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Umbenennung der EduardSprangerSchule in JanuszKorczakSchule

Vorlagentyp: OFSPD
1 SitzungAbgelehnt

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Begründung

Eduard-Spranger-Schule in Janusz-Korczak-Schule Der Ortsbeirat beschließt, die Eduard Spranger Schule in Sossenheim umzubenennen. Eduard Sprangers Rolle im dritten Reich als Pädagoge ist sehr zweifelhaft und negativ. Ein Namensgeber sollte sich als Vorbild für die Schülerinnen und Schüler eignen, das ist aber hier nicht der Fall. Statt dessen sollte die Schule nach einer Person benannt werden die sich als Vorbild eignet. Deshalb schlägt der Ortsbeirat Janusz Korczak vor. Janusz Koczak eigentlich Henryk Goldszmit, (geboren am 22 Julli 1878 oder 1879 in Warschau, gestorben nach dem 5. August 1942 vermutlich im Vernichtungslager Treblinka), war ein polnischer Arzt, Kinderbuchautor und bedeutender Pädagoge. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Einsatz für Kinder. So begleitete er die Kinder seines Waisenhauses beim Abtransport in ein Vernichtungslager, obwohl das auch für ihn selbst den Tod bedeutete. Janusz Koczak ist der einzige Träger des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels der ihn posthum verliehen bekam. Quelle Wikipedia Begründung: In einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 11.05.2017 wird berichtet welche Rolle Spranger im dritten Reich spielte. Schon 1934 schrieb Spranger "Der Herrenmensch kann, nach einem ewigen Lebensgesetz, nur erzogen werden am Gehorchen und Dienen". Ein weiteres Zitat: Die "Jungmännererziehung unter psychologischen und nationalen Gesichtspunkten" (33/34) habe den Jungen "mit Haut und Haar in diese neue Welt hineinzubilden", und sowieso müssten die Knaben temporär aufhören, "Individuen zu sein, um ganz in ‚Reih und Glied' zu existieren" - pädagogisches Ziel war das Heranzüchten eines "Charakters des Kriegers", der sich für den Staat zu opfern weiß. Selbst nach dem Ende der Diktatur zeigte Spranger wenig Reue und sprach nur von Flecken, die seine Biografie abbekommen habe. Diese Tatsache sieht der Ortsbeirat als Grund, hier eine Neubenennung der Schule zu fordern. Gerade im Moment, wo über die Bundeswehr, insbesondere im Zusammenhang mit Rechtsradikalität, diskutiert wird, sollte auch in anderen Bereichen des Staates genauer hingeschaut werden. Es kann nicht sein, dass Personen mit brauner Vergangenheit als Vorbilder und Namensgeber hochgehalten werden. Der Link zu dem zitierten Artikel Eduard Spranger http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/eduard-spra nger-und-die-bundeswehr-die-allgegenwart-des-stahlhelm-paedagogen-a-1276158 Der Link zu dem Wikipedia Artikel zu Janusz Korczak https://de.wikipedia.org/wiki/Janusz_Korczak

Inhalt

Antrag vom 14.05.2017, OF 404/6

Betreff: Umbenennung der Eduard-Spranger-Schule in Janusz-Korczak-Schule Der Ortsbeirat beschließt, die Eduard Spranger Schule in Sossenheim umzubenennen. Eduard Sprangers Rolle im dritten Reich als Pädagoge ist sehr zweifelhaft und negativ. Ein Namensgeber sollte sich als Vorbild für die Schülerinnen und Schüler eignen, das ist aber hier nicht der Fall. Statt dessen sollte die Schule nach einer Person benannt werden die sich als Vorbild eignet. Deshalb schlägt der Ortsbeirat Janusz Korczak vor. Janusz Koczak eigentlich Henryk Goldszmit, (geboren am 22 Julli 1878 oder 1879 in Warschau, gestorben nach dem 5. August 1942 vermutlich im Vernichtungslager Treblinka), war ein polnischer Arzt, Kinderbuchautor und bedeutender Pädagoge. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Einsatz für Kinder. So begleitete er die Kinder seines Waisenhauses beim Abtransport in ein Vernichtungslager, obwohl das auch für ihn selbst den Tod bedeutete. Janusz Koczak ist der einzige Träger des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels der ihn posthum verliehen bekam. Quelle Wikipedia

Begründung: In einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 11.05.2017 wird berichtet welche Rolle Spranger im dritten Reich spielte. Schon 1934 schrieb Spranger "Der Herrenmensch kann, nach einem ewigen Lebensgesetz, nur erzogen werden am Gehorchen und Dienen". Ein weiteres Zitat: Die "Jungmännererziehung unter psychologischen und nationalen Gesichtspunkten" (33/34) habe den Jungen "mit Haut und Haar in diese neue Welt hineinzubilden", und sowieso müssten die Knaben temporär aufhören, "Individuen zu sein, um ganz in 'Reih und Glied' zu existieren" - pädagogisches Ziel war das Heranzüchten eines "Charakters des Kriegers", der sich für den Staat zu opfern weiß. Selbst nach dem Ende der Diktatur zeigte Spranger wenig Reue und sprach nur von Flecken, die seine Biografie abbekommen habe. Diese Tatsache sieht der Ortsbeirat als Grund, hier eine Neubenennung der Schule zu fordern. Gerade im Moment, wo über die Bundeswehr, insbesondere im Zusammenhang mit Rechtsradikalität, diskutiert wird, sollte auch in anderen Bereichen des Staates genauer hingeschaut werden. Es kann nicht sein, dass Personen mit brauner Vergangenheit als Vorbilder und Namensgeber hochgehalten werden. Der Link zu dem zitierten Artikel Eduard Spranger http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/eduard-spra nger-und-die-bundeswehr-die-allgegenwart-des-stahlhelm-paedagogen-a-1276158 Der Link zu dem Wikipedia Artikel zu Janusz Korczak https://de.wikipedia.org/wiki/Janusz_KorczakBeratung im Ortsbeirat: 6

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 14. Mai 2017 brachte SPD im Ortsbeirat 6 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 16.05.2017 im OBR 6 abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 6
Sitzung 12 · 16.05.2017
TO I, TOP 30
Abgelehnt
Die Vorlage OF 404/6 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneLinkeBFFFDPREPFreie Wähler
Ablehnung:
SPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., BFF, FDP, REP und FREIE WÄHLER gegen SPD (= Annahme)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung