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Eilt: Frankfurt rückt zusammen? - Zugang zur Lebensmittel- und Wohnversorgung ab Winter 2022 auch bei niedrigem Einkommen sicherstellen

Vorlagentyp: OFSPD
147 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Ortsbeirat beantragt, dass der Magistrat ein Konzept zur akuten Bedarfssicherung für die Frankfurter Bevölkerung mit niedrigem Einkommen prüft und umsetzt. Dies ist notwendig, um den Zugang zu Lebensmitteln und Wohnversorgung ab Winter 2022 sicherzustellen, da viele Bürger aufgrund steigender Preise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das erwartete Ergebnis ist eine verbesserte Versorgung der betroffenen Bevölkerung.

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Antrag

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat wird nach § 4 Absatz 10 Satz 4 der Geschäftsordnung der Ortsbeiräte für die Stadt Frankfurt am Main gebeten, in einer Frist von vier Wochen zu prüfen und zu berichten,

ob der Magistrat durch ein eigenes Konzept der akuten Bedarfssicherung den Zugang zur Versorgung für die Teile der Frankfurter Bevölkerung ab dem Winter 2022 sicherstellen will, die sich aufgrund ihres niedrigen Einkommens Lebensmittel und Haushaltsgüter des täglichen Bedarfs mutmaßlich nicht mehr leisten können, da durch die aktuellen Preissteigerungen für Lebensmittel und Energie deren Einkommen nicht mehr ausreichen wird.

Falls die Antwort auf die Frage unter Buchstabe a.) "ja" lauten sollte, wird gebeten dieses Konzept einer akuten Bedarfssicherung zu skizzieren und die folgenden Fragen zur beantworten:

Wie würden z.B. Lebensmittel und Haushaltsgüter des täglichen Bedarfs an die Betroffenen ausgereicht werden soweit die Kommune hier akuten Bedarf erkennt?

Wird der Lebensmitteleinzelhandel (Supermärkte und Discountmärkte) in ein Konzept einer akuten Bedarfssicherung eingebunden?

Ist geplant in den Frankfurter Stadtteilen auch nichtstädtische Sozialträger und Ehrenamtsorganisationen (z.B. Tafeln) einzubinden? Falls die Antwort auf diese Frage "ja" lauten sollte, schlägt der Ortsbeirat-2 für den Bockenheimer Stadtteil die Aktiven der "Ada-Kantine" vor und ist gerne bereit für das Gebiet des Ortsbeirat-2 kurzfristig weitere Vorschläge dem Magistrat zu unterbreiten.

Sind Vergünstigungen im ÖPNV vorgesehen?

Gibt es Pläne wie die Frankfurter Bevölkerung vor Wohnungsverlust durch rapide steigende Energiekosten (z.B. Gas und Strom) geschützt werden soll ?

Wie und an welcher Einkommensgrenze würde der Bedarf für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger festgestellt werden? Müssen die bislang festgesetzt Bedarfsgrenzen (Beispiel: Einkommensgrenzen für Frankfurter Pass) nicht in dieser besonderen Situation als überholt angenommen werden?

Haben in diesem Zusammenhang aus Sicht des Magistrats Bund und/oder Land eine besondere gesetzgeberische Verantwortung, der sie nachzukommen haben und die Voraussetzung für die Umsetzung eines effektiven Konzepts einer akuten Bedarfssicherung der Stadt Frankfurt wären?

Ist ein besonderes Nothilfeprojekt für obdachlose Menschen 2022/23 für Frankfurt geplant, um der steigenden Anzahl und Not von obdachlosen Menschen zu begegnen?

Wie wird der Magistrat ein kurzfristig wirksames Konzept einer akuten Bedarfssicherung haushaltstechnisch darstellen? Ist in diesem Zusammenhang ggf. die Aufsetzung eines Sondervermögens der Stadt Frankfurt zur akuten Bedarfssicherung beabsichtigt.

Begründung

Rekordpreise an den Energiemärkten und in den Supermärkten führt zur Ebbe in vielen Geldbörsen. Aus dieser in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik besonderen Situation stellen sich auch in der Frankfurter Bevölkerung Herausforderungen, die nicht voll abgeschätzt werden können, auf die die Kommune aber vorbereitet sein sollte.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. Oktober 2022OFOF 519/2Frisches Gemüse und grundlegende Lebensmittel in Zeiten steigender Energie- und LebensmittelpreiseOrtsbeiratsantrag · GRÜNE, CDU, SPD, LINKE.
  2. 1. November 2022Sie sind hier
    OFOF 524/2Eilt: Frankfurt rückt zusammen? - Zugang zur Lebensmittel- und Wohnversorgung ab Winter 2022 auch bei niedrigem Einkommen sicherstellen
    Ortsbeiratsantrag · SPD
  3. 7. November 2022OMOM 3104Eilt: Frankfurt rückt zusammen? - Zugang zur Lebensmittel- und Wohnversorgung ab Winter 2022 auch bei niedrigem Einkommen sicherstellenDirektanregung
  4. 7. November 2022OIBOIB 180Frisches Gemüse und grundlegende Lebensmittel in Zeiten steigender Energie- und LebensmittelpreiseBudget-Initiative
  5. 23. Januar 2023STST 229EILT: Frankfurt rückt zusammen? - Zugang zur Lebensmittel- und Wohnversorgung ab Winter 2022 auch bei niedrigem Einkommen sicherstellenStellungnahme
  6. 11. August 2025Antwort des Magistrats · nach 147 WochenSTST 1346Förderung von zeitlich begrenzten Projekten hier: Frisches Gemüse und grundlegende Lebensmittel in Zeiten steigender Energie- und LebensmittelpreiseStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 2
Sitzung 15 · 07.11.2022
TO I, TOP 45
Angenommen
Ortsbeiratsinitiative - Budget OIB 180 2022 Anregung an den Magistrat OM 3104 2022 1. 1. Dem Geschäftsordnungsantrag wird zugestimmt. 2. Die Vorlage OF 519/2 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen. 2. Die Vorlage OF 524/2 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
Grüne1 CDU2 SPDFDP1 LinkeBFFÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
1 CDU1 SPD
Enthaltung:
2 CDU
zu 2)
Zustimmung:
GrüneCDUSPD1 LinkeBFFÖkoLinX-ARL2 CDU
Ablehnung:
FDP2 CDU
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. zu 1.: GRÜNE, 1 CDU, 2 SPD, FDP, 1 LINKE., BFF und ÖkoLinX-ARL gegen 1 CDU und 1 SPD (= Ablehnung); 2 CDU (= Enthaltung) bei Abwesenheit 1 LINKE. zu 2.: GRÜNE, CDU, SPD, 1 LINKE., BFF und ÖkoLinX-ARL gegen FDP (= Ablehnung) bei Abwesenheit 1 LINKE. zu 2. GRÜNE, 2 CDU, SPD, 1 LINKE., BFF und ÖkoLinX-ARL gegen 2 CDU und FDP (= Ablehnung) bei Abwesenheit 1 LINKE.

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