 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 Wochen
    STST 1435Ehrenamtliche Tierrettung nicht erst im Notfall suchen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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