Bauvorhaben Heidestraße 113 bis 115 - Vorstellung im Ortsbeirat
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beantragt die Vorstellung des Bauvorhabens Heidestraße 113-115 durch die ABG Holding, um Antworten auf mehrere Fragen zur Planung und Umsetzung zu erhalten. Dies ist erforderlich, um schnell geförderten Wohnraum zu schaffen, insbesondere für Auszubildende und Studierende, angesichts der steigenden Wohnungsnot in Frankfurt.
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Heidestraße — 8 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 19.10.2026.
- Einrichtung markierter Fußgängerüberwege im Bereich Luisenstraße/Luisenplatz/Heidestraße19.10.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Dachbegrünung des REWE-Marktes im Depot Heidestraße06.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Schild gegen illegale Sperrmüllablagerung gegenüber Heidestraße 2310.09.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
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Neues zu Heidestraße per E-MailAntrag
Zur geplanten Bebauung der Liegenschaft Heidestraße 113-115, Gemarkung Frankfurt Bezirk 27, Flur 424, Flurstücke 15/1, 15/2 und 15/3 heißt es im Magistratsbeschluss M44 vom 07.03.2025 (Auszüge):
"Die ABG plant auf der Liegenschaft Heidestraße 113-115 die Errichtung eines
Wohngebäudes (Geschosswohnungsbau) mit mindestens 30% gefördertem Wohnungsbau." (. .)
"Die ABG hat im Laufe dieser Verhandlungen sowohl eine Reihe von Vorprüfungen vorgenommen, um eine bestmögliche Ausnutzung zu realisieren, als auch in intensiven Gesprächen mit dem Nachbarn ein Konzept zur Anpassung der Zuwegung zu beiden Liegenschaften erarbeitet, die eine Umsetzung des Bauvorhabens erst ermöglichen." (. .)
"Der Erbbauberechtigte verpflichtet sich sicherzustellen und nachzuweisen, dass im Falle einer Neubebauung das Gebäude den Passivhaus-Standard einhält." (. .)
"Sollte die Einhaltung des Passivhaus-Standards aufgrund der Lage oder aus baulichen Gründen nicht möglich sein, wird sichergestellt, dass künftige Gebäude eine um mindestens 30% bessere Energieeffizienz einhalten als das jeweils aktuell gültige Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgibt. Eine Begründung, warum der Passivhaus-Standard nicht eingehalten werden kann sowie der Energieausweis gemäß GEG sind bei dem jeweiligen Grundstückseigentümer vorzulegen."
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Eine von den Mitgliedern des Ortsbeirates zu bestimmende Person nimmt Kontakt mit der ABG Holding auf und bittet darum, die Bauvorhaben an der Liegenschaft Heidestraße 113115, Gemarkung Frankfurt Bezirk 27, Flur 424, Flurstücke 15/1, 15/2 und 15/3 vorzustellen. Dabei sollen insbesondere die folgenden Fragen beantwortet werden:
- Wie ist der aktuelle Planungsstand des Bauvorhabens?
- Welcher zeitliche Rahmen ist für die Umsetzung geplant und wann ist mit einem Beginn und einem Abschluss des Bauvorhabens zu rechnen?
- Werden entsprechend dem o.g. Beschluss mindestens 30% geförderter Wohnraum umgesetzt? Wir fordern für diese Liegenschaft angesichts der prekären Wohnungsmarktlage in Frankfurt eine Quote von mindestens 50% öffentlich gefördertem Wohnraum. Hier sollte insbesondere kostengünstiger Wohnraum für Auszubildende und Studierende geschaffen werden.
- Wie sieht das mit dem Nachbarn ausgearbeitete o.g. Konzept zur Anpassung der Zuwegung aus?
- Wie sind die Planungen bezüglich der Energieeffizienz? Wird der Passivhaus-Standard oder ersatzweise eine mindestens 30% bessere Energieeffizienz, als das jeweils aktuell gültige Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgibt, eingehalten? Wie wird dieser Standard umgesetzt?
Begründung
Die Wohnungsnot in Frankfurt verschärft sich kontinuierlich. Bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist selbst für Menschen mit durchschnittlichen Einkommen extrem schwierig geworden. Es ist dringend erforderlich, schnell geförderten Wohnraum zu schaffen - insbesondere in zentralen, gut angebundenen Lagen wie der Heidestraße. Besonders dramatisch ist die Situation für Auszubildende und Studierende. WG-Zimmer kosten in Frankfurt durchschnittlich 665 Euro Warmmiete pro Monat - wie Zahlen des Moses-Mendelssohn-Instituts zeigen. Das Institut Empirica beziffert das Niveau mit 610 Euro ebenfalls auf einem extrem hohen Stand. Nach einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2023 fehlen etwa 1900 Wohnheimplätze. Das Bauvorhaben Heidestraße 113-115 betrifft eine der letzten bebaubaren Lücken im Quartier. Das Grundstück steht seit langer Zeit leer. Angesichts der fortschreitenden Gentrifizierung im Stadtteil ist es von zentraler Bedeutung, die Gelegenheit zur Schaffung sozial gebundenen Wohnraums konsequent zu nutzen. Der Ortsbeirat hat die Aufgabe, die Interessen der Bürger*innen zu vertreten und transparent über wichtige Entwicklungen im Stadtteil zu informieren. Ebenso wichtig ist die Aufklärung darüber, warum auf dem Grundstück bisher nichts geschehen ist und welche konkreten Schritte nun folgen, um zügig Wohnraum zu schaffen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 31. Mai 2026 brachte Linke im Ortsbeirat 4 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.