Unterstützung des sozialen Kulturprojekts im Berger Kino
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat hat einen Antrag zur finanziellen Unterstützung des sozialen Kulturprojekts im Berger Kino gestellt, um die Betriebs- und Organisationskosten des Kollektivs "queereskino069" zu decken. Ziel ist es, ein selbstverwaltetes, spendenbasiertes Kulturzentrum zu schaffen, das einen niedrigschwelligen Zugang zur Kulturszene für alle Bürger*innen ermöglicht.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Dem Kollektiv "queereskino069" wird aus dem Ortsbeiratsbudget Gelder zur Verfügung gestellt, um die Betriebs- und Organisationskosten zu decken, die für die vorübergehende Fortsetzung des laufenden Projekts im Berger Kino anfallen.
Die benötigten Mittel in Höhe von bis zu 3.200,00 € stellen sich wie folgt zusammen:
- Bis zu € 700,00 für die vollständige Instandsetzung der Toilettenanlagen,
- bis zu € 1.000,00 für die Reparatur des undichten Daches,
- bis zu € 1.000,00 zur die Deckung der Heizungs-, Wasser- und Stromkosten und
- bis zu € 500,00 für allgemeine Investitionen und Verbrauchsmaterialien, z. B. Leuchtmittel für Vorführgeräte (Beamer) und für Büromaterial.
Begründung
Am Samstag, 9. März 2024 wurde das seit Jahren geschlossene Berger Kino vom Kollektiv "queereskino069" für die Öffentlichkeit wiedereröffnet und u. a. mit einem kostenlosen Filmprogramm für Jung und Alt sowie offenen Nachbarschaftstreffen belebt. Das Kollektiv wünscht sich, mit Betreiber und Eigentümern eine Lösung zu finden, die ein "selbstverwaltetes spendenbasiertes Kulturzentrum" ermöglicht. Ein entsprechendes Konzept, das auf Förderung aus öffentlicher Hand und privaten Spenden basiert, ist in Erarbeitung. Gespräche mit allen Beteiligten finden statt. Dabei arbeitet das Kollektiv eng mit etablierten Institutionen aus der Frankfurter Film- und Kinobranche zusammen. In einem ersten Treffen am 14. März 2024 teilte der Miteigentümer Adolf Steib den Aktivist*innen mit, dass das Kollektiv bis auf Weiteres die Räumlichkeiten nutzen dürfe. Für diese erste Überbrückungszeit benötigt das Kollektiv einen Betrag von bis zu € 3.200,00, um die o. g. Kosten tragen zu können. Die bislang an das Kollektiv gegangenen Privatspenden reichen dafür nicht aus. Dabei versucht das Kollektiv durch die Zusammenarbeit mit solidarischen Handwerker*innen die Kosten für etwaige Reparaturen möglichst niedrig zu halten (wie bspw. im Fall des undichten Daches). Der Ortsbeirat hat jetzt die Gelegenheit, mit einem überschaubaren Geldbetrag ein soziales Kulturprojekt zu unterstützen, das völlig frei von Konsumzwängen ist. Wie sehr dieses Projekt die Bedarfe vieler Bürger*innen anspricht, zeigt sich in den mehreren hundert Besucher*innen, die das vom Kollektiv geschaffene Angebot bereits in Anspruch genommen haben. Und den mittlerweile über 2000 Unterschriften die in wenigen Tagen zur Unterstützung der Besetzung gesammelt werden konnten. Darüber hinaus ist die Liste der Unterstützer*innen auch in den Reihen der Frankfurter Kommunalpolitik lang. Das Kollektiv und der Ortsbeirat hoffen auf ein Ergebnis, das Menschen auch mit niedrigem Einkommen einen niedrigschwelligen Zugang zur freien Kulturszene eröffnet. Nachbar*innen des Kinos, Bewohner*innen des Ortsbezirks und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich einzubringen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. März 2024 brachte Linke im Ortsbeirat 4 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 16.04.2024 im OBR 4 abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU und dFfm gegen Linke, ÖkoLinX-ARL und fraktionslos (= Annahme); Volt (= Enthaltung)