50 Jahre Auschwitz-Prozesse im Gallus - Gedenkveranstaltung
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Antrag vom 02.02.2014, OF 410/1
Betreff: 50 Jahre Auschwitz-Prozesse im Gallus - Gedenkveranstaltung Mit dem Auschwitz-Prozessauftakt am 20. Dezember 1963 begann in Frankfurt am Main der bis dahin größte Gerichtsprozess der Bundesrepublik Deutschland, der nicht nur international höchste Beachtung fand, sondern auch die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft stark beeinflusste. Am 3. April 1964 wurde der Prozess im eigens dafür errichteten Haus Gallus weitergeführt. Zum Jahrestag am 3. April 2014 planen verschiedene Akteure (zahlreiche Vereine, Initiativen und Institutionen) aus dem Stadtteil Gallus eine Gedenkveranstaltung. Der Ortsbeirat begrüßt die Aktivitäten zur Jährung der Auschwitz-Prozesse im Gallus und unterzeichnet die unten stehende Resolution: Erinnern - Gedenken - auf dem Weg sein Am 3. April vor 50 Jahren wurde der Auschwitz-Prozess in das Haus Gallus verlegt. 211 Überlebende sagten im Prozess als Zeugen aus und konfrontierten die deutsche Gesellschaft mit dem ungeheuren Ausmaß der industriellen Ermordung von 965.000 Juden, 75.000 Polen, 21.000 Sinti und Roma, 15.000 sowjetischer Kriegsgefangenen und 15.000 weiteren Häftlingen im Vernichtungslager Auschwitz. Für viele Menschen in unserem Stadtteil ist dieses Datum ein Anlass, sich zu erinnern, zu gedenken und zu bedenken, welche Bedeutung das für uns heute hat. Damit möchten wir ein Zeichen gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit setzen und den Gallus Kodex bestätigen: "Toleranz heißt für uns, Menschen aller Herkunft, geschlechtlicher Orientierung und religiöser Überzeugung zu respektieren. Fair Play ist unser Motto in Fußball, Sport und Alltag. Wir treten aktiv ein gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus." Mit einem finanziellen Beitrag aus dem Budget für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 350,00 Euro unterstützt der Ortsbeirat die Aktivitäten der Initiative.Beratung im Ortsbeirat: 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 2. Februar 2014 brachte der Ortsbeirat 1 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 18.02.2014 im OBR 1 angenommen.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme