Zukunft des ÖPNV im Frankfurter Süden nachhaltig sicherstellen: Personalmangel im ÖPNV beheben, neue Wege gehen
Zusammenfassung
Der Magistrat plant die Umsetzung eines neuen Ausbildungskonzepts zur Bekämpfung des Personalmangels im ÖPNV, das ab Mitte 2024 in Kraft treten soll. Zudem wird die Entwicklung des autonomen Fahrens beobachtet, wobei ein umfassender Einsatz erst in den 2030er Jahren erwartet wird. Ziel ist es, die Qualität und Verfügbarkeit des ÖPNV im Frankfurter Süden nachhaltig zu sichern.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenStellungnahme des Magistrats
Ein neues Ausbildungskonzept wurde entworfen und wird ab Jahresmitte 2024 umgesetzt. Dieses ermöglicht der VGF, kurz- und mittelfristig bis zu ca. 200 Fahranwärter:innen im Jahr auszubilden. Die Erarbeitung und Optimierung von Konzepten zur Mitarbeiter:innenbindung und Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheitsquote stehen im Fokus, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Bei der Betrachtung der genannten Maßnahmen muss jedoch berücksichtigt werden, dass der Arbeitsmarkt, nicht nur in der Branche ÖPNV, einem dynamischen Wandel unterworfen ist. Die Entwicklung des autonomen Fahrens wird fortlaufend beobachtet. Nach aktuellen Erkenntnissen ist mit markt- und serienreifen Fahrzeugen, welche hochautomatisiert (Level 4) ohne Fahrer im Straßenverkehr unterwegs sein können, frühestens ab 2027 zu rechnen. Daran anschließend werden Erprobungen in verschiedenen Szenarien deutschlandweit folgen. Ein umfassenderer Einsatz ist in den 2030er Jahren zu erwarten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die erwähnten Fahrzeuge über deutlich geringere Kapazitäten als reguläre Busse verfügen. Demnach eignen diese sich nicht zwangsläufig, um ganze Buslinien zu bedienen, sondern sind eher für On-Demand-Verkehre oder ggf. Kleinbuslinien ausgelegt. Es finden zwar auch erste Tests mit autonomen Linienbussen statt, jedoch ist ein Regeleinsatz derzeit noch nicht absehbar. Das autonome Fahren kann also nur perspektivisch im Hinblick auf das Thema Personalmangel einen Beitrag leisten, zumal auch dann noch hochqualifizierte Personale in relevantem Umfang für die technische Überwachung/Aufsicht, Serviceteams, Werkstatt, etc. benötigt werden. Durch die digitale Zugsicherung (Digital Train Control System, kurz DTC) ist automatisches Fahren in unterirdischen Abschnitten technisch grundsätzlich realisierbar. In einer ersten Stufe wird die Umsetzung von halbautomatisiertem Fahren (mit Zugführer) angestrebt. Eng verbunden mit dem Thema DTC ist das Projekt "Frankfurt MIND (+)", welches eine ganzheitliche Verkehrsoptimierung zum Ziel hat. Hierfür werden Kreuzungen und dazugehörige Lichtsignalanlagen technisch umgerüstet, sodass eine Kapazitätserhöhung durch dichtere Takte ermöglicht wird. Ein Upgrade auf fahrerloses Fahren ist technisch in der Zukunft wahrscheinlich möglich, jedoch ist hierbei zu berücksichtigen, dass die bestehenden oberirdischen Trassen für Straßenbahn und Stadtbahn in Frankfurt nicht auf die Besonderheiten des autonomen Betriebs ausgelegt sind. Die Schienenfahrzeuge teilen sich den Verkehrsraum mit vielen anderen Verkehrsteilnehmer:innen. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von Störungsmöglichkeiten, die die Technik heute noch nicht in erforderlichem Maße beherrschen kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. Januar 2024OFOF 994/5Zukunft des ÖPNV im Frankfurter Süden nachhaltig sicherstellen: Personalmangel im ÖPNV beheben, neue Wege gehenOrtsbeiratsantrag · CDU, FDP
- 26. Januar 2024OMOM 5061Zukunft des ÖPNV im Frankfurter Süden nachhaltig sicherstellen: Personalmangel im ÖPNV beheben, neue Wege gehenDirektanregung
- 3. Juni 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 1035Zukunft des ÖPNV im Frankfurter Süden nachhaltig sicherstellen: Personalmangel im ÖPNV beheben, neue Wege gehenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab