Ausreichende Kühlung in Sommermonaten für Schulen am Riedberg
Zusammenfassung
In dieser Vorlage wird vorgeschlagen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine ausreichende Kühlung in Schulen während der Sommermonate sicherzustellen. Dies ist notwendig, um die Lernbedingungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte trotz steigender Außentemperaturen zu verbessern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat wird gebeten, an den Schulen im Bezirk Rieberg in den Sommermonaten für ausreichende Kühlung zu sorgen. Das kann durch folgende Maßnahmen erfolgen:
- Die vorhandenen Lüftungsanlagen müssen ertüchtigt und regelmäßig gewartet werde. Sollte eine Lüftungsanlage ausfallen, muss in den Nachtstunden und an den Wochenenden händisch durch Öffnen der Fenster für ausreichende Lüftung gesorgt werden, insbesondere am Ende der Sommerferien.
- Da auf einigen der Schuldächer nachträglich Solaranlagen installiert worden sind, soll geprüft werden, ob und inwieweit diese Schulen zumindest in den obersten Etagen, die sich besonders stark aufheizen, mit Klimageräten ausgestattet werden können, die mit dem vor Ort erzeugten Strom betrieben werden.
- Ergänzend sollen für die Klassenräume Ventilatoren angeschafft werden. Die Fenster sollen mit Hitzeschutzfolie beklebt werden. Wo noch nicht vorhanden, sollen Außenrollos bzw. -Jalousien eingebaut werden.
- Der Schulhof der Marie-Curie-Schule soll entlang der bereits vorhandenen Baumreihe entsiegelt, und durch mehr Bäume ergänzt werden.
- Alle Schulen im Ortsbezirk sind daraufhin zu überprüfen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um eine Innentemperatur während der Unterrichtszeit von max. 25°C zu erreichen.
Begründung
Der letzte Sommer hat gezeigt, dass durch die durch den Klimawandel verursachten Außentemperaturen die Lernbedingungen an den hiesigen Schulen sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für die Lehrkräfte und weiteren Mitarbeiter der Schulen unzumutbar geworden sind. Es muss daher im Hinblick auf künftige heiße Sommer vorgesorgt werden.
Zu 1: Die Schulen am Riedberg sind im Passivhausstandard gebaut worden. Sie verfügen alle über eine integrierte Lüftungsanlage, die in den Nachtstunden für Kühlung sorgen soll. Leider sind diese Lüftungsanlagen sehr häufig außer Betrieb oder falsch eingestellt. Der Magistrat wird daher aufgefordert, die Lüftungsanlagen in Stand zu setzen und während der warmen Sommermonate regelmäßig zu warten.
Insbesondere in der letzten Woche der Sommerferien soll überprüft werden, ob die Lüftungsanlagen ordnungsgemäß laufen. Am Gymnasium Riedberg wurde während der sechswöchigen Sommerferien mangels Schulbetrieb nicht gelüftet und die Lüftungsanlage ist dauerhaft außer Betrieb, so dass alle Personen, die am ersten Schultag die Schule betreten haben, unerträgliche Temperaturen vorfanden. Diese Situation sollte in Zukunft unbedingt vermieden werden. Notfalls muss am Wochenende vor Schulbeginn händisch gelüftet werden.
Zu 2: An der Marie-Curie-Schule, am Gymnasium Riedberg und der Grundschule Riedberg wurden nachträglich Solaranlagen auf den Dächern installiert, deren Strom in das städtische Stromnetz eingespeist wird. Gerade an heißen, sonnigen Tagen, wenn der Kühlbedarf am größten ist, erzeugen diese Anlagen besonders viel Strom. Es soll daher überprüft werden, ob der Strom auch direkt vor Ort für die Kühlung der obersten Etagen durch Installation von Klimageräten genutzt werden kann. Möglicherweise bestehende Nutzungs- oder Einspeiseverträge sollten zeitnah angepasst werden.
Zu 3: Klimageräte lassen sich nicht überall und nicht sofort einbauen. Ergänzend sollen daher alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, die die Räume kurzfristig und mit überschaubarem Aufwand kühlen. Dazu zählen Ventilatoren in den Klassenräumen, Hitzeschutzfolie an den Fenstern und, wo noch nicht vorhanden, Außenrollos oder Jalousien. Außenliegender Sonnenschutz hält die Wärme schon vor der Scheibe ab und ist wirksamer als Schutz im Rauminneren.
Zu 4: Der Hof der Marie-Curie-Schule ist fast vollständig durch Beton versiegelt. Die in diesem Betonfeld befindliche Baumreihe ist in den letzten Jahren kaum gewachsen, vermutlich weil die Bäume zu vereinzelt stehen und nicht genügend Wasser bekommen. Der Streifen sollte daher entsiegelt und mit weiteren Bäumen und Grün bepflanzt werden.
zu 5: Die Kehrseite der Schulpflicht ist die Pflicht des Staates (hier des Schulträgers), in dafür zur Verfügung gestellten Räumen Unterricht und Lernen zu ermöglichen. Ab einer Temperatur von mehr als 25°C in Klassen- und Lehrerzimmern wird die Erfüllung dieser staatlichen Pflicht erheblich eingeschränkt bzw. ist nicht mehr möglich. Perspektivisch sind daher alle Schulen technisch so auszurüsten, dass diese Rahmenbedingungen eingehalten werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Oktober 2026 brachte FDP im Ortsbeirat 12 diesen Antrag ein.