Öffentliche Grün- und Freizeitanlage Platenstraße
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Stellungnahme des Magistrats vom 04.09.2008, ST 1365
Betreff:
Öffentliche Grün- und Freizeitanlage Platenstraße
Zu Frage 1. :
Bei der Vorstellung des Planungsstandes im Oktober 2007 waren folgende Gruppen beteiligt:
- Integrative Schule, Schulleitung und stellvertretende Schulleitung
- Nachbarschaftsbüro und Ho-Pla-Post
- Nachbarschaftszentrum und Nachbarschaftsbüro Ginnheim
- Mitarbeiter/-innen des Zirkus Zarakali
- Abenteuerspielplatz
- Agenda Gruppe
- Jugendwohnverbund St. Martin des Caritas-Verbandes
- BMX-Club Stahlfräse
- Ginnheimer Hundefreunde
- Mitglieder des Ortsbeirates 9
- Stadtverordnete der Grünen
Insbesondere die sechs erstgenannten Gruppen werden sich nach unserem Kenntnisstand bei der Gestaltung der Spiel- und Kulturmeile einbringen. Es gibt aber weitere, ortsansässige Gruppen deren Mitarbeit signalisiert wurde (z.B. Kindertagesstätte, Stadteil-AG’s). Die Koordination der einzelnen Gruppen erfolgt durch das Nachbarschaftszentrum Ginnheim. Darüber hinaus ist der Stabstelle Aktive Nachbarschaft aufgrund der intensiven Vorgespräche im Rahmen des "Runden Tischs“ bekannt, dass neben den Initiativen und Institutionen auch bei Bewohnerinnen und Bewohnern Ideen zur Umgestaltung bestehen, die noch gebündelt und eingebracht werden müssen.
Folgende Ideen wurden bisher formuliert:
- Sitzgruppen,
- Wegweiser zu anderen Punkten im Stadtviertel,
- Tast-Fühlpfad,
- durchlaufender, von der Straße abgerückter Geh- / Radweg,
- Weidentunnel,
- Informationskasten.
Ob und wie sich diese (und zusätzliche) Wünsche verwirklichen lassen, muss im Rahmen der weiterführenden Planungen mit den Gruppen überprüft werden.
Zu Frage 2.:
Nach den Vorstellungen der Stabsstelle Aktive Nachbarschaft sollen alle interessierten Bewohnerinnen und Bewohner, sowie die Akteure vor Ort bei der Gestaltung der Spiel- und Kulturmeile am Rand der Platenstraße im Rahmen eines breit angelegten Prozesses an der Gestaltungs- und Nutzungsplanung beteiligt werden. Damit wird, wie die Erfahrung zeigt, ein hoher Identifizierungsgrad aller Beteiligten mit der Maßnahme, mit der Siedlung und somit eine Aufwertung erreicht.
Die derzeitigen Planungen sehen im Bereich zwischen der Platenstraße und dem Gehweg Flächen vor, die als "Platzhalter“ für die Ideen der einzelnen Gruppen gedacht sind. Von Seiten der Stadt würden die Flächen so vorbereitet, dass die Gruppen ihre Wünsche dort möglichst eigenständig verwirklichen können.
Auch die weitere Pflege und Unterhaltung dieser Flächen bleibt in der Zuständigkeit der Gruppen.
Zu Frage 3.:
Eine Spielwiese parallel als Hundeauslauffläche auszuweisen ist nicht sinnvoll. Der Sinn von Hundeauslaufflächen ist, dass die Hunde dort ausgelassen und uneingeschränkt herumtoben können. Den gleichen Zweck haben Spielwiesen für Kinder. Müssten sich Kinder und Hunde eine Fläche teilen, käme es – schon aufgrund der Körpergröße der Kinder – zu Konkurrenzsituationen, in denen die Kinder sicherlich unterlegen wären. Außerdem muss auf Hundeauslaufflächen immer mit den Hinterlassenschaften von Hunden gerechnet werden. Dies ist ebenfalls ein Ausschlussfaktor für die Nutzung durch beide Interessengruppen.
Die weitere Planung und die Abstimmung mit den Beteiligten werden zeigen, ob ausreichend Freigelände vorhanden ist um auch eine Auslauffläche für Hunde in diesem Bereich anbieten zu können.
Zu Frage 4.:
Für die Kindertagesstätte müssen gemäß Stellplatzsatzung 2 Parkplätze nachgewiesen werden. Da die Flächen vor dem Zirkus Zarakali und der Spiel- und Kulturmeile von ruhendem Verkehr freigehalten werden sollen, werden etwa 20 Parkplätze konzentriert im Bereich vor der Kindertagesstätte angeboten. Diese können auch von den Bediensteten der Kindertagesstätte genutzt werden.
Hinweis:
Der Titel der Ortsbeiratsanfrage ist aus fachlicher Sicht falsch gewählt. Es handelt sich nicht um eine Freizeitanlage, sondern um eine öffentliche Grünfläche. Die bereits vorhandenen Nutzungen nehmen einen Großteil der Fläche ein. Sie werden weitestgehend in die Planungen integriert unter der Prämisse, dass auf den verbleibenden Flächen eine öffentliche Grünanlage entstehen muss, die möglichst vielen Nutzergruppen Raum bietet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. Mai 2008OFOF 689/9Öffentliche Grün- und Freizeitanlage PlatenstraßeOrtsbeiratsantrag · CDU
- 12. Juni 2008VV 699Öffentliche Grün- und Freizeitanlage PlatenstraßeAnfrage
- 4. September 2008Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 1365Öffentliche Grün- und Freizeitanlage PlatenstraßeStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab