Tierversuche im Ortsbezirk 2
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beantragt eine Prüfung und Berichterstattung über Tierversuche im Ortsbezirk 2, um das Wohlergehen von Tieren in Bockenheim und Westend zu fördern. Ziel ist es, Transparenz über die Durchführung von Tierversuchen zu schaffen und Maßnahmen zur Vermeidung unnötiger Tierversuche zu ergreifen.
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Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten,
- ob und von welchen Institutionen und Firmen in Bockenheim und Westend Tierversuche durchgeführt werden.
- falls im Ortsbezirk 2 Tierversuche stattfinden, in welchem Ausmaß diese Versuche unternommen werden, d.h. mit welchen Tieren zu welchem Zweck welche Versuche durchgeführt werden.
- falls im Ortsbezirk 2 Tierversuche stattfinden, welche städtischen Maßnahmen getroffen werden, um unnötige Tierversuche zu verhindern.
Sollte es dem Magistrat nicht auf Anhieb möglich sein, die gestellten Fragen zu beantworten, wird der Magistrat darum gebeten, die jeweils zuständigen Behörden auf Landes- oder Bundesebene zu benennen und bei diesen entsprechende Erkundigungen einzuziehen.
Begründung
Es besteht Informationsbedarf. Der Ortsbeirat sollte sich auch um das Wohlergehen von Tieren in Bockenheim und Westend kümmern und sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Lebewesen einsetzen. Noch immer werden von Forschungseinrichtungen qualvolle Tierversuche durchgeführt, um z.B. Medikamente zu testen oder neue Kosmetika zu entwickeln. Dabei sind Tierversuche und das damit einhergehende Leid vermeidbar. Dass es Tierversuche gibt, ist den meisten Menschen zwar bewusst - dass diese aber manchmal in direkter Nachbarschaft stattfinden, wissen viele nicht. Geschweige denn, welche Versuche mit welchen Tieren durchgeführt werden. Kommen Informationen über Tierversuche ans Licht, reagiert die Öffentlichkeit häufig empört. Trotz des öffentlichen Interesses, fehlt es an zugänglichen Informationen darüber, ob auch in Bockenheim und Westend Tierversuche durchgeführt werden und welche Institutionen diese durchführen. Durch diese Intransparenz bleiben Missstände im Verborgenen und politische Debatten und Maßnahmen gegen qualvolle Tierversuche aus.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Januar 2023Sie sind hierOFOF 573/2Tierversuche im Ortsbezirk 2Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 23. Januar 2023OMOM 3435Tierversuche im Ortsbezirk 2Direktanregung
- 28. April 2023Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 999Tierversuche im Ortsbezirk 2Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., BFF und ÖkoLinX-ARL gegen 2 CDU und FDP; 1 CDU (= Enthaltung)