Findet die Frankfurter Straßenbahn noch den Anschluss an moderne Verkehrsmittel der Zukunft?
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Bevor die aufwendige Planung und der Bau der Ringlinie aus Neu-Isenburg zum Rebstockbad begonnen wird, wären die o.a. Fragen ehrlich zu beantworten. In Frankfurt gilt es zunächst jene Aufgaben nachzuholen, denen sich andere Kommunen vor 20 bis 30 Jahren gestellt haben. Die Frankfurter Straßenbahnen benötigen dringend ein Beschleunigungsprogramm, eigene Trassen und – wo möglich - eine Vorrangschaltung bei den Ampeln. Das Verkehrsdezernat hat die Frankfurter Straßenbahn in der Ortsbeiratsitzung vom 16.05.2008 als modernes Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs des 21. Jahrhunderts wie folgt dargestellt: - Auf eigenen Gleisen könne sie die Strecke von A nach B innerhalb kürzester Zeit zurücklegen - Die Straßenbahnen seien energieeffizient - Staus, Parkplatznot und die hohen Benzinpreisen des geplagten Mobilen Individualverkehrs würden aufgefangen. Für Städte wie Karlsruhe, Freiburg, München Nürnberg oder Stuttgart oder andere vergleichbare Kommunen mag diese Beschreibung durchaus zutreffen. In den genannten Städten wurde der öffentliche Nahverkehr in den 80ern und 90ern umfassend modernisiert. Eine vergleichbare Modernisierung hat in Frankfurt nur bruchstückhaft stattgefunden. Die Nutzung der Straßenbahn anstelle des PKWs wird noch immer mit einem deutlichen Verlust an Komfort und vor allem an Geschwindigkeit bezahlt. Schwanheimer, Goldsteiner aber auch Niederräder und Oberräder Bürgerinnen und Berufstätige steht mit der heutigen Form der Straßenbahn keine wirkliche Alternative zum eigenen PKW zur Verfügung – selbst das Fahrrad ist der Straßenbahn an Schnelligkeit überlegen. Die zusätzliche Linie wird die Geschwindigkeit auf der ohnehin langsamen Strecke weiter verlangsamen.
Inhalt
Antrag vom 31.07.2008, OF 601/5
Betreff:
Findet die Frankfurter Straßenbahn noch den Anschluss an moderne Verkehrsmittel der Zukunft?
Der Magistrat möge dem Ortsbeirat folgende Fragen beantworten und den Vergleich zu den im Folgenden genannten Städten bilanzieren:
- Wie hoch ist die aktuelle durchschnittliche Geschwindigkeit Frankfurter Straßenbahnen je KM im Vergleich z.B. zu Nürnberger und Stuttgarter Straßenbahnen?
- Wie lang ist die Strecke der Straßenbahntrasse, die gemeinsam mit dem Kfz-Verkehr benutzt wird?
- Wie hoch wird der Zeitverlust für die Linien 12, 15, 16 und 21 eingeschätzt, der durch eine Kreuzung der neuen Linie durch die Stresemannallee an der Gartenstraße entsteht? Begründung: Bevor die aufwendige Planung und der Bau der Ringlinie aus Neu-Isenburg zum Rebstockbad begonnen wird, wären die o.a. Fragen ehrlich zu beantworten. In Frankfurt gilt es zunächst jene Aufgaben nachzuholen, denen sich andere Kommunen vor 20 bis 30 Jahren gestellt haben. Die Frankfurter Straßenbahnen benötigen dringend ein Beschleunigungsprogramm, eigene Trassen und – wo möglich - eine Vorrangschaltung bei den Ampeln. Das Verkehrsdezernat hat die Frankfurter Straßenbahn in der Ortsbeiratsitzung vom 16.05.2008 als modernes Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs des
- Jahrhunderts wie folgt dargestellt: - Auf eigenen Gleisen könne sie die Strecke von A nach B innerhalb kürzester Zeit zurücklegen - Die Straßenbahnen seien energieeffizient - Staus, Parkplatznot und die hohen Benzinpreisen des geplagten Mobilen Individualverkehrs würden aufgefangen. Für Städte wie Karlsruhe, Freiburg, München Nürnberg oder Stuttgart oder andere vergleichbare Kommunen mag diese Beschreibung durchaus zutreffen. In den genannten Städten wurde der öffentliche Nahverkehr in den 80ern und 90ern umfassend modernisiert. Eine vergleichbare Modernisierung hat in Frankfurt nur bruchstückhaft stattgefunden. Die Nutzung der Straßenbahn anstelle des PKWs wird noch immer mit einem deutlichen Verlust an Komfort und vor allem an Geschwindigkeit bezahlt. Schwanheimer, Goldsteiner aber auch Niederräder und Oberräder Bürgerinnen und Berufstätige steht mit der heutigen Form der Straßenbahn keine wirkliche Alternative zum eigenen PKW zur Verfügung – selbst das Fahrrad ist der Straßenbahn an Schnelligkeit überlegen. Die zusätzliche Linie wird die Geschwindigkeit auf der ohnehin langsamen Strecke weiter verlangsamen. Beratung im Ortsbeirat: 5
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 31. Juli 2008Sie sind hierOFOF 601/5Findet die Frankfurter Straßenbahn noch den Anschluss an moderne Verkehrsmittel der Zukunft?Ortsbeiratsantrag · SPD
- 15. August 2008VV 732Findet die Frankfurter Straßenbahn noch den Anschluss an moderne Verkehrsmittel der Zukunft?Anfrage
- 8. Oktober 2008Antwort des Magistrats · nach 10 WochenSTST 1435Findet die Frankfurter Straßenbahn noch den Anschluss an moderne Verkehrsmittel der Zukunft?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme