Benennung einer Straße im Ostend als .Gref-Völsing-Straße.
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts als großes städtebauliches Projekt entwickelte Osthafengebiet hat seither enorme Wandlungen erfahren. Große Namen kamen und gingen, aus einem Industriegebiet ist ein modernes Dienstleistungszentrum geworden. Ein kleines Unternehmen hat das Jahrhundert überdauert. Wilhelmine Völsing und Karl Gref hatten 1894 noch in der Schnurgasse in der Altstadt eine Metzgerei eröffnet und mit der Produktion von Rindswürsten eine Marktlücke erschlossen, nämlich die damals noch zahlreiche jüdische Bevölkerung Frankfurts. 1913 gehörten sie zu den ersten, die in das neu erschlossene Gebiet an der Hanauer Landstraße zogen, um dort ihre Produktion zu einer kleinen Fabrik auszubauen. Über die Jahrzehnte wurde das Ladengeschäft zu einer Institution an der Hanauer Landstraße und der morgendliche oder mittägliche Imbiss dort für viele zum Ritual: Blaumänner und Krawattenträger aus den umliegenden Fabriken, Händler und Zöllner aus dem Hafen wurden in den letzten Jahren ergänzt oder abgelöst von Kreativen und Durchreisenden, die dort einen Stopp einlegen. Kein Zeitungsbeitrag über die Geschichte und den Strukturwandel an der Hanauer Landstraße kommt ohne einen Schwenk auf „Gref-Völsings Rindswurst" und ein Gespräch mit den Inhabern aus. Die Geschäftsführung des Unternehmens geht mittlerweile auf die fünfte Generation über; da es sich zuletzt meist um Geschäftsführerinnen handelte, wird mitunter augenzwinkernd behauptet, es sei zugleich ein Frauenbetrieb. Mit der Benennung einer Straße in der Nähe nach Gref-Völsing wird zugleich der Geschichte der Hanauer Landstraße und der dort arbeitenden Menschen gedacht.
Inhalt
Antrag vom 03.02.2009, OF 454/4
Betreff:
Benennung einer Straße im Ostend als "Gref-Völsing-Straße"
Die von der Ferdinand-Happ-Straße östlich der Einmündung der Launhardstraße in nördlicher Richtung abgehende neue Straße (im städtischen Plan als Nr. 1 bezeichnet) wird nach der im Ostend alteingesessenen Metzgerei "Gref-Völsing-Straße" benannt.
Begründung:
Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts als großes städtebauliches Projekt entwickelte Osthafengebiet hat seither enorme Wandlungen erfahren. Große Namen kamen und gingen, aus einem Industriegebiet ist ein modernes Dienstleistungszentrum geworden.
Ein kleines Unternehmen hat das Jahrhundert überdauert. Wilhelmine Völsing und Karl Gref hatten 1894 noch in der Schnurgasse in der Altstadt eine Metzgerei eröffnet und mit der Produktion von Rindswürsten eine Marktlücke erschlossen, nämlich die damals noch zahlreiche jüdische Bevölkerung Frankfurts. 1913 gehörten sie zu den ersten, die in das neu erschlossene Gebiet an der Hanauer Landstraße zogen, um dort ihre Produktion zu einer kleinen Fabrik auszubauen.
Über die Jahrzehnte wurde das Ladengeschäft zu einer Institution an der Hanauer Landstraße und der morgendliche oder mittägliche Imbiss dort für viele zum Ritual: Blaumänner und Krawattenträger aus den umliegenden Fabriken, Händler und Zöllner aus dem Hafen wurden in den letzten Jahren ergänzt oder abgelöst von Kreativen und Durchreisenden, die dort einen Stopp einlegen. Kein Zeitungsbeitrag über die Geschichte und den Strukturwandel an der Hanauer Landstraße kommt ohne einen Schwenk auf "Gref-Völsings Rindswurst" und ein Gespräch mit den Inhabern aus.
Die Geschäftsführung des Unternehmens geht mittlerweile auf die fünfte Generation über; da es sich zuletzt meist um Geschäftsführerinnen handelte, wird mitunter augenzwinkernd behauptet, es sei zugleich ein Frauenbetrieb. Mit der Benennung einer Straße in der Nähe nach Gref-Völsing wird zugleich der Geschichte der Hanauer Landstraße und der dort arbeitenden Menschen gedacht.
Hauptvorlage: Antrag vom 20.01.2009, OF 447/4 Beratung im Ortsbeirat: 4
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 3. Februar 2009 brachte GRÜNE im Ortsbeirat 4 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. zu 1.: Annahme bei Enthaltung 3 SPD und GRÜNE zu Ziffer 4: CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Ablehnung) zu Ziffer 1 - 3: SPD, GRÜNE und FDP gegen CDU und LINKE. (= Ablehnung) zu 5. SPD, GRÜNE, LINKE. und FDP gegen CDU (= Annahme)