Sofortiges Moratorium für den "Stadtteil der Quartiere" nach dem SEM-Satzungsbeschluss - Offenlegung der unbezahlbaren Baufolgekosten, Stopp der Blockade von…
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Sofortiges Moratorium für den "Stadtteil der Quartiere" nach dem SEM-Satzungsbeschluss - Offenlegung der unbezahlbaren Baufolgekosten, Stopp der Blockade von Schulflächen und Berücksichtigung der real gemessenen Hitze-Gefahren im Ortsbezirk 8
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Zusammenfassung
Die Motion fordert ein sofortiges Moratorium für den Stadtteil der Quartiere, um die unbezahlbaren Baufolgekosten offenzulegen und Schulflächen freizugeben. Das Ziel ist, die real gemessenen Hitzegefahren im Ortsbezirk 8 angemessen zu berücksichtigen und dringende Lösungen zu finden, insbesondere im Hinblick auf die Schulraumbedarf.
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Praunheimer Weg — 27 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 06.10.2026.
- Auskunft zur Vermüllung von Altkleider- und Glascontainern sowie zur Nutzung des Mängelmelder-Systems06.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Parken in der Straße Praunheimer Weg06.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Struktur, Aufgabenverantwortung, Planungskosten und rechtlich-wirtschaftliche Risiken der neuen Entwicklungsgesellschaft für den „Stadtteil der Quartiere“ im Jahr 202706.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
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Neues zu Praunheimer Weg per E-MailAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, insbesondere Oberbürgermeister Mike Josef, wird aufgefordert: 1.) Die Planungen für den "Stadtteil der Quartiere" sowie alle vorbereitenden Erschließungsmaßnahmen (inklusive der "Tangente West" und Verkehrsplanungen am Praunheimer Weg) unverzüglich einzustellen, bis die anhängigen Normenkontrollklagen von Eigentümern und Umweltverbänden gegen die am 27. Januar 2026 beschlossene SEM-Satzung rechtskräftig entschieden sind. 2.) Die im Ortsbezirk 8 durch den städtischen Klimalotsen real gemessenen Mikroklima-Daten - welche an Hitzetagen bereits heute Temperaturunterschiede von 5 bis 6 Grad Celsius zwischen der Innenstadt und den Gebieten Riedberg/Sandelmühle nachweisen - zwingend in die städtebauliche Gesamtplanung einzubeziehen. 3.) Die starre Blockadehaltung gegenüber dringend benötigten, temporären Ersatzflächen für Schulsanierungen im Ortsbezirk (z. B. Ernst-Reuter-Schulen, Europäische Schule) aufzugeben, anstatt Schulraum für Kinder zugunsten des fiktiven "Lachgrabenquartiers" zu verweigern. 4.) Dem Ortsbeirat eine transparente Wirtschaftlichkeitsprognose vorzulegen, wie angesichts des explodierten Baupreisindexes bei einer prognostizierten Entwicklungszeit von bis zu 18 Jahren überhaupt noch "bezahlbarer Wohnraum" entstehen soll. Gleichzeitig sind die Potenziale der rund 1,40 Millionen Quadratmeter leerstehenden Büroflächen in Frankfurt (ca. 12 % Leerstandsquote) vorrangig durch Umnutzung und flächenschonende Nachverdichtung im Bestand (analog zur Platensiedlung) auszuschöpfen.
Begründung
Der Widerstand gegen die Zerstörung der letzten großen Kaltluftentstehungsfläche im Frankfurter Nordwesten hat mit dem Übergang in die juristische Phase im Jahr 2026 eine neue Stufe erreicht. Die im Januar 2026 beschlossene Satzung zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) zieht bereits jetzt massive Normenkontrollklagen nach sich. Es ist unverantwortlich, durch Vorab-Infrastruktur wie die "Tangente West" im Vorfeld bauliche Realitäten vorzutäuschen, während das gesamte Projekt juristisch auf tönernen Füßen steht.
Die soziale Argumentation der SPD bezüglich des "bezahlbaren Wohnraums" ist durch die wirtschaftliche Realität der Baupreise längst widerlegt. Selbst Befürworter müssen einräumen, dass erste Wohnungen frühestens in 10 Jahren bezugsfertig wären - dies bedeutet eine Planungs- und Bauzeit von fast zwei Jahrzehnten. Wer behauptet, im Jahr 2036 dort bezahlbaren Wohnraum garantieren zu können, betreibt Wählertäuschung auf Kosten der Natur. Dass Teile der CDU nun einer Teilbebauung zustimmen, ignoriert den Kern des Problems: Auch eine Teilbebauung zerstört die klimatische Schutzfunktion des Areals unwiederbringlich.
Zudem blockiert die Fixierung auf die "Josefstadt - Stadtteil der Quartiere" akute Lösungen im Stadtteil: Dass bei Ortsterminen dringend benötigter Raum für Schulcontainer und Sanierungen mit Verweis auf das geplante "Lachgrabenquartier" verweigert wird, zeigt die absurden Prioritäten dieser Stadtregierung. Das Wohl unserer Kinder wird einem fiktiven Beton-Projekt geopfert.
Gleichzeitig werden echte Bürgerideen im Bestand ignoriert. Ein flächenschonendes Konzept für eine dringend benötigte Quartiersgarage an der Heddernheimer Landstraße 130, um den ruhenden Verkehr von der Straße zu holen und Platz für sichere Radwege und Begrünung zu schaffen, wurde trotz 254 Unterschriften auf der Ideenplattform "Frankfurt fragt mich" vom Dezernat bis heute nicht beantwortet.
Wir befinden uns inmitten einer eskalierenden Klimakrise, vor den Folgen dieser gigantischen Versiegelung muss eindringlich gewarnt werden. Eigene Messungen zeigen Temperaturvorteile von bis zu 6 Grad in unseren Stadtteilen gegenüber der überhitzten Innenstadt. Frankfurt ist bereits die Hitzehauptstadt Deutschlands. Wenn diese Frischluftschneise zubetoniert wird, nehmen die Verantwortlichen im Römer künftige Hitzetote im Ortsbezirk 8 sehenden Auges in Kauf. Jeder Hitzetote ist einer zu viel. Die Zukunft unserer Kinder, unserer Natur und der Schutz vor der Hitze müssen endlich Vorrang vor ideologischen Beton-Träumen haben.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Oktober 2026 brachte BFF-FREIE WAHLER im Ortsbeirat 8 diesen Antrag ein.