Die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Generalsanierung endlich angemessen gestalten!
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Generalsanierung endlich angemessen gestalten! Der Ortsbeirat möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, die für Ende des Jahres 2017 erwarteten Ergebnisse des bereits in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Klärung der Sanierungsbedürftigkeit der Paulskirche dem Ortsbeirat mitzuteilen und die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Sanierung mit finanzieller Unterstützung des Bundes endlich in einer Art und Weise zu gestalten, welcher ihrer herausragenden Bedeutung als "Wiege der Demokratie" und deutschen Grundgesetzes angemessen Rechnung trägt. Begründung: Die Paulskirche ist zugleich Wiege und wichtigstes nationales Denkmal unserer Demokratie. Sie wurde zwischen 1789 und 1833 errichtet, im selben Jahr als Hauptkirche für Frankfurts Protestanten geweiht und 1848/49 Sitz des ersten deutschen Nationalparlaments. Im Jahr 1944 wurde sie bei einem großen Bombenangriff zerstört und nach dem Krieg sofort wiederaufgebaut, schließlich in den achtziger Jahren renviert, als Frankfurt sich Hoffnungen machte, Hauptstadt der Bundesrepublik zu werden. Die dort errungenen Grundrechte des deutschen Volkes von 1848 leben seither im heutigen Grundgesetz weiter. Die Frankfurter Paulskirche ist damit das historische Symbol und das politischste, wenn man so will, auch aktuellste all unserer nationalen Monumente. Leider ist es aber auch jenes Monument, das am tiefsten vergessen scheint (vgl. Bendeikt Erenz, DIE ZEIT, Nr. 42/2017). Das ist umso bedauerlicher, als die Paulskirche erst recht in Zeiten, in denen es unsere Demokratie gegen Angriffe und Gefährdungen von allen Seiten zu verteidigen gilt, ein besonders wichtiges Symbol für das Wertefundament der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Derzeit wird in Potsdam die Garnisonkirche neu errichtet, unterstützt mit viel Geld aus dem Bund. In der Paulskirche muss dringend erneuert werden. Wieviel renoviert bzw. ob sie gar grundsaniert werden muss, sollte bis Ende 2017 ein Gutachten klären. Vieles spricht seither für eine Generalsanierung. Eine solche große Sanierung bietet nunmehr die einmalige Gelegenheit, den tristen Bau, insbesondere im Inneren der Kirche, endlich angemessen zu gestalten.
Inhalt
Antrag vom 23.03.2018, OF 551/1
Betreff: Die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Generalsanierung endlich angemessen gestalten! Der Ortsbeirat möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, die für Ende des Jahres 2017 erwarteten Ergebnisse des bereits in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Klärung der Sanierungsbedürftigkeit der Paulskirche dem Ortsbeirat mitzuteilen und die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Sanierung mit finanzieller Unterstützung des Bundes endlich in einer Art und Weise zu gestalten, welcher ihrer herausragenden Bedeutung als "Wiege der Demokratie" und deutschen Grundgesetzes angemessen Rechnung trägt.
Begründung: Die Paulskirche ist zugleich Wiege und wichtigstes nationales Denkmal unserer Demokratie. Sie wurde zwischen 1789 und 1833 errichtet, im selben Jahr als Hauptkirche für Frankfurts Protestanten geweiht und 1848/49 Sitz des ersten deutschen Nationalparlaments. Im Jahr 1944 wurde sie bei einem großen Bombenangriff zerstört und nach dem Krieg sofort wiederaufgebaut, schließlich in den achtziger Jahren renviert, als Frankfurt sich Hoffnungen machte, Hauptstadt der Bundesrepublik zu werden. Die dort errungenen Grundrechte des deutschen Volkes von 1848 leben seither im heutigen Grundgesetz weiter. Die Frankfurter Paulskirche ist damit das historische Symbol und das politischste, wenn man so will, auch aktuellste all unserer nationalen Monumente. Leider ist es aber auch jenes Monument, das am tiefsten vergessen scheint (vgl. Bendeikt Erenz, DIE ZEIT, Nr. 42/2017). Das ist umso bedauerlicher, als die Paulskirche erst recht in Zeiten, in denen es unsere Demokratie gegen Angriffe und Gefährdungen von allen Seiten zu verteidigen gilt, ein besonders wichtiges Symbol für das Wertefundament der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Derzeit wird in Potsdam die Garnisonkirche neu errichtet, unterstützt mit viel Geld aus dem Bund. In der Paulskirche muss dringend erneuert werden. Wieviel renoviert bzw. ob sie gar grundsaniert werden muss, sollte bis Ende 2017 ein Gutachten klären. Vieles spricht seither für eine Generalsanierung. Eine solche große Sanierung bietet nunmehr die einmalige Gelegenheit, den tristen Bau, insbesondere im Inneren der Kirche, endlich angemessen zu gestalten.Beratung im Ortsbeirat: 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. März 2018Sie sind hierOFOF 551/1Die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Generalsanierung endlich angemessen gestalten!Ortsbeiratsantrag · SPD
- 10. April 2018OMOM 2981Die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Generalsanierung endlich angemessen gestalten!Direktanregung
- 30. Juli 2018STST 1327Die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Generalsanierung endlich angemessen gestalten!Stellungnahme
- 26. September 2022Antwort des Magistrats · nach 235 WochenSTST 2235Die Paulskirche im Rahmen der anstehenden Generalsanierung endlich angemessen gestalten!Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, LINKE., FDP, PARTEI und U.B. gegen CDU, GRÜNE und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)