Flachdächer begrünen, Fotovoltaik aufstellen!
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Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, die Möglichkeiten zur Begrünung der Flachdächer und zur Installation von Fotovoltaikanlagen in der Friedrich-Ebert-Siedlung zu prüfen. Dies soll zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Reduzierung des Hitzestresses beitragen. Die Maßnahmen sind einfach umsetzbar und könnten langfristig positive Effekte auf das Mikroklima haben.
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Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob 1. es seitens der stadteigenen ABG Holding Überlegungen gab oder gibt, die Flachdächer der Gebäude in der Friedrich-Ebert-Siedlung zu begrünen, um das Stadtklima im Ortsbezirk und damit in Frankfurt am Main generell zu verbessern und den örtlichen Hitzestress zukünftig zu reduzieren; 2. es seitens der stadteigenen ABG Holding Überlegungen gab oder gibt, die Häuser der Friedrich-Ebert-Siedlung mit Fotovoltaikanlagen, entweder vertikal an den Fassaden oder auf den Dächern, auszustatten und somit einen Beitrag zu dem Ausbau erneuerbarer Energien zu leisten; 3. die Dächer das Gewicht einer einfachen Begrünung bzw. von Fotovoltaikanlagen bautechnisch dauerhaft tragen können; 4. ein Pilotprojekt durchgeführt werden kann, das zuverlässige Daten und Erfahrungen darüber sammelt, ob eine Begrünung dauerhaft eine Verbesserung des Klimas (insbesondere der Temperaturen) vor Ort erbringt und ob die Bausubstanz keinen Schaden davonträgt (z. B. Schimmel).
Begründung
Je mehr Gründächer, desto besser für das Stadtklima, so fasst ein Informationsblatt des NABU die Wirkung von begrünten Dächern innerhalb von Städten zusammen. Es besteht kein Zweifel daran, der Klimawandel ist auch in Frankfurt angekommen, was längere Trockenperioden und Hitzestress deutlich bezeugen. Die Stadt Frankfurt am Main hat dies erkannt und fördert die Begrünung an, auf und hinter den Häusern durch das Förderprogramm "Frankfurt frischt auf". Eine Dachbegrünung verbessert das lokale Mikroklima, indem sie das Erhitzen und Speichern von Wärme der Dachflächen und damit der Gebäude selbst in den Sommermonaten verringert. Gleichzeitig ist die Maßnahme einfach zu realisieren und minimal invasiv. In der Platensiedlung ist dies im Rahmen einer Modernisierungsmaßnahme seitens der ABG kürzlich erfolgt. Die Häuser der Friedrich-Ebert-Siedlung im Gallus besitzen in den meisten Fällen Flachdächer, die sich prinzipiell zur Begrünung und/oder für das Aufstellen von Fotovoltaikanlagen anbieten. Gegebenenfalls können Fotovoltaik-Anlagen auch vertikal an den Fassaden aufgebracht werden, wie es bei dem Haus Cordierstraße 4 bereits der Fall ist. Beide Maßnahmen, Begrünung und Fotovoltaik, können somit möglicherweise kombiniert werden. Auch in Anbetracht der Dringlichkeit, die Temperaturen in Städten für die Bewohnerinnen und Bewohner auf einem erträglichen Maß zu halten, sollten einfach und zügig umsetzbare Maßnahmen, die zur Senkung der hohen Durchschnittstemperaturen beitragen, in Erwägung gezogen werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. August 2021OFOF 142/1Flachdächer begrünen, Photovoltaik aufstellen!Ortsbeiratsantrag · LINKE.
- 7. September 2021Sie sind hierOMOM 691Flachdächer begrünen, Fotovoltaik aufstellen!Direktanregung
- 17. Dezember 2021Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 2252Flachdächer begrünen, Fotovoltaik aufstellen!Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats